Quicklebendiges Zusammenkommen praktizieren (1)


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast über das Thema, wie man eine sterbende Gemeinde quicklebendig machen kann. Ja, wie komme ich auf das Thema? Das ist das Interview mit einem gläubigen Pastor, der berufen wurde in eine, wie er meint, sterbende Gemeinde. Sie hatte damals noch 50 Besucher, alt und nicht wirklich aktiv, und jetzt sind es 1.300. Und er lässt uns Anteil nehmen daran, wie er das geschafft hat. Ja, da fragen wir uns zunächst, sagt Gottes Wort eigentlich etwas darüber, wie eine Gemeinde, also sagen wir mal, ein örtliches Zusammenkommen, eine örtliche Versammlung entstanden ist? Ja, das sagt uns etwas dazu, das Wort Gottes. Wir lesen in Apostelgeschichte 11 Vers 20, dass einige Männer von Zypern und Kyrene kamen, die, als sie nach Antiochien kamen, auch zu den Griechen redeten und das Evangelium von dem Herrn Jesus verkündigten. (00:01:01) Sie kamen also in diese Gegend, verkündigten das Evangelium, und was passierte? Vers 21, die Hand des Herrn war mit ihnen und eine große Zahl glaubte und bekehrte sich zu dem Herrn. Viele haben sich bekehrt. Wodurch? Durch die Hand des Herrn. Nicht menschliche Überlegungen, nicht Strategien, nicht Gemeindewachstumsseminare, nicht Gemeinde Entstehungsseminare, die da abgehalten wurden. Es war schlicht das Wirken des Herrn. Ich fürchte, dass wir diese Einfältigkeit, diese Schlichtheit heute verloren haben. Ja, wir leben in Europa, in einer Zeit des totalen Niedergangs. Aber haben wir noch Vertrauen, dass der Herr wirkt, dass er belebt? Ja, hier waren auch Menschen tätig, aber nicht mit menschlichen Mitteln, nicht mit Fantasien, nicht mit irgendwelchen theologischen Überlegungen, Gemeindewachstumsaktivitäten, sondern einfach, haben sie das Wort gepredigt, den Herrn vorgestellt. (00:02:03) Dann kam diese Kunde nach Jerusalem und sie sandten dann interessanterweise Barnabas, um sich das anzuschauen. Der, als er hingekommen war und die Gnade Gottes sah, sich freute und alle ermahnte, mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren. Der machte jetzt auch nicht große Veranstaltungen und Hauskreise und Kleingruppen und Großgruppen und sonst was, sondern das, was er machte, er ermahnte und ermunterte, mit einem Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren. Dann sah er, dass da doch irgendwie Belehrung fehlte und dann sehen wir, dass er fast 25 nach Tasos zog, um Saulus aufzusuchen. Und als er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochien und dann belehrte Paulus sie. Das ist also der Weg, den Gott wählt. Jetzt ein paar Gedanken, die ich hier aus diesem Interview genommen habe. (00:03:02) Dieser Pastor, gläubiger Mann, sicher auch sehr entschieden in seinem persönlichen Leben, kam also in diese Gemeinde und dann kamen Leute auf ihn mit Tränen in den Augen und er dachte, die sind in ihren Herzen, in ihrem Gewissen getroffen. Aber sie kamen zu ihm, weil er beim Predigen eine Jeanshose trug und sie waren traurig darüber. Sie meinten, das geht ja gar nicht. Wie kann man darauf reagieren? Ist das Äußere maßgebend? Es ist mit Sicherheit nicht der Mittelpunkt der Sache. Der Mittelpunkt ist Christus. Aber ist das Äußere egal? Ich kann natürlich cool sein. Bei jungen Leuten kommt das an, cool zu sein. Man hat das immer wieder erlebt. Vielleicht kann man dadurch mehr Menschen, mehr Christen in die Gemeinde ziehen, wenn man einfach äußerlich cool ist. Das hat dieser Mann eben vorgelebt. Mir geht es nicht um Jeans. Früher kam das nicht in Frage. Heute gibt es ja auch ordentliche Jeans. (00:04:02) Aber nehmen wir Rücksicht auf die Gefühle. Es geht nicht um Anstoß nehmen, Anstoß geben. Es geht darauf, Rücksicht zu nehmen. Römer 14. Rücksicht aufeinander. Sind wir dazu bereit? Dann finden wir in diesem Interview, was in Edea Spektrum war, dass dieser Pastor sich besonders darum gekümmert hat, kaputte Leute von den Straßen zu holen. Auch da gibt es wieder zwei Seiten. Die eine Seite ist, sind die Zusammenkommen, wo wir sind, wo du zu Hause bist, seid ihr wirklich offen dafür, auch Leute von der Straße zu holen? Ist das wirklich so, dass solche Menschen am Rande der Gesellschaft, arme Menschen sich auch wohlfühlen bei uns, da wo du bist, da wo ich bin, in den Zusammenkünften? Oder würden sie sagen, das ist eigentlich nur eine Gruppe von reichen Christen? Das wäre äußerst bedauerlich. (00:05:01) Hier sehen wir, dass man sich gerade um solche gekümmert hat. Es gibt natürlich auch eine Kehrseite, die darf man nicht übersehen. Was macht man mit diesen Leuten? Nehmen die alle sofort dann am Abend mal teil, am Gedächtnismahl oder werden sie belehrt? Ist klar, dass sie sich bekehren, bekehren müssen, um wirklich echte Gemeinschaft in der Versammlung Gottes im örtlichen Zusammenkommen haben zu können? Ist es so, dass gerade wenn man mit solchen Menschen zu tun hat, wo viel Unreinheit auch vorhanden ist, ich meine nicht äußerlich, ich meine innerlich, wo das moralische Leben oft total kaputt ist, ist uns klar, dass wenn wir das Gedächtnismahl zusammen einnehmen, wir Gemeinschaft miteinander, Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus haben und es nicht egal ist, wie da jemand kommt, mit was für Sünden er kommt, dass die Dinge erst bereinigt sein müssen, dass da erst geklärt sein muss, was eigentlich für einen Lebensweg man geht. Gemeinschaft miteinander macht verantwortlich füreinander. (00:06:01) Wir haben das ja in einigen Artikeln auf dieser Seite auch behandelt. Ja, dieser Pastor, der hat sehr viel über Gemeindewachstum sich angeschaut, sehr viel über Gemeindewachstum auch Seminare besucht. Davon spricht Gottes Wort nicht. Wir brauchen nicht Seminare über Gemeindewachstum zu besuchen, uns damit zu beschäftigen, um für den Herrn in einem örtlichen Zusammenkommen zu arbeiten. Wir brauchen ein Herz für den Herrn, wir brauchen Treue, wir brauchen das Wort Gottes. Das ist maßgebend. Das Wort Gottes spricht nicht von Bibelschulen. Dann sagt er hier, wir sind nicht nur am Sonntag an den Menschen interessiert, sondern sie wollen auch helfen, in der Woche täglich weiter zu wachsen. Ein ganz wichtiger Punkt, meine ich, man wird Gläubige nur in einem örtlichen Zusammenkommen auch weiterführen können, auch wenn man so will, halten können, wenn man sich um sie (00:07:03) kümmert. Wenn es solche gibt, die einen Ältestendienst ausführen, die wirklich Zeit investieren für die Gläubigen, nur dann, wenn man sich Zeit nimmt füreinander. Die Zusammenkünfte sind natürlich der Gipfelpunkt, warum Matthäus 18 zeigt, dass der Herr Jesus selbst verheißen hat, in der Mitte zu sein. Aber es ist bei weitem nicht das Einzige, das Versammlungsleben, das Gemeindeleben, das kann sich ja nicht darin erschöpfen, dass wir in den Zusammenkünften zusammen sind. Wir sind sieben Tage in der Woche im Haus Gottes, sieht man das, merkt man das in unserem Miteinander? Dann ist auch interessant, dass man sich hier wirklich darum kümmert, dass jeder in dieser örtlichen Gemeinde, in diesem örtlichen Zusammenkommen seine Begabung, die er von dem Herrn empfangen hat, auch auslebt. Dass man da nicht versucht zu steuern, du musst das machen, du musst jenes machen, aber dass man ermutigt, wirklich diese Begabung auszuleben, danach zu handeln. (00:08:06) Sind wir auch solche, die motivieren, die ermuntern? 1. Petrus 4 zeigt uns ganz deutlich, dass jeder von uns eine Aufgabe hat. Und sind wir solche, die das versuchen zu steuern, vielleicht einzuengen, nur solche etwas tun zu lassen, die nach unseren Vorstellungen handeln? Oder sind wir uns bewusst, dass jeder, der nach seinem Herrn verantwortlich ist, natürlich als Gläubiger inmitten der Versammlung Gottes lebt, auch insofern unter der gemeinsamen Verantwortung. Aber in dem Dienst, dem Herrn verantwortlich ist, und jeder möchte ja diesen Dienst auch in Gemeinschaft mit seinen Geschwistern tun, aber lassen wir diese Vielfalt, die der Apostel Paulus in 1. Korinther 12 uns zeigt, auch zu? Das ist mal so ein erster Schritt und wir machen noch einen zweiten Podcast zu diesem Thema, weil es doch noch einige weitere Punkte gibt, aber denk mal über diese Punkte nach. Arbeitest du wirklich für den Herrn? Nimmst du deine Zeit dafür, um dem Herrn zu dienen? (00:09:02) Und bist du wirklich jemand, der den Herrn in den Mittelpunkt stellt, nicht nur in den Zusammenkünften, sondern auch in der Woche? Das wünsche ich dir, das wünsche ich uns allen, damit wir wirklich ein lebendiges Christentum leben und auch in den örtlichen Zusammenkommen, in den örtlichen Versammlungen, Gemeinden wirklich Christus ausleben. Dazu wünsche ich dir Gottes Gnade.
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