Ein Sonnenaufgang anderer Art

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„Aus den Kindern schaut immer ein Sonnenaufgang", sagte einmal der Schweizer Schriftsteller Ernst Kappeler (1911-1987). Er sah sich als ein Anwalt der Kinder, für die er viele Bücher geschrieben hat.

Diese Freude wünscht man vielen jungen Ehepaaren. Gott hat Adam und Eva und durch sein Wort auch uns gesagt: „Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde" (1. Mo 1,28).

Man wünscht jungen Paaren, dass sie den Mut haben, bewusst und freudig Kinder zu zeugen, den Kindersegen Gottes anzunehmen. Es ist und bleibt ein Segen. Und derjenige, der diesen „Sonnenaufgang" der Kinder einmal erlebt hat, möchte ihn nicht mehr missen. Oder?

Kinder sind ein Geschenk Gottes. Wir wissen und müssen akzeptieren, dass Gott für manche Ehepaare einen anderen Weg hat. Nicht, weil sie keine Kinder wollen - das ist nie der Weg Gottes, sondern weil Er ihnen, obwohl sie gerne Kinder hätten, keine Kinder schenkt. Das anzunehmen ist schwer - und als Vater von Kindern kann man hier kaum von „Mitempfinden" sprechen, obwohl dieses vorhanden ist.

Aber in einer Zeit, die moralisch und lehrmäßig vollkommen finster ist, lohnt es sich dennoch, das „Wagnis" Kinder einzugehen. Gott schenkt sie. Und wenn wir sie mit der Hilfe Gottes, im regelmäßigen Gebet zu Ihm und in seiner Kraft zu erziehen versuchen, wird Er viel Freude schenken.

Kindererziehung ist kein Kinderspiel. Es kostet viel Mühe, auch viele Nerven. Und Eltern, die sich alle Mühe gegeben haben und dennoch erleben müssen, dass Kinder eigene Wege gehen, haben mit viel Leid und Tränen zu kämpfen. Manche Fragen bleiben auch - jedenfalls zeitweise - unbeantwortet.

Aber der Gedanke des Sonnenaufgangs ist dennoch richtig. Das werden auch solche Eltern oft bestätigen. Schenke Gott noch vielen Christen solche beeindruckenden und beschämenden Sonnenaufgänge. Kinder sind ein Geschenk unseres liebenden Vaters!

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