Für die Toten getauft werden

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Wer sind „die Toten“ und wer sind diejenigen, „die für die Toten getauft werden“? Der nachfolgende Vers gibt uns dazu einen wichtigen Hinweis: „Warum sind auch wir jede Stunde in Gefahr?“ Die Frage ist: Was motiviert diejenigen, die dem Herrn nachfolgen und Ihm dienen, angesichts der Gefahren, Schwierigkeiten und des Widerstands, diese Arbeit aufzunehmen?

Es gab eine ganze Armee solcher Nachfolger, die ihrem Herrn in Treue gedient haben. Im Allgemeinen hatten sie durch ihren Dienst weder Ruhe noch Reichtum. Vielmehr führte sie das in Schwierigkeiten, Prüfungen und manchmal auch Leiden. Und dennoch wäre man nicht in der Lage gewesen, sie von dieser Arbeit für den Herrn abzubringen. Wie Nehemia würden sie gesagt haben: „Ich führe ein großes Werk aus“ (Neh 6,3), und: „Ein Mann wie ich sollte fliehen?“ (Neh 6,11).

Was vielleicht noch überraschender ist, ist die Tatsache, dass es neue Arbeiter gibt, die in die Ränge derjenigen eintreten, die vor ihnen gearbeitet haben. Diese neuen Arbeiter ersetzen diejenigen, die aus der Armee der Arbeiter Gottes „in den Ruhestand“ gegangen sind, um für immer bei dem Herrn in der Herrlichkeit zu sein.

In einem Sinn ersetzen die neuen Arbeiter die vorherigen. Sie nehmen deren Mantel auf wie Elia und folgen dem Herrn anstelle derer, die Ihm zuvor gedient haben. In diesem Sinn werden sie für die Toten getauft. Sie sind zu Nachfolgern anstelle der Heimgerufenen geworden. Sie haben deren Mühen und Schwierigkeiten gesehen, die Seelenübungen und manchmal auch Bedrückungen. Und dennoch haben sie sich entschieden, auf dieselbe Reise aufzubrechen.

Das wäre reine Torheit, wenn es keine Auferstehung gäbe. Wenn es keine Auferstehung gäbe, wäre Christus nicht auferstanden und alle Christen hätten einer Fabel geglaubt. Warum also sollten sie dann dem Herrn dienen? Warum leiden? Warum menschlich gesprochen vieles aufgeben oder verlieren? Warum dann nicht einfach „essen und trinken“ (1. Kor 15,32)? So konnte der Apostel sagen: „Warum sind auch wir jede Stunde in Gefahr? Täglich sterbe ich, führwahr, bei dem Rühmen euretwegen, das ich habe in Christus Jesus, unserem Herrn“ (1. Kor 15,30.31).

Aber Gott sei gepriesen, wir wissen: „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen“ (1. Kor 15,20). Unser Glaube ist nicht vergeblich, denn das Evangelium ist eine Tatsache. Wir werden Ihn sehen, wie Er ist.

Je mehr diese Dinge eine echte Realität für uns werden, desto mehr werden wir bereit sein, in die Ränge von Gottes Dienern einzutreten und für Christus zu arbeiten, nicht um Anerkennung zu erhalten oder uns einen Namen zu machen, sondern weil wir wissen, „dass eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn“ (1. Kor 15,58).

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