Ehe für alle – aus anderer Perspektive

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Im Zusammenhang mit der Abstimmung über die „Ehe für alle“ bekam ich mehrere Aufrufe, an einer Petition gegen die „Ehe für alle“ teilzunehmen. In diesem Artikel gehe ich nicht der Frage nach, warum die Teilnahme an einer solchen Petition im Widerspruch zu unserer christlichen Stellung als Christen, als Erlöste steht.

Mir geht es jetzt darum, dass ich diesen Aufruf unter anderem von jemand zugeschickt bekommen habe, der selbst in einem sündigen Zustand lebt (intimer Verkehr außerhalb der Ehe). Das ist wieder einmal ein Hinweis für jeden von uns (für mich zuerst) darauf, wie klar man den „Splitter, der in dem Auge deines Bruders ist“, sehen kann, während man den Balken im eigenen Auge übersieht (Mt 7,3-5). Man selbst lebt in Unzucht und sieht gar nichts dabei, meint aber, die „Ehe für alle“ stark verurteilen zu müssen.

Leider wird inzwischen nicht mehr klar gesehen, dass Gott jeden sexuellen Verkehr außerhalb der Ehe als „Hurerei“ bezeichnet. Das gilt auch (!), wenn man „nur“ mit einer Person zusammenlebt, aber eben außerhalb der Ehe. Manche haben sich den gesellschaftlichen Strömungen hier angepasst und meinen, dass sei doch keine Hurerei. Doch “ Gott bezeichnet es genau so!

Aber wir dürfen nicht nur sexuelle Sünden als böse ansehen. Auch hier besteht die Gefahr, dass wir andere Bereiche unseres Lebens wieder ausklammern. Der Apostel beschränkt sich in 1. Korinther 5 und 6 nicht auf sexuelle Sünden, wenn er von sündigen Zuständen spricht: Habsüchtige, Räuber, Götzendiener, Schmäher, Trunkenbolde. Und man könnte in anderen Listen des Neuen Testaments nachsehen, wo weitere Sünden genannt werden. Lasst uns insbesondere bei uns selbst einen klaren Blick über Böses bewahren und nicht in erster Linie auf andere schielen!

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