Die Passion (RTL) - eine Missionsmöglichkeit?


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(00:00:00) Die Passion als ein Schauspiel, als ein Musical, das wird am 13. April live übertragen von RTL und als Musical dort das erste Mal in Deutschland aufgeführt. Was empfinden wir als Christen, was empfinden wir als solche, die an den Herrn Jesus glauben, was empfinden wir als solche, die Sonntag für Sonntag an jedem ersten Tag der Woche zum Gedächtnis des Herrn, das heißt seines Todes zusammenkommen. Wie sagt Lukas in seinem Evangelium, Kapitel 23 Vers 47, Als aber der Hauptmann sah, was geschehen war, also nach dem Tod des Herrn Jesus, verherrlichte er Gott und sagte, wahrhaftig, dieser Mensch war gerecht. Und alle Volksmengen, die zu diesem Schauspiel zusammengekommen waren, schlugen sich, als sie sahen, was geschehen war, an die Brust und kehrten zurück. Viele waren gekommen, um dieses Schauspiel sich anzuschauen. Und jetzt machen Christen Menschen auch bei einem solchen Schauspiel mit. Da sind ja zum Teil sehr bekannte Musiker, die dort mitspielen. (00:01:02) Alexandra Claves zum Beispiel übernimmt die Rolle des Jesus. Kann man Jesus spielen? Kann man die Kreuzeszene spielen als ein Schauspiel? Ich nehme mal nicht an, dass wie bei Passionsspielen da jemand wirklich an einem Kreuz hängt, aber kann man die Leiden des Herrn Jesus in einem Schauspiel, in einem Musical aufführen? Mark Keller, ein anderer bekannter Schauspieler und Sänger, der Judas Iscariot spielt. Ist das etwas, was wir als Christen tun können, ein solches Schauspiel, was die Menschen damals bereit waren sich anzuschauen, als ein Schauspiel zu verfilmen, um das aufzuführen und dann einen Mann, von dem wir wissen, dass er in der Ewigkeit, in der Hölle sein wird, kann man eine solche Rolle spielen? Oder Leith Aldean, der Petrus spielen wird. Man braucht sich ja nur die Produktionen solcher Menschen anzuschauen, um ein gewisses Gefühl (00:02:05) zu bekommen, was sie sonst machen und wie sie passen zu einer Predigt oder zu dem Tod des Herrn Jesus. Die Sängerin und das Show-Around-Talent Ella Endlich spielt Maria, die Mutter Jesu und wenn man sich nur so einen Trailer da anschaut, da weiß man ja, in was für eine Richtung das geht. Wie wird das angekündigt? Warum brauchen wir diese Passion? Wir brauchen Liebe, wir brauchen Toleranz, das ist also die Zielrichtung. Nun, was sagt Gottes Wort? Gottes Wort sagt, 2. Timotheus 4 Vers 2, predige das Wort. Die Idee ist ja, jedenfalls irgendwie von der Kirche, von SCM, Medien und anderen, dass man eine Chance hat, über den Glauben zu reden. Das ist ja an sich ein gutes Ziel. Wir sollen und wir wollen über den Glauben reden. Wir sollen und wir wollen die gute Botschaft weitergeben. (00:03:01) Aber ist ein Musical, ist ein Schauspiel die biblische Art und Weise, darüber zu reden? Nun, wenn wir im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz angesprochen werden auf die Passion, dann werden wir natürlich diese Chance hoffentlich jedenfalls nutzen, um über Jesus Christus ins Gespräch zu kommen, über die Leiden des Herrn Jesus, über seinen Tod zu reden. Aber kann man wirklich, wie jetzt angekündigt, so wurde diese Geschichte noch nie erzählt, kann man sowas unterstützen, kann man da zuschauen, kann man da zuhören, kann man da mitmachen, kann man da womöglich in Essen auch hingehen? Ist das etwas, wo wir nicht sagen, die Geschichte ist längst erzählt, sie ist in den Evangelien viermal erzählt. Brauchen wir eine neue Geschichte? Wollen wir das, was noch nie so erzählt worden ist, wollen wir das für wahrhalten? Es ist ja sehr bemerkenswert, dass sowohl in Bildern als auch in Erzählungen, in Schauspielen, (00:04:06) in Filmen und so weiter, der Kern der Sache wenig berührt wird, wenn man bedenkt, was eigentlich der Kern der Sache ist, die drei Stunden der Finsternis, wo gar kein Mensch Einblick hat. Darum geht es letztendlich. Das ist natürlich auch ein Gottes Wort, relativ kurz behandelt, weil es so tiefgehend ist und weil es sich letztlich dem menschlichen Verständnis, dem menschlichen Verstehen entzieht. Aber dafür wird eben dann in diesen Filmen und Schauspielen und Musicals, wird eben alles mögliche andere ausgemalt, was in der Schrift eben nicht getan wird. Wie schlicht ist die Schrift in diesen Fragen? Also interessant, wenn Gottes Wort von Schauspiel spricht, dann ist das das tatsächlich, diese Kreuzigungsszene, die wurde von diesen Menschen als ein Schauspiel aufgefasst. Und deshalb sind sie da hingegangen und deshalb ist das ja auch für uns als Christen etwas so furchtbares, womit wir nichts zu tun haben wollen. Das ist ja kein Schauspiel in Gottes Augen gewesen. (00:05:02) Das ist ja eine furchtbare Wirklichkeit gewesen, dass Jesus Christus dort starb, dass er misshandelt worden ist, gewalttätig misshandelt worden ist nach Geist, Seele und Körper. Und da mit großer Anbetung stehen wir vor dem Herrn, können natürlich auch, wenn man jetzt diese Musik sich anhört, anschaut, die dazu gespielt wird bei so einem Musical, das ist nicht das, was Gottes Wort in Ehrfurcht aufnimmt im Blick auf die Person und die Leiden des Herrn Jesus. Ja, die Apostel, das sagt Paulus in einem Brief, 1. Korinther 4 Vers 9, sind als die Letzten dargestellt, wie zum Tod bestimmt, denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engel als auch Menschen. Ja, sie in der Hingabe, auch in der Hingabe bis in den Tod, die Apostel, sind jedenfalls zum größten Teil wohl als Märtyrer gestorben, das war wie ein Schauspiel für die Menschen. Aber wollen wir den Tod und die Leidensgeschichte Jesu zu einem Schauspiel machen? (00:06:04) Nun, wir wollen, wie gesagt, wir wollen, wo immer das möglich ist, wollen wir über den Herrn Jesus, wollen wir über das Kreuz, wollen wir über seine Leiden reden, wollen wir über die Erlösung reden, wollen wir Menschen gewinnen, damit sie sich bekehren. Aber wir wollen das mit geistlichen Mitteln, 1. Korinther 2, tun und wir wollen uns nicht eins machen, wir wollen uns nicht weiden an so einem schrecklichen Schauspiel, wie das in den Augen Jesu sein muss. Wenn man sich das vorstellt, dass er im Himmel zusehen muss, dass er gespielt wird, dass Judas gespielt wird, dass seine Leiden gespielt werden, das, was bei ihm furchtbare Wirklichkeit war, ja, was Gottes Wort sagt, es berichtet darüber, wir predigen das, wir verkündigen das. Aber wie furchtbar muss das sein, von sündigen Menschen Jesus zu spielen, ja, hier einer, der natürlich ein erfolgreicher Musicalstar ist, der bei einem ersten Wettbewerb damals gewonnen hat, ja, wo es um Sänger ging, in einem Umfeld, was wir als Christen ja verabscheuen (00:07:05) müssen. Und so jemand spielt dann, Jesus spielt die Leiden, er singt davon, das tun wir natürlich auch, aber in einer Weise, als ob er das wäre. Lasst uns die biblischen Maßstäbe in diesen Fragen bewahren, lasst uns bei Gottes Wort bleiben, lasst uns jede Möglichkeit, auch diese, wenn wir darauf angesprochen werden, nutzen. Aber das ist nicht das Mittel, das Gott uns gibt, das Mittel, das Gott uns gibt, ist predige das Wort. Daran wollen wir festhalten, das wollen wir mit Eifer, mit mehr Eifer tun. Dazu wollen wir uns gegenseitig motivieren, wollen Ostern, Karfreitag, das Passerfest, wollen diese Gelegenheit nutzen, aber zur Ehre des Herrn und nicht zu einem Schauspielen.
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