Welchen Stellenwert hat Gesundheit für uns Christen?


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(00:00:00) Die Herausforderungen der Corona-Zeit lassen die Frage stellen, welchen Stellenwert hat Gesundheit für uns Christen, welchen Stellenwert soll Gesundheit für uns Christen haben? Nun erstens, Gott spricht von Gesundheit. Gott spricht von Gesundheit in seinem Wort. Das heißt, Gott ist das wichtig. Gott ist unsere Gesundheit nicht nebensächlich, ihm ist das nicht egal, sondern ihm ist das wichtig. Zweitens, es ist das Kennzeichen eines bösen Fürsten, des Antichristen, nämlich, dass er sich nicht um die Gesundheit kümmert. In Zacharia 11 Vers 16 heißt es über diesen Antichristen, Das heißt, da wird es einen Herrscher geben, der sich gerade nicht um die Kranken, um die Menschen kümmern wird. Ihm wird Gesundheit egal sein, Hauptsache er selber hat es gut, ihm selber geht es gut. (00:01:06) Und das ist nicht das Kennzeichen eines fürsorglichen Herrschers. Drittens, gerade bei dem Herrn Jesus finden wir das Gegenteil. Er wird im tausendjährigen Reich genau das bewirken, dass die Menschen gesund sind. In Hesekiel 47, in den Versen 8 bis 11 sehen wir, dass die äußeren Umstände gesund werden, da ist von den Salzflüssen, von den Salzlaren und so weiter die Rede. Er wird Gesundheit bewirken und das, was der Herr Jesus während seines Lebens hier auf dieser Erde getan hat, Menschen gesund zu machen, das wird genau das Kennzeichen Jesaja 35 macht das deutlich, auch im tausendjährigen Reich sein. Viertens, das hat auch als Folge, dass wir Christen uns um die Gesundheit kümmern dürfen. Das heißt, wir dürfen füreinander beten, wenn jemand krank ist, wir dürfen einander anbefehlen, wenn jemand krank ist. (00:02:01) Paulus sagt zwar nicht direkt, als Epaphroditus sehr krank geworden war, dass die Philipper für ihn gebetet haben, aber sicherlich meint er das, wenn sie sehr bekümmert um ihn gewesen sind. Und wir denken an 3. Johannes 2. Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht und du gesund bist. Gott wollte, dass es diesem Gaius, seinem Freund, dass es ihm gesundheitlich gut geht und er freute sich darüber. Also dürfen wir Anteil nehmen an guter Gesundheit, dürfen Anteil nehmen an Krankheit und dürfen für so jemanden beten. Aber wir sollten nicht übersehen, das ist dann der fünfte Punkt, dass im Neuen Testament die Gesundheit in erster Linie mit dem Glauben verbunden wird. Wir finden zum Beispiel in 1. Timotheus 1 Vers 10 die gesunde Lehre erwähnt, das wird auch in 2. Timotheus 4 Vers 3 noch einmal wiederholt. Wir finden in 1. Timotheus 6 Vers 3 und in 2. (00:03:01) Timotheus 1 Vers 3 die gesunden Worte. In Titus 1 Vers 13 spricht Paulus von Gesundheit im Glauben. Das heißt, lasst uns nicht übersehen, dass Gesundheit im Neuen Testament schwerpunktmäßig erstens mit der Lehre, zweitens mit den Worten, dem Wort Gottes, mit dem was der Glaube, wie der Glaube sich offenbart, auch in unserem Leben, in unseren Worten, damit wird das verbunden und auch mit unserem Glaubensleben. Und auch 3. Johannes 2, dieser schöne Vers, der zeigt, wie wertvoll es für Gott ist, für den Herrn ist, über Gesundheit zu sprechen, hat nicht diesen Schwerpunkt. Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohl geht. Das ist der Schwerpunkt. Es geht in erster Linie um die Seele und nicht um die körperliche Gesundheit. Also körperliche Gesundheit ist nicht egal, aber sie steht eben doch nicht im Mittelpunkt. (00:04:05) Und so ist es interessant, das ist ein weiterer Punkt, dass wir im Alten Testament oft finden, dass ein gesunder geistlicher Zustand Auswirkungen hat auch auf die körperliche, seelische Gesundheit. Das ist interessant, dass gerade in dem Buch der Sprüche mehrfach davon gesprochen wird. Wir nehmen zunächst mal Sprüche 4, dort heißt es in Vers 22, Denn Leben sind sie denen, diese Worte, wenn man sie hört, die Worte, denen man gehorsam ist, die Worte Gottes, Leben sind sie denen, die sie finden und Gesundheit ihrem ganzen Fleisch. Wenn es uns geistlich gut geht, dann ist oft die Folge, dass es auch körperlich eine gewisse Ruhe, eine gewisse Entspannung gibt. Sprüche 13 Vers 17, da lesen wir, Ein gottloser Bote fällt in Unglück, aber ein treuer Gesandter ist Gesundheit, ist Heilung. (00:05:06) Das führt zu innerer und äußerlicher Erfrischung, die man auch körperlich spürt. Sprüche 16 Vers 24, Hultvolle Worte sind eine Honigwabe, Süßes für die Seele und Gesundheit Heilung für das Gebein. Da sehen wir, dass diese innere Haltung, diese innere Situation und die äußere Gesundheit oft Hand in Hand gehen. Aber natürlich muss man vorsichtig sein, wenn man körperlich krank ist, wenn man eine Krankheit hat, meinetwegen auch Krebs, eine ganz schwerwiegende Sache, dann heißt das natürlich nicht, dass man geistlich falsch steht. Also man darf jetzt nicht sagen 1 zu 1, wer körperlich gesund ist, ist geistlich gesund, wer geistlich gesund ist, ist körperlich gesund. Beides wäre völliger Unfug. Wir sehen das im Wort Gottes. Ich habe schon Epaphroditus erwähnt. Der war ein Mann, der für die Gläubigen kämpfte, der sich für die Gläubigen einsetzte und trotzdem schwer krank geworden ist. (00:06:04) Also wir dürfen nicht eine Einbahnstraße damit machen, eine Identität machen, Gesundheit und geistlicher Zustand überhaupt nicht. Aber wir finden eben doch, dass wenn es geistlich gut geht, man sich oftmals im Allgemeinen auch dann körperlich leichter, entspannter fühlt. Umgekehrt macht Gottes Wort ganz deutlich, gerade in den Psalmen auch, dass wenn Sünde in meinem Leben ist, wenn Sünde auf mir lastet, das natürlich auch Auswirkungen auf Körper und Seele hat. Nehmen wir Psalm 38. Da ist ganz interessant, David spricht in diesem Psalm in den Versen 4 und 5 von seiner Sünde und seiner Ungerechtigkeit. Was sagt er in Vers 4? (00:07:02) Und dann sagt er in Vers 6. Es stinken, es eitern meine Wunden, wegen meiner Torheit. Ich bin gekrümmt, über die Maßen gebeugt, den ganzen Tag gehe ich trauernd umher. Denn voller Brand sind meine Lenden, und nichts heiles ist an meinem Fleisch. Da sehen wir, wenn es mir geistlich nicht gut geht, dann ist das oft auch damit verbunden, wenn ich Sünde in meinem Leben zugelassen habe, wenn Böses in meinem Leben ist, wenn ich verkehrt gehandelt habe, dass es mir auch gar nicht gut geht, auch gar nicht gut gehen kann. Das heißt, was wir so psychosomatische Erkrankungen nennen, Seele und Körper spielen sehr eng miteinander zusammen. Aber nochmal, wir dürfen auf keinen Fall zu dem falschen Schluss kommen, dass wenn es mir körperlich gut geht, ich geistlich gesund bin, wenn es mir geistlich gut geht, ich auch körperlich gesund bin. Nein, das ist kein Automatismus. Ich schließe damit, heute haben wir den Eindruck manchmal, dass Gesundheit über alles gestellt wird, auch gesellschaftlich. (00:08:02) Auch gerade in der Corona-Zeit hat man den Eindruck, es muss über alles sichergestellt werden, dass es keine Toten gibt, und die werden wir sowieso nicht verhindern können. Aber das kann auch bei uns als Christen in unserem Leben eine wichtige Rolle spielen, dass wir die Gesundheit über alles stellen. Und das tut Gottes Wort nicht. Gesundheit ist nicht das oberste Gebot, ist nicht die Maxime. Paulus sagt in 1. Timotheus 4 Vers 8, Das heißt, die körperliche Betätigung, die leibliche Übung ist nicht zu nichts nütze, aber sie ist zu wenigem nütze. Gesundheit ist nicht das Wichtigste, ist nicht unwichtig, aber es ist nicht das Wichtigste. Entscheidend ist, dass wir ein Leben in Gottseligkeit führen, dass wir ein Leben führen zur Ehre Gottes, zur Freude Gottes, zur Freude des Herrn. Wenn das vor deinem Herzen steht, dann kannst du auch die gesundheitliche Situation aus deiner Hand nehmen. (00:09:02) Du sollst nicht gleichgültig darüber sein. Wir sollen gesund leben, was an uns ist, aber wir sollen das nicht zum obersten Prinzip machen. Das oberste Prinzip ist, nach der Bekehrung ein Leben zur Freude des Herrn zu führen. Dann wird der Rest auch aus der Hand des Herrn für uns annehmbar sein, wie auch die Umstände konkret aussehen mögen.
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