Die Macht der sündigen Natur

Lesezeit: 2 Min.

Jesus war auf dem Weg zu Jairus, dem Vorsteher einer Synagoge. Dessen Kind lag im Sterben. Da wird der Meister durch eine Frau „aufgehalten", die Ihn von hinten anfasst, um vom Blutfluss geheilt zu werden. Während uns der Tod des kleinen Kindes etwas von der Macht des Todes zeigt, ist der Blutfluss ein Hinweis auf die Macht der sündigen Natur. Gegen beide Probleme hat der Herr ein Rettungsmittel. Um die Macht des Todes zu brechen, ist Christus gestorben.

Aber auch die sündige Natur, der alte Mensch, übt eine gewaltige Macht über den Menschen aus. Das lernen wir in der Begebenheit mit der blutflüssigen Frau. Sie erlitt diese Krankheit aufgrund der Folgen der „Erbsünde", die von Adam anfangend zu allen Menschen durchgedrungen ist (vgl. Röm 5,19). Denn vor dem Sündenfall gab es keine Krankheiten. So, wie der Körper dieser Frau krank war, zeigt sich die sündige Natur in jedem Menschen. Er muss letztlich sündigen, weil er die Natur Adams geerbt hat. Diese Macht ist so groß, dass sich der Mensch noch so anstrengen kann - es kommt nichts Gutes aus der bösen Natur hervor.

Aber Gott möchte den Menschen retten. Dazu muss dieser bereit sein, den Herrn Jesus „anzurühren". Paulus schreibt: Wer den Herrn Jesus als Retter für seine Sündenschuld annimmt, ist geistlicherweise mit Christus am Kreuz gestorben (Röm 6,2.5). Als Er starb, sind wir mit Ihm gestorben. Da ist der alte Mensch gekreuzigt worden. Der Christ steht daher nicht mehr unter der Macht der Sünde, denn ein Gestorbener steht unter keiner Macht. Stattdessen dürfen wir in Neuheit des Lebens wandeln - in der Freiheit der Gnade, die dem Herrn Jesus in allem dienen möchte.

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Populismus – nicht nur ein politisches „AfD-Problem“! (2) Manuel Seibel Im ersten Teil haben wir uns eine Art Diagnose angeschaut, warum wir unser Ohr so leicht „Alternativ-Predigern“ und „Alternativ-Gemeinden“ leihen. Es ist ja seltsam, dass gerade sie einen solchen Zulauf haben. Aber es reicht natürlich ... Artikel lesen
1. Mose 32 Manuel Seibel In 1. Mose 32 sehen wir, wie Jakob mit seiner Familie den Rückweg nach Kanaan antritt und schon nahe ans Land kommt. Dann zeigt er wieder seine "Strategien", die aber dieses Mal so nicht aufgehen. Denn Gott selbst schreitet ein ... Wieder ein ... Podcast anhören
Heiligung (1) Charles H. Mackintosh Denn ich weiß, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen dessen, was recht ist, finde ich nicht“ (Röm 7,18). Artikel lesen
Die Regenbogenflagge und andere Unfreiheiten: Wenn Menschen (Christen) meinen, frei zu sein und sich doch in Sklaverei befinden Manuel Seibel Die Regenbogenflagge ist zum Symbol der Freiheit geworden. Dabei merken diese Menschen nicht, dass sie das Gegenteil beweist: dass man Sklave ist, von Instinkten wie ein Tier, von Sünden, von Begierden. Das gibt es bei Ungläubigen. Aber auch wir ... Podcast anhören
Praktisches Christentum Charles H. Mackintosh „Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott“ (Kolosser 3,3). Artikel lesen
Populismus – nicht nur ein politisches „AfD-Problem“! (1) Manuel Seibel Viele bezeichnen die seit Jahren zunehmend erfolgreiche Partei „Alternative für Deutschland“ als eine rechtsextreme Partei. Damit wollen wir als Christen nichts zu tun haben. Aber bemerkenswerter und bedeutsamer für uns ist es, dass diese ... Artikel lesen