Das Zeichen des Todes des Herrn

Lesezeit: 2 Min.

Das Zeichen, das Christus seinen Feinden, den Pharisäern, gab, ist die Begebenheit von Jona. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so erscheint: Kann es ein größeres Zeichen als das geben, was auf den Tod des Herrn hinweist? Wer hätte gedacht, dass der untreue Jona nach seiner Flucht und dem Gericht Gottes nicht nur zu einem Bild von Christus werden würde? Schon das war gewaltig. Aber er und das, was mit ihm geschah, war ein Zeichen, das in die Zukunft deutete. Und es war das letzte Zeichen, das der Herr diesen bösen Menschen noch geben wollte.

Worum geht es nun bei diesem Zeichen im Einzelnen? Die Geschichte von Jona weist ungefähr 900 Jahre vor dem Kommen Christi auf dessen Leiden, Sterben, Begräbnis und Auferstehung hin. Jona wurde ins Meer geworfen, was eigentlich seinen Tod bedeutet hätte. So würde auch Christus in den Tod gehen - Er tatsächlich!

Dann aber wurde Jona von einem großen Fisch verschlungen und war drei Tage und drei Nächte in dessen Bauch. Das ist ein Bild des Grabes Jesu, in dem der Herr drei Tage und drei Nächte, von Freitag bis Sonntag, zubringen würde. Jona war „nur" in einem Fisch (was für ihn sogar eine Bewahrung vor dem Ertrinken darstellte) - der Herr aber musste tatsächlich als der Gestorbene im „Herzen der Erde" sein, in einer Gruft, in der Nähe von Golgatha. Was hat Er für uns alles auf sich genommen!

Aber am Ende dieser drei Tage würde Er auferstehen, so wie Jona - durch ein Wunder - von dem Fisch wieder ans Land ausgespien wurde. Ja, was für ein Wunder ist die Auferstehung Christi! Es zeigt Gottes Macht und die „überragende Größe seiner Kraft" (vgl. Eph 1,19.20).
Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Die zweite Ankündigung des Todes des Herrn im Matthäusevangelium Manuel Seibel "Als sie sich aber in Galiläa aufhielten, sprach Jesus zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen überliefert werden, und sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auf-erweckt werden. Und sie wurden sehr betrübt" (Mt ... Artikel lesen
Werk des Herrn – ein Arbeitgeber, viele Mitarbeiter von Ernst-August Bremicker (FMN) Manuel Seibel Der Dienst der Gläubigen wird an zwei Stellen im Neuen Testament „Werk des Herrn“ genannt (1. Kor 15,58; 16,10). Unter dieser Überschrift gibt es im Beröa-Verlag ein Buch von Ernst-August Bremicker, das jeden Gläubigen anspornen sollte, mit ... Artikel lesen
Das Passah des Herrn -eine Aktuelle Auslegung Martin Schäfer Das Evangelium für Gläubige - so hat man den Bericht über das Passahfest im 2. Buch Mose genannt. Aber haben Christen das Evangelium denn noch nötig? Paulus jedenfalls wollte extra deshalb nach Rom kommen - daher sollten auch junge Christen ... Artikel lesen
Gedankensplitter zum Brief des Herrn Jesus Christus an die Versammlung in Pergamus Der Herr hatte den Niedergang in der Versammlung (Gemeinde) Gottes, der nach der Zeit der Apostel eingesetzt hatte (Brief an Ephesus), durch Verfolgungen und Drangsale aufgehalten (Smyrna). Es war eine erstaunliche Zeit der Leiden und zugleich der ... Artikel lesen
Meilensteine im Leben eines Christen Manuel Seibel Band 1: Die christliche Taufe Band 2: Das Brotbrechen Artikel lesen
Voraussetzung: Tod, Verherrlichung des Herrn sowie Sendung des Heiligen Geistes Manuel Seibel „Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus; und auf diesen Felsen werde ich meine Versammlung bauen“ (Mt 16,18) - eine kurze Andacht. Artikel lesen