Den Jüngern wird Gewalt anvertraut

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In diesem Vers erkennen wir etwas von der Autorität, die unser Herr besaß, als Er auf dieser Erde war. Eigentlich geht es darum, dass den Jüngern Gewalt übertragen wird. Aber wer ist in der Lage, eine solche Gewalt anderen zu übergeben, wenn nicht jemand, der über diese Gewalt selbst verfügt, ja eine viel größere Autorität haben muss, wenn Er davon etwas an andere weiterzugeben vermag. Trotz seiner Niedrigkeit, die auch in diesem Evangelium immer wieder zu bewundern ist, bleibt Jesus Christus der Herr der Ernte, der aussendet und Gewalt überträgt. So, wie der Vater Ihn gesandt hatte, sandte Er jetzt auch die Jünger aus.

Im Unterschied zum Markus- und Lukasevangelium lesen wir bei Matthäus an dieser Stelle nichts von der Berufung der Apostel in seine Nachfolge. Der König hatte in Kapitel 4 vier Personen in seine Nachfolge gerufen; Matthäus, der Schreiber des Evangeliums, folgt in Kapitel 9. Aber die Auswahl der 12 Apostel als solche finden wir hier nicht. Im Lukasevangelium lesen wir, dass der abhängige Mensch in der Nacht zu seinem Vater betete, um am nächsten Morgen seine Jünger auszuwählen. Im Markusevangelium lesen wir, dass Er als Sohn Gottes erkannt worden war. So besaß Er Autorität, Menschen in seinen Dienst zu rufen. Hier lesen wir nur, wer seine Apostel waren. Als König musste Er niemand Rechenschaft ablegen, wer seine Apostel waren. Wichtiger ist hier, dass Er sie aussandte, um Menschen zu heilen und gesund zu machen. Der König war nicht an seiner Ehre interessiert, sondern daran, den Menschen in ihren Nöten zu helfen. Darin ist Er auch für uns ein Vorbild.

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