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Eine kananäische Frau kam zum Herrn Jesus und wollte von Ihm als Messias Hilfe erfahren. Der Herr Jesus antwortet ihr nicht, weil sie lernen musste, dass Er nicht ihr Messias war, sondern der des Volkes Israel. Aber weder von diesen Worten noch von der Ablehnung der Jünger lässt sich diese Frau abweisen. Weiter bittet sie um seine Hilfe. Daraufhin antwortet der Herr das oben zitierte Wort.

Er weiß, dass diese Frau bereit ist, in ihrem Glauben noch weiter zu gehen. Sie stellt gewissermaßen eine Vorerfüllung des Wortes von Petrus dar: „Die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es nötig ist, betrübt seid durch mancherlei Versuchungen; damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer als die des Goldes, das vergeht, aber durch Feuer erprobt wird, befunden werde zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi“ (1. Pet 1,6.7). Der Herr prüfte den Glauben dieser Frau, wie Er viele hunderte Jahre zuvor den Glauben von Abraham getestet hatte, um diesen umso herrlicher hervorstrahlen zu lassen.

Das erkennen wir aus der demütigen Antwort dieser Frau: „Sie aber sprach: Ja, Herr; und doch fressen die Hunde von den Brotkrumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen.“ Sie spricht Jesus nicht mehr als Messias an, sondern als Herrn. Sie bleibt sich bewusst, dass Er Autorität über sie besitzt. Und sie gibt zu, dass sie zu exakt den Hunden gehört, von denen Jesus gesprochen hat. Sie ist zufrieden mit den Brotkrumen, die vom Tisch herunterfallen. Diese Reste der Mahlzeit der Kinder, also des Volkes Gottes, reichen aus, um auch die Heiden mit dem Segen zu versorgen, den sie nötig haben.

Sie macht keine Ansprüche mehr geltend, sie bekennt sich zu der verworfenen Stellung der Heiden und nimmt dankbar die Gnade an, die Gott ihr schenken möchte. Eine hohe Meinung von sich selbst ist oft gepaart mit schwachem Glauben, eine demütige Gesinnung dagegen mit starkem Glauben.

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