Der Prophet in seiner Stadt

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Diese Verse dieses Kapitels zeigen, wie die Menschen der Heimatstadt unseres Herrn auf die Worte und das Wirken Jesu insgesamt und besonders nach der Verkündigung der 8 Gleichnisse (in Matthäus 13) reagiert haben. Wenn wir den Bericht von Markus hinzuziehen (Mk 6,1-6), erkennen wir, dass der Herr schon nach der Heilung der Tochter des Jairus in seiner Heimatstadt diese Verachtung erleben musste (vgl. Mt 9,23-26). Bei Markus geht es darum, dass die Menschen den Dienst des vollkommenen Dieners ablehnten. Matthäus zeigt uns mehr, dass sie ihren Messias ablehnten, der in Wort und Tat zu ihnen gekommen war.

Anscheinend finden wir hier die zweite öffentliche Verwerfung des Herrn in seiner früheren Heimatstadt, wenn wir einmal von der ständigen Ablehnung des Herrn Jesus durch die Pharisäer und Schriftgelehrten absehen. Der Bericht in Lukas 4,16-30 scheint sich auf einen früheren Zeitpunkt im Dienst des Herrn zu beziehen als unser Text. Von Anfang an warf man Ihn aus der Mitte der Juden hinaus. Hier, nach Matthäus 13 und Markus 6, ist Christus offenbar nach Nazareth zurückgekehrt und erneut verworfen worden.

Obwohl Ihn die Juden abgelehnt haben und Er selbst sein eigenes Volk verwerfen musste, bemühte Er sich immer noch – bis ans Ende, ja sogar noch durch seine Diener in der Apostelgeschichte auch nach seinem Tod – um sein irdisches Volk. So lehrt Er sie in ihrer Synagoge. Von einer Synagoge Gottes ist keine Rede.

Trotz der Abneigung der Menschen lesen wir, dass die Worte des Herrn immer noch einen großen Eindruck machten. Das hatten wir schon in Matthäus 4,24 gesehen. Auch am Ende der Bergpredigt lesen wir: „Als Jesus diese Reden vollendet hatte, da erstaunten die Volksmengen sehr über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten“ (7,28.29). Immer wieder haben die Worte des vollkommenen Königs solche Eindrücke hinterlassen.

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