An Falschem festhalten

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„Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machten und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem!“ (Jes 5,20).

Gott spricht hier ein sechsfaches Wehe aus über sein Volk, das in Sünden verharrte. Das vierte Wehe handelt vom Verdrehen moralischer Grundsätze. Das Böse wird gut und das Gute böse genannt. Das ist in Gottes Augen verwerflich.

Wie leicht können auch wir an Falschem, an Bösem festhalten, als ob wir daran gefesselt und festgebunden wären … Wir wissen, dass eine bestimmte Handlungsweise, bestimmte Tätigkeiten, Begierden, Besuche, bestimmte Gedankengänge, bestimmte Lehrmeinungen unbiblisch sind. Aber weil wir nicht davon lassen wollen, halten wir daran fest. Manchmal versuchen wir vielleicht sogar, unser Tun noch „geistlich“ zu begründen und irgendwie zu verteidigen, damit wir uns nicht korrigieren müssen.

Wir alle tun uns sehr schwer damit, einen Fehler einzugestehen und das Falsche zu bekennen; jeder von uns! Aber an Verkehrtem festzuhalten und möglicherweise durch ein schlechtes Vorbild andere noch mitzureißen, ist schädlich: für uns selbst, weil wir in falschen Gedanken, Verbindungen oder Handlungsweisen verharren; aber auch für andere, weil sie von uns beeinflusst werden und in eine falsche Richtung gelenkt werden.

Wir müssen immer äußerst vorsichtig sein, das bei anderen beurteilen und vor allem verurteilen zu wollen (vgl. Mt 7,1-5). Aber mit uns selbst sollten wir schonungslos umgehen, selbst wenn es uns etwas kostet. Überwindung und Selbsteinsicht sind für niemand von uns leicht. Das kostet …

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