Haben wir ein Recht auf einen freien Sonntag?

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Keiner, bestimmt kein Christ, wird hurra schreien, wenn er von Sonntagsarbeit hört. Immer wieder kämpfen Kirchen für diesen freien Tag. Erstaunlicherweise stützen sie sich auf 1. Mose 2, wo es heißt, dass Gott am siebten Tag ruhte. Zuweilen wird auch noch der Auferstehungstag des Herrn genannt, auch wenn sich die Kirchen nicht entschieden dagegen gewehrt haben, dass dieser Tag zum siebten Tag der Woche in unserer Zeit gemacht worden ist.

In 1. Mose 2,3 heißt es: „Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.“ Damit hat Gott nicht von Anfang an aus dem Samstag einen „Sabbat“ gemacht, an dem später das Volk Israel keine Arbeit tun durfte. Aber es war von Beginn an ein Ruhetag.

Erst durch das Gesetz und nur für das Volk Israel wurde der Sabbat zu einer Verpflichtung. Aber schon vorher war der siebte Tag der Woche der Tag, an dem die Menschen ausruhen durften. Das gehört also zur Schöpfungsordnung. Die ist weder durch das Gesetz noch durch die Einführung des Christentums außer Kraft gesetzt worden. Immer wieder lesen wir vom Herrn Jesus als dem Schöpfer im Neuen Testament.

Daher gilt diese Ordnung auch für uns heute. Gott hat den siebten Tag der Woche (der Samstag, denn wir wollen bei Gottes Rechnung bleiben) als Ruhetag vorgesehen. In diesem Sinn hätten wir also ein gewisses Recht auf EINEN Ruhetag in der Woche - jedenfalls hat Gott einen solchen Ruhetag als für den Menschen nützlich und offenbar richtig und notwendig so vorgesehen. Wenn also Menschen einmal wieder bestimmen sollten, dass der Sonntag wieder Arbeitstag werden soll, können Christen dagegen nichts einwenden. So war es von Gott eingeführt und bestimmt gewesen. „Kirchen“ hätten also kein Argument auf ihrer Seite, dagegen zu opponieren.

Gleichwohl wollen wir dankbar sein, dass Gott uns im Allgemeinen zwei Ruhetage schenkt. Den ersten Tag der Woche wollen wir mit Hingabe für Gott, unseren Vater nutzen, indem wir Ihn und den Herrn Jesus anbeten und eine Botschaft von Ihm hören. Die Zusammenkommen im Namen des Herrn Jesus sind der göttliche Rahmen dafür.

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