Kirche erteilt bibeltreuen Christen Hausverbot – Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung

Lesezeit: 2 Min.

Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Stephan in Vlotho hat 13 Mitgliedern einer anderen Kirchengemeinde Hausverbot erteilt. Gegen sie wurde zudem eine Strafanzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung erstattet. Soweit kann es unter solchen kommen, die sich Christen nennen. Hintergrund dieser Aktion ist, dass die 13 bibeltreuen Christen die Ansicht vertreten, dass praktizierte Homosexualität aus biblischer Sicht Sünde ist. Im Alten und im Neuen Testament gebe es Bibelverse, die deutlich machten, dass Homosexualität nicht dem Willen Gottes entspricht. Und das haben diese Gläubigen in einem Leserbrief ausgedrückt.

So kann es kommen, dass Christen deshalb, weil sie eine biblische Sicht vertreten, vor einem weltlichen Gericht angeklagt werden - leider hat es das unter Gläubigen schon häufiger gegeben. Dass eine solche Anzeige im Widerspruch zu Gottes Wort steht, macht 1. Korinther 6,1 klar: „Darf jemand unter euch, der eine Sache gegen den anderen hat, vor den Ungerechten rechten und nicht vor den Heiligen?"

Was ist der Grund für die Anzeige und das Hausverbot? Das Presbyterium der Stephan-Gemeinde meint, dass er Leserbrief „gegenüber allen homosexuell lebenden Menschen diskriminierend und verletzend" sei. Hintergrund ist, dass der Pfarrer Jörg-Uwe Pehle in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit einem Mann zusammenlebt. Das Presbyterium hatte zuvor geschrieben, dass Homosexualität keine Sünde sei und weder gegen die göttliche Schöpfungsordnung verstoße, noch „wider die Natur" sei. Anscheinend haben diese Kirchenverantwortlichen der Evangelischen Kirche Römer 1,27 aus ihrer Bibel gestrichen: „Ebenso haben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und in ihrer Wollust sind sie zueinander entbrannt, indem sie, Männer mit Männern, Schande trieben und den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfingen."

Wir wissen von dem Herrn Jesus, dass seine Jünger mit Widerstand in dieser Welt rechnen müssen. Darin eingeschlossen ist die religiöse Welt, wie sie in diesen Kirchen deutlich wird. „Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihre lieb haben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst euch die Welt. Erinnert euch an das Wort, dass ich euch gesagt habe: Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen" (Joh 15,18-20).

Damit müssen wir zunehmend rechnen, wenn wir dem Herrn treu sein wollen. Sogar unter Christen, leider zuweilen auch unter bekehrten Christen.

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Der Weltjugendtag in Köln – Lektionen für bibeltreue Christen Manuel Seibel Ende August 2005 fand in Köln der Weltjugendtag der Römisch-Katholischen Kirche statt. Eine Woche lang beherrschte dieses Ereignis die Medien. Über eine Million Teilnehmer zählte der Abschlussgottesdienst, der von Papst Benedikt XVI. zelebriert ... Artikel lesen
Bibeltreue in der Evangelischen Kirche werden kritisiert Manuel Seibel Pfarrer, die sich auf die „Seite“ der Bibel stellen, werden jetzt von dem Landesbischof Jochen Bohl (Dresden, Sachsen) deutlich kritisiert. So werden Bibeltreue aus dieser Kirche Martin Luthers gedrängt. Der Evangelist und Liedermacher Lutz ... Artikel lesen
Das Tempo – Tempo und Sauberkeit Manuel Seibel Eine geniale Idee, die wohl jeder heute nutzt. Man lässt die ganzen Bazillen nicht in der Hosen- oder Rocktasche, sondern das Ganze wandert sofort in den Müll. Eine gute Übung - auch für unser geistliches Leben! Artikel lesen
Umgang mit Christen, die anders empfinden (FMN) Manuel Seibel Gender-Mainstreaming ist inzwischen prägendes Merkmal unserer Gesellschaft geworden. Aber auch als Christen leben wir nicht unbeeinflusst von diesen Strömungen und Moden. Daher stellt sich die Frage, wie wir damit umgehen, wenn wir selbst oder ... Artikel lesen
Markus 10,32-34 Manuel Seibel Der Herr Jesus befand sich auf dem Weg nach Jerusalem und die Jünger spürten, dass dort etwas passieren würde, was furchtbar sein musste. Sie entsetzten sich. Aber der Meister ging ihnen voran. Denn Er ist auch ihr Retter! Podcast anhören
Die Geschichte von drei Versammlungen (Gemeinden, Kirchen) Grant W. Steidl Kennst Du schon die Versammlungen (Gemeinden, Kirchen) A, B und C? Vielleicht ist auch für das Zusammenkommen, dem Du regelmäßig beiwohnst, eine Lektion dabei! Artikel lesen