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Gott möchte, dass wir Ihn anschauen, Ihn allein verehren und dadurch in das Bild Gottes verwandelt werden. (2. Kor 3,18) Dazu ist es unabdingbar, dass wir die richtige Vorstellung von Gott haben und wissen, wer Er ist und wie Er ist.

Bevor wir uns mit der unbeschreiblichen Heiligkeit Gottes befassen wollen, sei noch gesagt: Gott ist ganz sicher anders als Du denkst. Er ist größer, Er ist mächtiger, heiliger und liebevoller als Du es Dir jemals vorstellen kannst. Diese Aufzählung über das Wesen und die Eigenschaften Gottes könnte man jetzt fortsetzen, und Du würdest bei der Beschäftigung mit Ihm selbst merken, dass Er einfach unfassbar für Deinen begrenzten Verstand ist.

„Wer ist dir gleich unter den Göttern, Jahwe! Wer ist dir gleich, herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhm, Wunder tuend!" (2. Mose 15,11)

Gott ist heilig. Zunächst einmal müssen wir die Frage stellen, was „heilig" überhaupt bedeutet? Das Wort „heilig" meint in der Bibel in der Regel folgendes: „abgesondert sein", oder „etwas für sich zur Seite stellen".

Wenn wir dabei an Gott denken, wollen wir uns jetzt schwerpunktmäßig mit einer Aussage über seine Heiligkeit beschäftigen:

  • Gott ist vollkommen heilig, abgesondert von der Sünde

Gott ist vollkommen heilig, abgesondert von der Sünde

Dass Gott heilig ist bedeutet, dass Er moralisch vollkommen ist. Er ist perfekt, ohne inneren Bezug zur Sünde. Der Prophet Habakuk sagt, dass er zu rein von Augen ist, „um Böses zu sehen" (Habakuk 1,13). Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass Gott die Sünde nicht anschauen kann - aber Er kann keinerlei Zustimmung dazu geben, Er findet keinen Gefallen daran. Gott hasst die Sünde. Gott hat keine Toleranz der Sünde gegenüber.

„Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: dass Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist." (1. Johannes 1,5)

Der Herr Jesus selbst hat Gott den Vater für uns sichtbar gemacht, Er hat Ihn offenbart (Johannes 1,18). In seinem Leben wurde seine vollkommene Heiligkeit in seiner Reinheit sichtbar. Er selbst war vollkommen sündlos, Er tat die Sünde nicht, kannte sie nicht und sie war nicht in Ihm.

Wir wollen jetzt an das Kreuz von Golgatha schauen, um zu sehen, wie sich Gottes Heiligkeit in besonderer Weise dort entfaltet hat: Der Herr Jesus hängt dort, angenagelt an ein Holzkreuz, zwischen zwei brutalen Verbrecher. Wir wissen, dass Er dort hängt, um stellvertretend für uns zu sterben. Aber wie wird Gott mit seinem eigenen Sohn umgehen? Wie schwer wiegen unsere Sünden in Gottes Augen? Wir stellen fest, dass ein heiliger Gott nicht einfach darüber hinweggehen kann. Sünde ist keine Nebensache bei Gott, und Golgatha zeigt, wie teuer der Preis ist, den unser Herr wegen unserer Sünden zahlen muss. Es wird dunkel, finstere Nacht am hellen Tag. Wir hören nichts mehr. In Sacharja 13,7 lesen wir, was jetzt geschieht: „Schwert, erwache gegen meinen Hirten, gegen den Mann, der mein Genosse ist!"

Das Schwert eines heiligen Gottes richtet sich gegen seinen eigenen Sohn im Gericht über unsere Sünden. Gott muss plötzlich gegen Ihn sein. Wir können nur ganz wenig von dem verstehen, was Er bereits durchlitten hatte, als Er ausrief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?". Aber in Psalm 22,4 gibt Er auch selbst eine Antwort darauf, warum Gott Ihn verließ: „Denn du bist heilig!"

So schwer wiegt unsere Sünde in Gottes Augen, und so hoch war der Preis, der gezahlt werden musste. Gottes Heiligkeit kennt keine Kompromisse.

Gottes Heiligkeit soll unsere Heiligung bewirken

„Sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr heilig in allem Wandel; denn es steht geschrieben: "Seid heilig, denn ich bin heilig" (1. Pet 1,15.16).

Gott möchte uns umgestalten in das Bild seines eigenen Sohnes, Er möchte, dass wir seine Nachahmer sind (Epheser 5,1) - und das auch in Heiligkeit. An anderer Stelle sagt Gottes Wort auch, dass die Heiligkeit Gottes Wille für unser Leben ist. Wenn wir Ihn intensiv betrachten, wie Er selbst ist, dann wird es uns leichter fallen der Sünde zu widerstehen, es wird eine tiefe Wertschätzung für Gott selbst in uns wachsen, und wir werden ehrfürchtig über Ihn denken und reden.
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