Freiheit (FMN)

Lesezeit: 2 Min.

Freiheit ist auch als Grundprinzip in der Verfassung vieler Staaten verankert. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bestimmt in Artikel 2 Absatz 2: „Die Freiheit der Person ist unverletzlich". Doch damit endet der Absatz nicht, sondern es heißt weiter: „In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden".

Solche Eingriffe erleben wir in diesen Tagen überall. Also doch keine unumschränkte Freiheit. Mindestabstände sind einzuhalten, man sieht vielerorts kein Gesicht mehr ohne Mund-Nasen-Schutz, dazu Kontaktbeschränkungen, wo man nur hinsieht. Freiheit ist etwas anderes. Das alles zeigt den Menschen, dass sie gar nicht frei sind. Ein Virus hält die Welt gefangen. Das führt uns zu dem wahren Grund für fehlende Freiheit: Das „Virus" Sünde ...

Seit jenem traurigen Tag in Eden trennt dieses Virus den Menschen von wahrer Freiheit. Zwar verstehen die meisten Menschen unter Freiheit, dass sie tun und lassen können, was ihnen gefällt. Aber wahre Freiheit besteht paradoxerweise nicht darin, dass ein Mensch tun kann, was er möchte, sondern darin, dass er nicht das tun muss, was er will. Das will sagen: Der Mensch ist von Geburt ein Sklave der Sünde und kann nicht anders, als seinen Begierden zu gehorchen (Röm 6,12). Wer zwanghaft das tun muss, wonach ihm gerade der Sinn steht, ist so jemand. Er muss das tun, was er „will".

Anders der Gläubige, dem Gott neues, ewiges Leben geschenkt hat. Er hat echte Befreiung von der Macht der Sünde erlebt. Er muss den Regungen seiner alten Natur nicht mehr nachgeben. Denn wahre Freiheit bedeutet, die Knechtschaft der Sünde abgelegt zu haben und freiwillig aus Liebe Gott gehorsam zu sein. Das klingt ebenfalls paradox, aber viele Kinder Gottes werden das bestätigen: Gehorsam gegen Gott macht frei. Wann sind wir freier und glücklicher als in Zeiten, in denen wir die Bestätigung unseres Herrn haben?

Erlöst durch den Herrn Jesus, in seiner Nähe und in seinem Dienst sind wir glücklich und frei. Eine Freiheit, welche die Welt nicht kennt und niemals erreichen wird.

„Wenn nun der Sohn euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein" (Joh 8,36).

Folge mir nach – Heft 3/2021
Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Tätowierungen – eine Freiheit des Gläubigen? (FMN) Manuel Seibel Tätowierungen werden zunehmend auch von der Gesellschaft akzeptiert. Früher waren sie ein Zeichen von „ausgeflippt sein“. Menschen, die eher am Rand der Gesellschaft standen, hatten Tattoos. Heute haben viele solche „Schmuckstücke“. Was ... Artikel lesen
Vorher – nachher (4): Aus der Knechtschaft in die Freiheit (FMN) Henning Brockhaus Mit einer „Vorher-Nachher-Darstellung“ zeigt man gewöhnlich, wie sehr sich eine Sache geändert hat. Wir schauen uns mit dieser Artikelserie einige Bereiche an, bei denen es für einen Christen ein solches Vorher und Nachher gibt, also ein ... Artikel lesen
Was man hört – und was nicht (FMN, Die gute Saat) Die gute Saat "Wer Ohren hat, zu hören, der höre! ... Nehmt zu Ohren und hört meine Stimme, horcht auf und hört meine Rede!" (Matthäus 11,15; Jesaja 28,23) Artikel lesen
Der Weg ist das Ziel (FMN, Die gute Saat) Die gute Saat „Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit; auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt“ (Prediger 3,11). Artikel lesen
Der gute Hirte (Die gute Saat, FMN) Die gute Saat "Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen …; und ich lasse mein Leben für die Schafe" (Johannes 10,14.15). Artikel lesen
Druckfehler (Die gute Saat, FMN) Die gute Saat "Besser ein Langmütiger als ein Held" (Spr 16,32). Artikel lesen