Die Bibel in den Mittelpunkt stellen - von Verkündigung, von Gesprächen


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(00:00:00) Wir müssen die Bibel in den Mittelpunkt stellen. In Gemeinden muss stärker um die biblische Wahrheit gerungen werden, da sagt ein Beitrag für Ideaspektrum, d.h. einem Interview, Pastor Waldemar Justus. Auf die Frage, sie sagen, dass es geistlich gesunden Gemeinden um die biblische Wahrheit gehen muss, wird er gefragt warum, und sein Punkt ist, unsere Relevanz in dieser Welt hängt nicht davon ab, dass auch wir noch unseren Senf zu politischen Themen geben, sondern dass wir die Wahrheit Gottes weitergeben. Hat die Kirche, hat die Versammlung, die Gemeinde Gottes überhaupt Relevanz in dieser Welt? Sollte sie Relevanz haben? Und die Antwort ist eindeutig ja, nicht als eine Organisation, das ist nämlich die Versammlung Gottes nicht, nicht als eine Einrichtung, nicht als kirchliches System, das gibt es in Gottes Gedanken gar nicht, im Gegensatz zu dem, was wir in dieser Welt vorfinden, aber dadurch, dass sie zugegen ist, und da müssen wir fragen, haben wir eigentlich eine Relevanz für die Menschen dieser Welt, nicht für die Welt als System, denn dieses (00:01:02) System steht unter dem Gerichtsurteil Gottes, das wird sich nicht verbessern, weil der Teufel der Herrscher ist, der Herr dieses Systems, der Gott dieser Welt, aber für den einzelnen Menschen in dieser Welt können wir Relevanz haben, wenn wir uns biblisch verhalten, wenn wir eine Botschaft haben für diese Menschen, die noch hörbar, die noch sehbar, die noch verständlich ist, und dann, wie eben Justus sagt, nicht dadurch, dass wir uns zu politischen Themen äußern, sondern, dass wir die Wahrheit Gottes weitergeben. Wenn wir sie nicht mehr bezeugen, fehlt dieser Welt etwas und wir werden irrelevant. Warum braucht man uns noch als Zeugen, wenn wir uns nur zu politischen, zu gesellschaftlichen, zu unternehmens-, zu wirtschaftlichen Themen äußern, dann sind wir tatsächlich irrelevant. Wie kann Gott uns dann noch gebrauchen in dieser Welt, wo wir einen klaren Auftrag haben, von Christus zu zeugen, wo wir einen klaren Auftrag haben, Christus zu bekennen? Die wenigsten von uns sind Evangelisten oder Missionare, wir haben also nicht den missionarischen (00:02:04) Auftrag persönlich, das haben solche, die Evangelisten, die Missionare sind, die von dem Herrn dazu begabt worden sind, aber wir alle haben den Auftrag, Christus zu zeigen, Christus vorzustellen, Christus zu bezeugen, wir haben ein königliches Priestertum, das geht nicht nur an Gläubige, das geht es auch natürlich, sondern auch an Ungläubige. Insofern fragen wir uns, inwiefern sind wir noch, Matthäus 5 Vers 13, Salz der Erde, wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Sind wir in den Beziehungen, in denen wir leben, zum Beispiel als Eheleute, zum Beispiel als Kinder zu Eltern, zum Beispiel als Arbeitnehmer, zum Beispiel als solche, die in einer Wohnung, die in einem Haus wohnen, das sind Beziehungen, das sind Funktionen, die es in dieser Welt gibt, die es von Gläubigen gibt, die es von Ungläubigen sind, inwiefern sind wir da Salz, sind wir solche, die etwas vorstellen von dem, wie Gott es sich vorgestellt hat und (00:03:01) dadurch bewahrend sind, dass andere Menschen eben auch die Ehe bewahren oder sind wir auch in solchen Beziehungen nur solche, die herumschimpfen, die sich gerade nicht als Christen erweisen? Wenn das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. Irrelevant, dann werden wir irrelevant. Sind wir solche, die in dieser Beziehung etwas vorleben von dem biblischen Glauben, von dem, was Gottes Wort uns zeigt, stellen wir den Menschen Gottes Wort durch die Art und Weise, wie wir leben vor? Ihr seid das Licht der Welt, heißt es dann in Matthäus 5 Vers 14. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht eine Lampe an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Lampenständer und sie leuchtet allen, die im Haus sind. Ebenso lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen. Das heißt, wir leuchten von außerhalb in diese Welt. Als Salz sind wir Teil dieser irdischen Beziehungen, aber als Licht leuchten wir von außen in (00:04:04) diese Welt. Und da ist die Frage, ist von diesem Licht etwas zu sehen? Oder sind wir in dieser Hinsicht auch irrelevant geworden? Umgekehrt, oder ergänzend, sagt Justus dann weiter, gleichzeitig gilt immer, Wahrheit ohne Liebe macht Menschen kaputt. Das heißt, Wahrheit und Liebe müssen in einem wunderbaren göttlichen Verhältnis miteinander stehen. Man kann da denken an Verse wie in Epheser 4 Vers 15. Da sagt der Apostel, sondern die Wahrheit festhaltend in Liebe. Wahrheit und Liebe. Ganz besonders wird das natürlich in den Johannesbriefen deutlich. Wir denken zum Beispiel an 2. Johannes 1, der älteste Johannes, der auserwählten Frau und ihren Kindern, die ich liebe in der Wahrheit. Oder Vers 3, er sei mit euch seine Gnade, barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater und von dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe. (00:05:03) 3. Johannes 1, der älteste, dem geliebten Garius, den ich liebe in der Wahrheit. Liebe und Wahrheit, Wahrheit und Liebe, sie gehören zusammen. Wir können nicht Licht strahlen, ohne auch Liebe auszustrahlen. Die Sonne hat beides. Sie gibt Licht, aber sie gibt auch Wärme. Wenn das nicht in unserem Leben zu finden ist, dann fehlt etwas. Wenn die Wahrheit fehlt, dann fehlt die Klarheit, dann fehlt die Eindeutigkeit, aber wenn die Liebe fehlt, dann fehlt das, was anziehend ist. Sind wir noch anziehend, nicht für das Fleisch dieser Welt, aber für die Menschen, die suchend sind, ist da Wahrheit und Liebe, finden sie bei uns Christus, finden sie bei uns das Wort Gottes. Denn das Wort Gottes ist ein Wort in Licht und Liebe, ein Wort in Wahrheit und auch in Güte. Justus wird dann weiter gefragt. Über den 2. Johannesbrief wird eher weniger diskutiert, gesprochen, in den Gemeinden nämlich, stattdessen zum Beispiel über Corona-Maßnahmen oder Tempolimit. (00:06:01) Und da sagt Justus, ja, die zwei Corona-Jahre haben Spuren hinterlassen. Warum eigentlich? Wieso konnten wegen Corona Gemeinden zerbrechen? Und seine Antwort ist, wir müssen neu lernen, die Bibel in den Mittelpunkt zu stellen. Es ist eine Katastrophe, dass Christen im Alltag so damit beschäftigt sind, das gesellschaftliche und politische Geschehen zu kommentieren, zu diskutieren, sich darüber zu ereifern und darüber vergessen, Gott zu verkündigen, Gott zu leben, kann man ergänzen. Das heißt, müssen wir uns auch selbst auch fragen, was beinhalten eigentlich unsere Gespräche? Ist das vielleicht mehr ein Kommentieren, eine Überzeugung zu irdischen Themen oder sind das wirklich geistliche Glaubensthemen? Natürlich, fügt er hinzu, Einheit lässt sich nicht erzwingen, was Gemeinde, Versammlung, Kirche betrifft. Aus gut gemeinter Rücksicht dürfen grundlegende Wahrheiten über Gott und sein Wort nicht zur Unkenntlichkeit entstellt werden. Natürlich kann also nicht Einheit auf Kosten des Wortes Gottes, auf Kosten der Wahrheit (00:07:04) sein. Hauptsache, wir halten diesen Laden irgendwie zusammen, fügt er hinzu, das darf nicht unser Antrieb sein. Nein, die Wahrheit müssen wir festhalten, die Wahrheit über das, was Gottes Wort über die Versammlung, über die Zusammenkünfte und so weiter sagt. Aber ist es nicht so, dass wir ganz leicht uns ereifern können über irdische Themen und damit in Streit geraten, statt dass wir über den Glauben, über Christus, über sein Wort reden. Über irdische Themen kann jeder eine ganz unterschiedliche Meinung haben, die ist letztlich irrelevant. Entscheidend ist, dass wir im Glaubensleben voranschreiten. Und wenn diese Frage aufkommt, wir müssen die Bibel in den Mittelpunkt stellen, dann fragen wir uns doch, prägt die Bibel überhaupt mein eigenes Leben? Ist die Bibel im Mittelpunkt meines persönlichen Glaubenslebens oder ist die Bibel auch in meinem Leben eigentlich nur so ein Platzhalter für morgens und womöglich noch für abends und womöglich noch für einen Kalenderzettel nach oder vor dem Essen? Aber ansonsten hat das Wort Gottes auch keinen Zentralplatz in meinem Leben. Wie ist das denn in unseren privaten Familientreffen, wenn wir jemanden einladen, wenn wir uns (00:08:04) in der Familie unterhalten, gibt es da auch Gespräche über das Wort Gottes? Ich erinnere mich, dass ich bei einem alten Bruder immer mal wieder eingeladen war, ein Diener des Herrn, und es dauerte keine zehn Sekunden und wir waren bei dem Hein Jesus und dem Wort Gottes. Und da gibt es andere, da gibt es uns andere, wir können große Vorträge, lange Vorträge halten, aber wenn es dann in private Unterhaltungen kommt, dann spricht man keine Sekunde über Gottes Wort, da spricht man über alles mögliche, aber leider nicht über die Bibel. Wie ist das denn nach den Zusammenkünften, nach dem Brotbrechen? Wir packen unsere Sachen zusammen und was ist dann Thema? Ist dann Thema die Person des Herrn Jesus? Ist dann Thema, was wir erlebt haben von dem Herrn Jesus, er war in unserer Mitte und schon wieder vergessen? Ist dann Thema nach der Zusammenkunft nachmittags, was das Wort Gottes beinhaltet, oder ist das das letzte Fußballspiel, die letzte Bundesliga Spielrunde, oder, oder, oder, die letzte Mode, der letzte Urlaub? Wir dürfen über alle möglichen Themen sprechen, aber wir müssen die Bibel in den Mittelpunkt (00:09:03) stellen. Bei einem hohen Bekenntnis, wie viel Bibel in unserem Leben eigentlich noch eine Rolle spielt, wie sehr das Wort Gottes zentraler Punkt in unserem Leben ist, ringen wir um das richtige Verständnis der Bibel oder ringen wir um unsere Meinung in irdischen Fragen? Oder ergötzen wir uns nur an bestimmten Themen unseres irdischen, vielleicht sogar weltlichen Lebens? Lasst uns die Bibel wieder neu in den Mittelpunkt stellen.
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