Folge mir nach!

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„Petrus wandte sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch bei dem Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: Herr, wer ist es, der dich überliefert? Als nun Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem? Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!“ (Joh 21,20-22)

 

Mehr als zehnmal finden wir in den Evangelien die Aufforderung des Herrn Jesus an seine Jünger: Folge mir nach! Dieses Wort ist eines der ersten und letzten Worte des Herrn an seine Jünger. Sicher ist es von Nutzen, sich immer wieder zu verdeutlichen, dass wir Christen Jünger des Herrn Jesus sind, die ihrem Herrn und Meister nachfolgen sollen. Nachfolgend einige kurze Gedanken dazu:

 

Wem folgen wir nach?

Als Jünger des Herrn Jesus folgen wir keiner menschlichen Religion oder Lehrmeinung, sondern einer Person, und zwar nicht irgendeiner Person, sondern der großartigen Person unseres Herrn und Heilands, Jesus Christus. Der Herr Jesus hat uns auf der Erde ein vollkommenes Vorbild hinterlassen, dem wir nacheifern sollen (Phil 2,5). Seine Lebensgeschichte finden wir in der Bibel unter vier verschiedenen Aspekten in den vier Evangelien. Darin dürfen wir Ihn suchen und betrachten, seinen Worten zuhören und seinen Fußspuren nachfolgen.

Wozu folgen wir Ihm nach?

Der Herr Jesus hat uns so sehr geliebt, dass Er sich selbst für uns hingegeben hat (Eph 5,2). Er hat uns durch sein Werk am Kreuz von Golgatha erlöst und in seine Nachfolge berufen. Als seine Jünger folgen wir Ihm nun nach, um von Ihm zu lernen und uns von Ihm in seinem Werk gebrauchen zu lassen (Mk 3,14). Der Herr Jesus ist nach seinem vollbrachten Erlösungswerk am Kreuz in den Himmel zurückgekehrt, aber Er hat uns hier auf der Erde als Jünger zurückgelassen, damit wir seine Interessen vertreten und für Ihn leben.

Wie folgen wir Ihm nach?

Gehorsam und Treue sind wesentliche Kennzeichen eines Jüngers, der dem Herrn Jesus nachfolgen möchte. Ein solcher wird nichts tun wollen, was seinen Herrn betrüben oder verunehren könnte. In der Nachfolge sucht er stets die Nähe zu seinem Herrn und ist sich seiner eigenen Schwachheit bewusst. Er weiß, dass ihn nur die innige Gemeinschaft mit dem Herrn vor der Sünde bewahren kann. Das zeigt uns das traurige Beispiel von Petrus, der seinem Herrn von ferne folgte, bevor er Ihn dreimal verleugnete (Mk 14,54; Lk 22,54).

Mit wem folgen wir Ihm nach?

Die Nachfolge hinter dem Herrn Jesus her ist zunächst etwas ganz Persönliches. Als Petrus sich einmal beim Herrn danach erkundigte, wie es mit seinem Freund Johannes in der Zukunft weitergehen würde, gab der Herr ihm die bezeichnende Antwort: „Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!“ (Joh 21,22). Ein Jünger des Herrn schaut nicht nach links oder rechts, sondern auf seinen Herrn. Und doch darf er feststellen, dass er seinem Herrn nicht allein nachfolgt, sondern zusammen mit anderen Jüngern, die Ihm ebenfalls nachfolgen (2. Tim 2,22).

Wie lange folgen wir Ihm nach?

Die Zeit der Nachfolge ist begrenzt. Sie beschränkt sich auf die Lebenszeit, die der Herr uns auf dieser Erde gibt. Spätestens dann, wenn Er wiederkommt, um uns zu sich in die Herrlichkeit zu holen, wird die Zeit der Jüngerschaft für immer vorbei sein. Diese Tatsache darf uns anspornen, die auf der Erde verbleibende Zeit auszukaufen und dem Herrn in Treue nachzufolgen. Gelegenheiten, die wir einmal versäumt haben, lassen sich oft nicht mehr nachholen. Darum lasst uns jeden Tag dazu nutzen, Ihm nachzufolgen – bis Er kommt!

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