Die Normalisierung der Patchwork-Familie

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Kennt die Bibel eigentlich Patchwork-Familien? Ad hoc komme ich auf kein Beispiel. Aber das will nichts heißen. In der Bibel finden wir den (traurigen) Fall sehr oft, dass sich ein Mann mehrere Frauen genommen hat. Aber dass er oder sie mit Kindern in eine solche Familienneugründung gegangen sind, ist wohl nicht der Fall.

Heute ist die sogenannte Patchwork-Familie, in der ein Partner mindestens ein Kind mit in eine neue Partnerschaft bringt, fast normal. Das könnte daran liegen, dass die Scheidungskinder der siebziger und achtziger Jahre inzwischen selbst ein- bis zweimal geheiratet haben. Das zeigt: Versagen steckt an.

Vermutlich ist damit zu rechnen, dass es in Deutschland bald mehr Patchworker als „klassische“ Familien gibt. In manchen amerikanischen Großstädten soll das heute schon so sein. Was bei einer Decke so heimelig und kuschelig aussehen mag, ist in der Familienrealität alles andere als das. Denn jede Naht, die vorhanden ist, besteht letztlich mindestens aus einer Wunde und einer Narbe, die jeder Zeit wieder aufreißen kann.

Gott hat uns nicht das Patchwork-Familienmodell gestiftet, sondern die Familie, die aus Mann und Frau besteht und, wenn Gott das schenkt, auch eigene Kinder hat. Wenn Gott uns so geschaffen und diese Ordnung vorgegeben hat (1. Mo 2,24), dann ist es gut, sich daran zu halten.

Natürlich kann es „Unfälle“ geben, in dem einer der beiden Ehepartner verstirbt. In einem solchen Fall ist sofort jedem klar: Hier liegen keine normalen Umstände mehr vor – hier gibt es ein Defizit. Bei der modernen Patchwork-Familie dagegen soll suggeriert werden: Alles bestens, kein Problem, so muss es modern aussehen. Das geht – wie immer – zu Lasten der Schwächsten: der Kinder. Sie werden sich später noch extremer verhalten, wie man aus den Scheidungskindern des vorigen Jahrhunderts gut erkennen kann. Und ist es „Zufall“, dass die Hälfte der Patchwork-Familien wieder auseinanderbrechen? Wenigstens sollte man den Kindern sagen, dass sie nicht in einer (von Gott gewollten) normalen Umgebung aufwachsen, sondern dass sie sich bewusst sein sollten, dass es Mängel in einer solchen Patchwork-Familie geben muss. Übrigens – nur bei 2% der Patchwork-Familien war ein Teil vorher verwitwet ...

Glücklich wird man, wenn man sich an Gottes Ordnung hält. Jeder, der etwas anderes verspricht, spricht der Realität Hohn und will seinen Ungehorsam Gottes Anordnungen gegenüber kaschieren. Gott hasst Entlassung (Mal 2,16 – also Ehescheidung). Er nennt jede neue Beziehung danach Ehebruch und Hurerei (Unzucht). Das sollten wir auch im 21. Jahrhundert noch sagen. Aber es gibt immer einen Weg zurück, und erst recht ein Bekenntnis. Dann muss man zwar immer noch mit den Folgen des Handelns leben. Aber es gibt doch eine Heilung. Die ist jedem zu wünschen, der einmal einen solchen falschen Weg eingeschlagen hat.

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