Der Morgenstern (Offenbarung 22,16) - eine Andacht

Lesezeit: 3 Min.
© Venus und Erde im Vergleich

Wer den Morgenstern sehen will muss früh aufstehen. Ansonsten kann es sein, dass die Sonne schon so hell strahlt, dass der Morgenstern nicht mehr sichtbar ist. Die Venus ist Abendstern und Morgenstern zugleich. Sie umkreist die Sonne auf einer kleineren Bahn als es die Erde tut. Dabei ist die Venus der Sonne manchmal voraus und wir können sie als hell leuchtenden Morgenstern erkennen, die den Tag ankündigt.

Der Herr Jesus selbst bezeichnet sich in der Offenbarung als „glänzender Morgenstern", der dem Aufgang der Sonne vorausgeht. Dabei erinnert Er uns an Sein Wiederkommen für die Versammlung (Gemeinde), das Seinem Kommen als „Sonne der Gerechtigkeit" vorausgeht (Mal 3,20). Nach der Entrückung der Gläubigen wird der Herr Jesus ein schreckliches Gericht über die Erde bringen, um danach Sein Königreich zu errichten und als „Sonne der Gerechtigkeit" echte Heilung für die Menschen in Seinem Reich zu bringen. Dann beginnt der "Tag".

Wir leben jetzt in der Nacht - in dieser Welt ist es in jeder Hinsicht dunkel. Diese Welt ist ein schmutziger, düsterer Ort, wo die Sünde sich Bahn gebrochen hat. Die Menschen wollen nichts von Gott wissen, sind verfinstert und gehen auf das kommende Gericht zu. Um aber in dieser dunklen Zeit Orientierung zu bekommen, benötigen wir Licht, dass uns verlässlich den Weg zeigt. Der Apostel Petrus spricht davon:

„Und so besitzen wir das prophetische Wort umso fester, auf das zu achten ihr wohltut, als auf eine Lampe, die an einem dunklen (wild, schmutzig, und da schmutzige Dinge nicht hell sind: düster, finster) Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen" (2. Petr 1,19).

Das prophetische Wort ist wie eine Lampe an einem dunklen Ort. Wenn wir die Prophezeiungen in der Bibel erforschen, studieren und uns wirklich mit Gebet zu eigen machen, dann geben uns diese die Richtung vor und zeigen, auf welchem Weg die Welt unterwegs ist und wohin alles läuft. Die Prophezeiungen sprechen von Gericht und unter anderem von dem Kommen des Herrn, um einmal als König in Seinem Reich zu herrschen.

Gott möchte bei uns durch das Studium Seines Wortes und der Prophezeiungen auch erreichen, dass der „Morgenstern" in unseren Herzen aufgeht. Das geschieht, wenn in Deinem und meinem Herzen die Erwartung auf die Entrückung und das Kommen des Herrn Jesus für die Gemeinde neu geweckt und belebt werden. Dann erwarten wir Ihn in unseren Herzen, bevor Er dann tatsächlich als Morgenstern erscheint, um uns zu sich zu nehmen.

Auch in dem Sendschreiben an die Gemeinde in Thyatira wird der „Morgenstern" erwähnt (Off 2,28). Dort als Belohnung für den Überwinder - auch die Gläubigen der Versammlung in Thyatira werden bei dem Kommen des Herrn für die Gemeinde dabei sein und entrückt bevor die Gerichte beginnen.

Hast Du schon daran gedacht, dass der Herr Jesus heute wiederkommen könnte? Ist der Morgenstern schon in Deinem Herzen aufgegangen oder schläfst Du noch? Nimm Dir Zeit und studiere die Prophezeiungen im Wort Gottes.

© Venus und Erde im Vergleich
Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Wofür gebetet wird Manuel Seibel In einer repräsentativen Befragung wurde ermittelt, dass immerhin jeder dritte „Gläubige“ täglich betet. Aufschlussreich sind auch die Anlässe für das Gebet und der Inhalt der Gebete. Artikel lesen
Die Bibelandacht (5) - Wann eigentlich? Manuel Seibel Wann ist es eigentlich am Besten, die "Morgenandacht" zu haben? Morgens natürlich - sagst Du vielleicht. Was aber, wenn ich ein Morgenmuffel bin? Video ansehen
Bibelandacht (6) - Stundenlang nur für sich andachten? Manuel Seibel Wie lang soll man seine Bibel-Andacht halten? 5 Minuten? 55? 5 Stunden? Und ist „andachten“ nur etwas, was man für sich allein macht, oder gibt Gottes Wort auch andere „Settings“ für die Bibelandacht? Vielleicht ein scheinbar ... Video ansehen
Voraussetzungen zur Jüngerschaft (2) – eine Andacht Christian Achenbach „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein“ (Lukas 14,27). Artikel lesen
1260, 1290 und 1335 Tage Christian Briem Frage: In Offenbarung 12,6 und Daniel 12,11.12 finden wir 3 unterschiedliche Zeitangaben für die letzten 3,5 Jahre vor dem Kommen Christi zur Aufrichtung Seines Reiches - 1260, 1290 und 1335 Tage. Was ist ihre Bedeutung? Manche Ausleger meinen, es ... Artikel lesen
Voraussetzungen zur Jüngerschaft (1) – eine Andacht Christian Achenbach „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter und seine Frau und seine Kinder und seine Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein“ (Lukas 14,26). Artikel lesen