Antipas starb als treuer Zeuge – ohne Berufung auf Menschenrechte

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Antipas - der treue Zeuge starb ohne Menschenrechtsaufruf

„Antipas, mein treuer Zeuge, ist bei euch, wo der Satan wohnt, ermordet worden“ (Offenbarung, Kapitel 2, Vers 13). Schon zu allen Zeiten des christlichen Zeugnisses auf der Erde gab es Märtyrer. Letztlich bedeutet dieses Wort nichts anderes als: Zeuge. Aber weil es unter den Verfolgungen einer ganzen Reihe von Kaisern in Rom offensichtlich dazu kam, dass Zeugen zu Märtyrern wurden, weil sie zum Tod verurteilt wurden, hat sich dieses Wort eingebürgert.

In diesen Tagen ist viel von dem 40-jährigen Abdul Rahman die Rede, dem in Afghanistan die Todesstrafe droht. Natürlich - wir in Deutschland können hier nicht mitreden, da es uns gut geht, wir keine derartigen Verfolgungen kennen, usw. Insofern ist das Beste, was wir tun können, für Rahman zu beten, dass er an seinem christlichen Glauben festhält und das durchsteht, was er derzeit erlebt.

Politisch freibekommen wollen?

Aber wie ist es zu erklären, dass sich jetzt auch Christen auf politischem Weg dafür einsetzen, diesen Mann vor dem Todesurteil zu retten? Beispielsweise inszeniert ProChrist derzeit in medienwirksamer Weise einen Aufruf, sich bei den örtlichen Bundestagsabgeordneten für den Christen in Afghanistan einzusetzen.

Wir lesen nicht, dass die Gemeinde in Smyrna aufgerufen würde, einen Aufruf gegen die Drangsal zu starten. Was sie tun sollen: „Sei getreu bis zum Tod, und ich werde dir die Krone des Lebens geben“ (Offenbarung, Kapitel 2, Vers 10). Die Versammlung in Pergamus wird nicht dafür gelobt, dass sie Stimmen gegen den Tod von Antipas sammelte. Aber sie hatten den Glauben nicht verleugnet in der betreffenden Zeit, indem sie weiter zum Herrn Jesus und seinem Wort standen, selbst, als jemand aus ihrer Mitte als Märtyrer ermordet wurde (Offenbarung, Kapitel 2, Vers 13).

Was wollte Paulus? Gebet - keine Unterschriften!

Paulus war im Gefängnis in Rom. Er wusste, dass es bald zu Ende gehen würde und auch er als Märtyrer würde sterben müssen: „Die Zeit meines Abscheidens ist gekommen“ (2. Timotheus, Kapitel 4, Vers 6). Ruft er Timotheus und seine Freunde dazu auf, ihn äußerlich zu unterstützen und gegen die Hinrichtung zu protestieren? „Ich bezeuge ernstlich vor Gott und Christus Jesus, der richten wird Lebende und Tote, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Predige das Wort, halte darauf zu gelegener und ungelegener Zeit“ (Verse 1 und 2).

Herodes, der böse Herrscher in Jerusalem, legte Hand an Jakobus und ließt ihn mit dem Schwert töten (Apostelgeschichte, Kapitel 12, Verse 1 und 2). Lesen wir irgendetwas davon, dass sich die Gläubigen zusammentaten, um bei Herodes und seinen Mannen vorstellig zu werden? Dann wurde Petrus abgeführt - von genau diesem Herodes. Und was lesen wir? „Von der Versammlung wurde anhaltend für ihn zu Gott gebetet“ (Apostelgeschichte, Kapitel 12, Vers 5).

Ausharren, nicht aufstehen!

Halten wir fest: An keiner Stelle lesen wir, dass sich die Gläubigen zusammengetan hätten, um mit Hilfe eines Aufrufs oder einer Unterschriftenaktion die Herrscher von den Morden abzubringen. Man mag bis heute durch solche werbewirksame Aktionen Mitglieder werben - das ist die Methode, derer sich auch die weltlichen Gewerkschaften bedienen. Jetzt offensichtlich auch christliche Aktionen und Bewegungen wie ProChrist. Wir sollten diese Dinge nüchtern, das heißt auf der Basis der Bibel, beurteilen. Emotional mag es beeindruckend sein, Teil einer solchen Welle zu sein.

Wichtiger ist, auf der Seite des Herrn zu stehen. Er wurde verurteilt, keiner setzte sich für Ihn ein. Er war der erste christliche Märtyrer. Aber viel mehr als das. Weil Er am Kreuz starb, bietet Gott jetzt jedem Menschen Rettung in Jesus Christus an, der bereit ist anzuerkennen, dass er Sünder ist vor Gott und ewig verloren geht, wenn er sich nicht bekehrt und Jesus Christus die Sünden zu bekennen, zu sagen, und Ihn als Retter anzunehmen. Wie großartig, dass es dieses Angebot bis heute gibt!

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