Ankündigungen von Elia und Johannes im Alten Testament

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© Johannes der Täufer

Es mag nützlich sein, die verschiedenen Ankündigungen in Bezug auf Elia bzw. Johannes den Täufer im Alten Testament zu streifen.

a) Jesaja 40,3-5: „Stimme eines Rufenden: In der Wüste bahnt den Weg des Herrn; ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden; und das Höckerige soll zur Ebene werden, und das Hügelige zur Talebene! Und die Herrlichkeit des Herrn wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird sie sehen; denn der Mund des Herrn hat geredet."
Diese Weissagung wird in Lukas 3,4.5 und in Matthäus 3,3 zitiert als ein direkter Hinweis auf Johannes den Täufer. Er hat diese Weissagung direkt erfüllt.

b) Maleachi 3,1.2: „Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereite. Und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt: Siehe, er kommt, spricht der Herr der Heerscharen. Wer aber kann den Tag seinen Kommens ertragen, und wer wird bei seinem Erscheinen bestehen? Denn er wird wie das Feuer des Schmelzers sein und wie die Lauge der Wäscher."
Das Zitieren des ersten Teils von Vers 1 in Matthäus 11,10, Markus 1,2 und Lukas 7,27 zeigt deutlich, dass der erste Satz durch Johannes damals erfüllt wurde. Der zweite Teil dieses Verses in Verbindung mit Vers 2 zeigt jedoch ebenso klar, dass die eigentliche und endgültige Erfüllung der Weissagung in ihrer Gesamtaussage noch vor uns liegt. Sie wird geschehen, wenn der Herr Jesus noch einmal auf diese Erde kommen wird. Diesem Kommen geht das Feuer des Schmelzers und die Lauge der Wäscher voraus.

c) Maleachi 3,23.24: „Siehe, ich sende euch Elia, den Propheten, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare. Und er wird das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern wenden, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage."
Dieser Vers wird im Neuen Testament nicht direkt zitiert. Er bezieht sich tatsächlich nicht auf Johannes den Täufer, sondern auf einen Propheten, der kurz vor dem zweiten Kommen des Herrn Jesus der Wegbereiter des Herrn sein wird, und zwar im Namen und Charakter Elias. Vielleicht wird er einer der zwei Zeugen sein - oder sie beide sind die Erfüllung der Weissagung Maleachis -, von denen man in Offenbarung 11,6 lesen kann. Diese beiden Zeugen werden in der Kraft von Mose und Elia auftreten, das heißt, sie wirken ganz ähnliche Wunder wie diese.
Und doch gibt es eine Anspielung auf Maleachi 3,24 im Neuen Testament. Vor seiner Geburt war Johannes angekündigt worden als ein Mann, der „in dem Geist und der Kraft Elias" auftreten würde (Lk 1,17). Sein Anliegen war eine moralische Erfüllung der Weissagung Maleachis. Denn Johannes sollte tätig sein, „um die Herzen der Väter zu den Kindern zu bekehren und Ungehorsame zur Einsicht von Gerechten" zu bringen. Johannes ist dies nicht gelungen, weil das Volk so widerspenstig war.

 

© Johannes der Täufer
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