Die Daumen drücken

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Immer wieder ist auch von Christen zu hören, wenn es um Gesundheit geht, um Prüfungen, Klassenarbeiten: Toi, toi, toi - das wird schon gut gehen. Oder: Drück mir fest die Daumen (auch im Blick auf ein Fußballspiel). Aber was ist das? Nichts anderes als Aberglaube, als ob es okkulte Kräfte in Holz, in der Luft, im Daumen gäbe, die irgendetwas bewirken könnten.

Jetzt hörte ich, wie Ursula von der Leyen, die als Politikerin immer wieder mit dem christlichen Glauben verbunden wird, an einem Wahlabend genau diesen Spruch wählte: Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es ... kommt. Das sind Worte, die für uns Christen wieder einmal zu einer Vermischung von Glaube und Unglaube, von Bibel und Tradition werden. Man kann sich davon nur abwenden.

Nein, als Christen vertrauen wir auf Gott. Wir wissen, dass Er alle Dinge zum Guten mitwirken lässt, ob wir sie als für uns nützlich empfinden oder nicht (vgl. Röm 8,28). Wenn es um Gesundheit geht, auch um Klassenarbeiten (sicher nicht im Blick auf ein Fußballspiel, und schon gar nicht im Blick auf eine Partei bei einer politischen Wahl), dürfen wir Gott darum bitten, dass Er uns bewahrt. Wir dürfen auch darum beten, dass Parteien das Land regieren, die es uns als Christen ermöglichen, möglichst in Ruhe und Gottesfurcht zu leben.

Wir wollen vorsichtig und aufmerksam reden. Denn die Zunge ist ein unstetes Übel, wie Jakobus 3 zeigt, nicht zu bezwingen. Gerade mit unsere Zungen können wir Gott ehren - oder auch verunehren.

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