Partyzubehör - verderbt und voller Gewalttat

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Man glaubt es kaum, was derzeit alles „verkauft“ wird. Sicher - wir wissen, dass sich Menschen als „Ware“ verkaufen, um mit sündigen Begierden Geld zu verdienen. Aber dieser Tage wurde und wird bekannt, dass über das an sich nützliche Verkaufsmodell ebay (auf deutsch, elektronisch kaufen) auch sogenanntes „Partyzubehör“ kaufbar wird. Konkret handelt es sich dabei um (zunächst) 6 Frauen, die auf Partys bessere Stimmung verbreiten wollen und nun wohl auch sollen. Für mehr als 25 TEuro gingen sie „über den Ladentisch“. Das macht sonnenklar, dass diejenigen (offensichtlich Männer), die dieses Partyzubehör ersteigert haben, mehr als nur Zubehör im Sinn haben. Und jetzt schon gibt es solche, die nachmachen und imitieren - mit nicht sehr viel weniger (materiellem) Erfolg.

Die ganze Sache macht einmal mehr deutlich, wie verdorben diese Welt ist, aber auch, wie verdorben der Mensch ist. Und wenn man zugleich von schockierenden Gewalttaten in Saudi Arabien und vielen anderen Ländern der Welt liest, so wird deutlich, dass die beiden Kernsünden, auf die man vielleicht jede Sünde von Menschen zurückführen kann, auch und besonders in diesen Tagen „Hochbetrieb“ haben.

verdorben und gewalttätig

Gott lässt schon ganz am Anfang der Menschheitsgeschichte in der Zeit Noahs aufschreiben: „Und die Erde war verdorben vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat“ (1. Mose 6,11). War die Erde als geschaffene Sache verdorben und gewalttätig? Natürlich nicht. Aber die Menschen, die auf dieser Erde lebten, sie haben durch diese zwei Übel - Verdorbenheit und Gewalttat - dieser Erde einen Stempel aufgedrückt, der so offensichtlich wurde, dass jeder ihn lesen konnte.

In Gottes Augen sind beide Dinge - Verdorbenheit und Gewalttat - Sünde, ungöttlich, gottlos und verdammungswürdig. Vielleicht ist die Verdorbenheit besonders der Zustand des Menschen, während die Gewalttat mehr das Tun des Menschen bestimmt. Insoweit ist die Verdorbenheit sogar noch schlimmer, weil sie eine gewisse Wurzel des Bösen vorstellt. In Gottes Augen!

Innerlich Gefallen an der Sünde gefunden?

Aber unter Menschen sieht das ganz anders aus. Man spottet vielleicht über dieses Partyzubehör-Angebot. Aber viele bewundern die Damen (und die Herren, die so viel Geld geboten haben). Wenn sie kritisieren, ist es oft Neid, diese Idee nicht selbst gehabt zu haben. Aber Abscheu, moralische Abscheu - die ist nicht zu finden. Die Gewalttaten dagegen werden von höchster Stelle verurteilt. Sie sind schlimm! Aber sie sind nicht schlimmer als die ganze Verdorbenheit der menschlichen Natur, die in diesen ebay-Angeboten sichtbar wird. Wir leben eben in einer verkehrten Welt!

Aber wie sieht es mit uns Christen aus: Haben wir eine Abscheu vor diesen Dingen. Oder befriedigen wir mit und vor diesen Angeboten ebenfalls unsere Begierden? Haben wir auch eine gewisse Bewunderung, so dass wir diese Dinge mit innerem „Genuss“ beobachten? Oder wenden wir uns letztlich angewidert ab? Gott hasst Sünde - und ganz besonders diese Art von Verderbtheit! Und wir sollten hier seine Sichtweise zu unserer eigenen machen, der „zu rein von Augen ist, um Böses zu sehen“ (Habakuk 1,13).

Was füttern wir in uns?

Füttern wir unser Fleisch mit solchen Dingen? Vielleicht ist es nicht dieser ebay-Auftritt, sondern vergleichbare „Adressen“. Aber wir wollen uns ermuntern und gegenseitig ermahnen, Gottes Sicht zu haben. Wenn das nicht mehr direkt bei uns der Fall ist, haben wir uns einzugestehen, wie weit wir von Gott weg sind - geistlich, in unserem geistlichen und praktischen Leben. Dann ist Umkehr, Buße und Rückkehr nötig. Aber auch möglich! Gott segnet solch ein Bekenntnis, verbunden mit einer echten Änderung im Leben.

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