Doppelte Vornamen (4) - Jakob


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu dem vierten Teil der Serie über die doppelten Vornamen. Wir haben gesehen bei Saulus, es startet alles bei der Bekehrung. Wir haben gesehen bei Samuel, Gott stellt uns, der Herr Jesus stellt uns in seinen Dienst, jüngere und ältere. Wir haben bei Mose gesehen, drittens, dass Gott möchte, dass wir ein Bewusstsein haben, dass er heilig ist. Dass es nicht egal ist, wie wir leben, dass es nicht egal ist, wie wir dienen, sondern dass alles in Übereinstimmung mit seiner Heiligkeit sein muss. Unsere Worte können nicht unflätig sein, können nicht in Übereinstimmung mit Gottes Wort sein. Manchmal sind wir ja vielleicht geneigt, weil die Zuhörer, die Zuschauer und was weiß ich, weil das eben anderer Art ist, dass wir uns dann so ausdrücken wie sie. Wir sollen nicht unverständlich sein, wir sollen nicht eine pseudo-heilige Sprache führen, aber wir sollen in Übereinstimmung mit der Heiligkeit Gottes reden. Und dann kommt ein vierter Punkt und den finden wir bei Jakob. Jakob war durch sein eigenes Verschulden aus dem Land weggegangen, hatte seine Frauen, insgesamt vier, dann in Haran bekommen, hatte dort gedient, labern, seinem Onkel. (00:01:04) Mehr schlecht als recht ging es ihm in dieser Zeit und dann hat Gott ihn wieder zurückgeführt und jetzt war er im Land. Und wie konnte er als jemand, der die Verheißung hatte, dass das Land eben das Land der Verheißung ist, aus diesem Land wieder wegziehen? Nun, dann kam es, dass sein Sohn Josef verschleppt wurde. Er hatte lange Jahre gedacht, der wäre tot, aber dann stellte sich doch heraus, dass er eben nicht tot war, sondern inzwischen zum zweiten Herrscher in Ägypten geworden war. Und Josef ließ ihn rufen und sagte ihm, komm zu mir nach Ägypten, da geht es wohl, da ist die Hungersnot nicht so schlimm. Sollte er jetzt nach Ägypten gehen? War nicht Abraham, sein Vater, sein Großvater auch schon fälschlicherweise aus dem Land weg nach Ägypten gegangen? Und da finden wir, als er aufbrach, nachdem er das hörte, 1. Mose 46 Vers 1 und alles, was er hatte, mitnahm, da kam er nach Beerseba und er opferte Schlachtopfer dem Gott seines Vaters Isaac. Und Gott redete zu Israel, also Jakob, in den Gesichtern der Nacht und sprach Jakob, (00:02:06) Jakob. Und er sprach, hier bin ich. Und er sprach, ich bin Gott, der Gott deines Vaters, fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn zu einer großen Nation will ich dich dort machen. Gott hatte einen ungewöhnlichen Weg für Jakob. Das war eigentlich niemals zu erwarten, dass er von Gott geführt aus dem Land der Verheißung weg irgendwo anders, nämlich nach Ägypten gehen sollte. Und da kommt Gott ihm zu Hilfe und sagt, Jakob, das ist von mir. Und deshalb ruft er ihn doppelt an mit Vornamen. Nicht wie sonst üblich hat er sich auch Jakob zu ihm gesprochen, aber jetzt, weil er ganz eindrücklich ihm vorstellen möchte, dieser Weg, der eigentlich nicht der normale ist, ist in diesem Fall der richtige Weg. Und er in seiner Gnade hilft ihm damit, dass er wirklich das Land verlässt und verlassen sollte, dass das Gottes Weg für ihn war. Das dürfen wir auch auf uns übertragen. Manchmal hat Gott einen ungewöhnlichen Weg und wir können sicher sein, wenn dieser Weg wirklich so ungewöhnlich ist, wenn er nicht den normalen Vorstellungen, den normalen Pfaden (00:03:04) entspricht, dass Gott sich dabei auch ganz deutlich, eindeutig erweisen wird. Und das hat er hier bei Jakob getan. Wir müssen natürlich aufpassen. Für uns kann der Weg nie, nie im Widerspruch zu Gottes Wort sein. Das war er ja hier auch nicht. Er war ungewöhnlich. Er war überhaupt nicht zu erwarten, aber er war nicht gegen Gottes Wort. Gott hatte ja Jakob nicht gesagt, er dürfte das Land nicht mehr verlassen. Das tut er hier, das Land verlassen und zwar auf die Anweisung Gottes hin. Wenn es also bei uns um ungewöhnliche Wege geht, dann kann es nie um ungewöhnliche Wege gehen, die im Widerspruch zu Gottes Wort stehen. Denn Gott widerspricht sich nicht. Gott widerspricht sich nie. Das heißt, wenn Gott uns ungewöhnliche Wege gehen lässt, dann, dass wir sie nicht erwarten konnten, dass wir sie überraschend finden, aber niemals gegen sein Wort. Nur mal ein Beispiel. Das hat jetzt mit Dienst nichts zu tun, aber im Hirtendienst hört man hin und wieder die Frage, ja, an sich sagt Gott, ja, wir sollen nur Gläubige heiraten, aber ich habe den Eindruck, hier in diesem Fall ist das doch richtig. Da hat der Herr mir die Frau an die Seite gestellt im Beruf oder was weiß ich wo und (00:04:06) kann das nicht in diesem Fall richtig sein? Nein, kann das nicht. Gott führt nie im Widerspruch zu seinem Wort. Gott hat ganz klar gesagt, es gibt keine Einmütigkeit, es gibt keine gemeinsame Sache zwischen einem Gläubigen und einem Ungläubigen. Also kann das nicht von Gott sein. Also ungewöhnliche Wege meint ausdrücklich nicht, dass es Wege im Widerspruch zu Gottes Wort sind. Das gibt es heute nicht und das sollte sich niemand einbilden. In meinem Einzelfall ist das jetzt mal ganz, ist eine absolute Ausnahme, ist mir klar, aber in meinem Fall ist das so. Nein, ist es nicht. Gottes Wort ist eindeutig in vielen Fragen sogar ganz praktischer Art und da können wir niemals sagen, ja, aber in meinem Fall hat der Herr geredet. Nein, der Herr redet nie im Widerspruch zu seinem Wort, aber es gibt ungewöhnliche Wege und ich beziffer sie jetzt ausdrücklich nicht, weil sonst jemand sagt, ach, jetzt geht es genau um diesen Punkt, wo ich sowieso schon dachte, das ist jetzt richtig und dann nimmst du das gerade für dich so in Anspruch. Nein, es gibt ungewöhnliche Wege für dich, sind das andere als für mich und wenn sie ungewöhnlich sind, dann wird der Herr sich ganz deutlich dazu bekennen, wie er das hier (00:05:01) bei Jakob getan hat. Jakob, Jakob, sagt er in Vers 4, ich, nicht in Vers 4, in Vers 2, gehe nach Ägypten hinab. So wird der Herr auch dir Klarheit geben, wenn Fragen da sind über den Weg und ich wünsche dir, dass du diese Klarheit durch Gottes Wort und nicht durch eine innere Stimme meinst zu bekommen. Gott redet klar und eindeutig, deshalb zweimal mit Vornamen hier, so dass es unmissverständlich, objektiv verständlich ist und in diesem Fall auch für andere. Das wünsche ich dir, dass du diese Ermutigung bekommst, wenn der Herr dich einmal auf einem solchen Weg führt.
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Artikelreihe: Doppelte Vornamen

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