Ein himmlisches Meisterwerk, das nicht zerstörbar ist

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  1. „Und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen." Mit dieser Aussage schließt dieser inhaltsreiche Vers. Weder der Tod noch derjenige, der die Macht des Todes hat, das ist der Teufel (vgl. Heb 2,14), können irgendetwas gegen die Versammlung des Sohnes des lebendigen Gottes ausrichten. Hier geht es nicht um den Ort, wo die Verlorenen sind. Die „Pforten" oder Tore sprechen vom Sitz der Verwaltung und Regierung. Stellen wie Ruth 4,1-6 zeigen das. Hier ist also der Regent des Hades und des Todes gemeint. Das ist Satan. Aber er kann die Versammlung nicht überwältigen. Sie hat ein sicheres Fundament - den Felsen, Christus. Sie hat einen vollkommenen Baumeister - Ihn selbst, den Sohn des lebendigen Gottes. Er hat den Tod überwunden und den zunichte gemacht, der die Macht des Todes hat (vgl. Heb 2,14). Daher kann die Versammlung nie mehr getrennt werden von Ihm, ihrem Retter und Eigentümer. Sie ist in diesem Sinn unbezwingbar. Das können wir nur verstehen, wenn wir den Gedanken von Epheser 2 und nicht den unserer Verantwortung in 1. Korinther 3 mit diesen Versen verbinden. Denn unser Handeln hat alles zerstört. Aber Gott sei Dank - das, was Er tut, ist und bleibt vollkommen. Dadurch lässt Er nicht zu, dass Satan die Versammlung überwältigt, genauso, wie Er nicht zuließ, dass Balak und Bileam das Volk Israel durch einen Fluch zerstörten (vgl. 4. Mo 24-26). Was für eine Sicherheit für die Versammlung liegt in diesen Worten! 1
  2. Mit diesem neuen Bauwerk ist eine sehr ernste Seite für das Volk Israel verbunden: Bislang war das Volk Israel der Zeuge Gottes auf der Erde. Nachdem der Herr sich von seinem Volk abwenden musste, vollzog Er mit diesem großartigen neuen Bauwerk zugleich das Gericht an seinem irdischen Volk. Anstelle seines irdischen Volkes würde jetzt diese Versammlung als sein Zeuge auf der Erde dienen. Israel hat somit aufgehört, Leuchter Gottes zu sein. Denn der Sohn des lebendigen Gottes hat sich einen neuen Leuchter gewählt: die Versammlung. Zur Zeit der Unterredungen, die wir in Matthäus 16 finden, war sie noch zukünftig. Aber die Offenbarung der göttlichen Gedanken zeigt, dass dieser Schritt nun unaufhaltbar war. Später erklärt der Herr das in dem Gleichnis vom Weinberg: „Den Weinberg wird er an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte abliefern werden zu ihrer Zeit" (Mt 21,41). Bemerkenswerterweise verwendet der Herr hier ein ähnliches Bild von Felsen und Stein, wenn Er von dem verworfenen Stein und dem Eckstein spricht.
  3. Abschließend darf noch eine schöne Seite vor uns kommen, die hier angedeutet wird: Die Versammlung muss himmlischer Natur sein. Alles, was auf der Erde ist, wird einmal „begraben" werden, selbst die Schöpfung als solche. Die Versammlung dagegen kann vom Tod nicht angetastet werden. Als Erklärung dafür bleibt nur: Sie ist himmlischer Natur. Sie kommt aus dem Himmel, sie gehört zum Himmel, sie wird ihren ewigen Aufenthaltsort im Himmel haben. Menschen, auch Gläubige, gehen heim. Aber die Versammlung bleibt. Und wenn die Erde nicht mehr der passende Aufenthaltsort für sie sein wird, geht sie, verbunden mit dem in ihr wohnenden Heiligen Geist, in den Himmel. Als Braut Christi wird sie ewig bei Ihm, ihrem geliebten und sie liebenden Bräutigam sein.

Fußnoten

  • 1 Zu diesem Punkt gibt es noch eine zu Herzen gehende Parallele im Alten Testament. Manche Ehefrauen von Männern Gottes sind Vorbilder auf die Versammlung Gottes. Eva, die Frau von Adam, gehört dazu. Ein schönes Beispiel ist auch Rebekka, die Ehefrau von Isaak. Wir wissen, dass sie gestorben ist. Aber eine Mitteilung über ihren Tod suchen wir im Alten und Neuen Testament vergeblich. Soll uns das nicht andeuten, dass die Versammlung nicht dem Tod unterliegt? Viele Gläubige sind in den vergangenen fast 2.000 Jahren gestorben (heimgegangen). Die Versammlung ist in ihrer Existenz dadurch nie beeinträchtigt worden. Wenn der Augenblick kommt, dass der Herr Jesus wiederkommt, dann werden die lebenden Gläubigen verwandelt werden (1. Thes 4,17). Und die Versammlung? Sie wird von einem Augenblick auf den nächsten im Himmel sein. Der Tod hat sie nie „berührt" und wird es auch nie tun. Die Amme Rebekkas, die mit ihr zu Isaak gezogen war (1. Mo 24,59), starb (1. Mo 35,8). Sie ist ein Bild des Zeugnisses der Versammlung auf der Erde, das tatsächlich zu Ende gehen wird. Aber die Versammlung als solche hat mit dem Tod nichts zu tun.
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