"Und als Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, es sah, da stand er auf aus der Mitte der Gemeinde und nahm eine Lanze in seine Hand; und er ging dem israelitischen Mann nach in das Innere des Zeltes und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Bauch. Da wurde die Plage von den Kindern Israel abgewehrt. Und die an der Plage Gestorbenen waren 24000" (4. Mo 25,7-9).
Wir leben in einer Zeit der Gnade und sind daher nicht zu solchen Taten aufgerufen, wie sie Pinehas vorgenommen hat. Die moralischen Grundsätze, die wir aus dieser Geschichte lernen können, sind jedoch auch heute noch für uns relevant.
Viele Christen in unserer Generation weigern sich, gegen das Böse im bekennenden Volk Gottes Stellung zu beziehen. Sie verurteilen diejenigen als "Speerwerfer", die aus Liebe zum Herrn und zu seinem Volk Stellung beziehen. Die Gnade hält an der Wahrheit fest: Diejenigen, die nur von der Liebe Gottes hören wollen, erkennen nicht, dass der Gott der Bibel Licht und Liebe ist.
Außerdem müssen wir das Ende der Reise im Blick behalten. Leider werden die Menschen gerade dann, wenn das Ende in Sicht ist, müde und wollen aufgeben. 4. Mose 25 zeigt uns die Gefahr, die biblische Heiligung (Absonderung) aufzugeben. Der Herr möchte, dass wir Ihm bis zum Ende treu bleiben. Er ermutigt uns, nicht aufzugeben und keine Kompromisse einzugehen. Als Mann Gottes war Pinehas mit der Lade Gottes und mit den heiligen Gefäßen verbunden. Sein Wissen um die Herrlichkeit Gottes befähigte ihn, entschieden zu handeln.
Israel hatte auf seiner Wüstenreise nicht gelernt, was der Heiligkeit Gottes entsprach. Die traurige Geschichte, die in 4. Mose 25 beschrieben wird, ist ein Beweis dafür. Ist dies nicht ähnlich wie die Geschichte der bekennenden Kirche, wie sie der Herr in Offenbarung 2 und 3 beschreibt? Kann dies nicht auch in unserem persönlichen Leben geschehen? Lasst uns lernen, seine Heiligkeit zu erkennen und konsequent danach zu handeln, wie es Pinehas tat, und auf den Tag warten, an dem die Sünde nicht mehr beflecken wird.
Quelle: bibelpraxis.de/a6846.html