Doppelte Vornamen (9) - Christus am Kreuz


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem letzten Teil, einem zweiten Ergänzungsteil zu den doppelten Vornamen. Wir haben uns beschäftigt mit Menschen, die dort zweimal angesprochen werden. Wir haben beim letzten Mal gesehen, dass der Herr Jesus seinen Vater zweimal anspricht, aber Vater, Vater, Vater. Und dann kommen wir abschließend zu der unvergleichbaren Szene, drei Stunden der Finsternis. Da, wo Gott sich von ihm abgewendet hat. Da lesen wir Markus 15 Vers 33. Und als die sechste Stunde gekommen war, kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und zur neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme, Eloi, Eloi, lama sabachthani, was übersetzt heißt, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Hier finden wir eine Szene vor uns, wo der Herr Jesus von Gott verlassen wurde. Das hat noch nie ein Mensch auf dieser Erde erlebt und das wird auf dieser Erde auch nie (00:01:03) ein Mensch erleben. Es wird Menschen geben, die ewig in der Hölle sind, da sind sie verlassen von Gott. Aber das ist in der Zeit nach dem Leben hier auf der Erde, bis zum Ende, für die meisten jedenfalls bis zum Ende, spricht Gott noch zu ihnen, wendet er sich noch an ihre Seelen, an ihre Herzen, ihre Gewissen, um sie zur Bekehrung zu führen. Es war noch nie einer, ein Gläubiger schon gar nicht, verlassen von Gott, außer dem einen. Und da durfte die Menschheit nicht hineinschauen, Gott brachte eine Finsternis über das ganze Land. Und da sehen wir, dass der Herr Jesus schrie, dass der Herr Jesus die Not seiner Seele offenbart. Wir finden, dass er das am Ende tat und mit diesem Ruf ist diese Zeit des Verlassenseins von Gott beendet. Aber was er dort sagt und er tut das als Erfüllung alttestamentlicher Schrift Psalm 22, wo das (00:02:02) vorhergesagt war, was er dort sagt, lässt uns erschaudern, lässt uns ein wenig ahnen, mehr ist das ja nicht, wie furchtbar diese drei Stunden für den Herrn Jesus gewesen sein müssen. Und das wird deutlich und darum geht es ja jetzt hier, dass er zweimal Gott anspricht. Wir lesen nicht ein einziges Mal vorher, dass er so zu Gott gesprochen hätte und auch nachher nicht. Er spricht nachher noch einmal von seinem Gott, aber spricht nicht zu seinem Gott als Gott. Aber hier sehen wir, dass es um Heiligkeit geht, dass es um Sünde geht und dass er nicht zu dem Vater sprechen kann. Er sagt nicht mein Vater, mein Vater, sondern mein Gott, mein Gott, aber das zweimal. Und das offenbart die Furchtbarkeit, die Not seiner Seele, die Furchtbarkeit dieses Gerichtes. Zweite Grunde 5, dass er zur Sünde gemacht worden ist, das ist ja etwas, was wir nicht erfassen können. Wir haben gesündigt, wir haben eine sündige Natur, aber hier ist jemand zur Sünde selbst (00:03:04) gemacht worden in diesen drei Stunden. Da hat Gott ihn zur Sünde gemacht, da hat er die Sünde gerichtet an den Herrn Jesus, indem er ihn zur Sünde gemacht hat, damit wir Gottes Gerechtigkeit werden konnten dann in ihm. Wie muss das furchtbar gewesen sein? Der Jesus hatte Gott, seinem Vater, ununterbrochen gedient, in ununterbrochener Gemeinschaft mit ihm gelebt und jetzt auf einmal wendet sich Gott von ihm ab, er verlässt ihn. Da ist keine Gemeinschaft, welche Art auch immer möglich. Er hat ihn verlassen, das ist ein Wort, das für uns nicht nachvollziehbar ist, wo wir einfach nur bewundert vor dem Herrn Jesus, vor dieser Hingabe, vor diesem Werk auf Golgatha stehen. Und das Furchtbare wird eben dadurch deutlich, unter anderem dadurch, dass er mein Gott, mein Gott zweimal sagt. Dadurch, dass er mein Gott sagt, sehen wir deutlich, dass an sich die Beziehung oder (00:04:01) wie man das ausdrücken mag, dass sie da war, dass das Vertrauen war, es war sein Gott, das war nicht irgendein Gott. Der Jesus wusste, dass es sein Gott war, aber er hat ihn verlassen, er hat sich abgewendet. Das ist das unfassbar Große. Ja, wir stehen an Beten vor ihm, mit dankbaren, mit glücklichen Herzen, mit herzenvoller Liebe für diese Liebe, die den Herrn Jesus in diese drei Stunden gebracht hat. Und wir beten ihn an, wir preisen ihn für das, was er vollbracht hat, mehr können wir da nicht tun. Wir sind einfach dankbar für das, was er vollbracht hat und wir erkennen, was das ist, Sünde in den Augen Gottes und dass er das erduldet hat. Sein Name sei gepresen in Ewigkeit.
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