Wir haben damals abgetrieben

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Nun haben zwei Journalistinnen im Auftrag des NDR „Bekennerinnen“ von damals besucht und einen Film daraus gemacht. Einige von ihnen werden zum Teil in den Medien befragt. Das Urteil von zwei Frauen habe ich gelesen, die nicht nur zu ihrer „Tat“ von damals stehen, sondern diese für richtig und gut, für „alternativlos“ erklären.

Man möchte fassungslos sagen: Wie können sich Menschen das Recht über das Leben anderer Menschen anmaßen? Natürlich gibt es Notsituationen im Leben von Menschen, wo zum Beispiel das Leben der Mutter gefährdet ist. Darum geht es hier nicht. Aber wegen eines angenehmeren Lebens? Eine Frau spricht davon, dass sie damals gerade begonnen habe, ins Leben zu blicken. Ist das ein triftiger Grund für eine Abtreibung?

David schreibt mit Recht in einem seiner Psalmen: „Meinen Keim sahen diene Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die entworfen wurden, als nicht einer von ihnen war“ (Ps 139,16). Das Leben beginnt nicht mit der Geburt, sondern längst davor. Und natürlich können wir als Männer die Schwierigkeit, in der sich manche Frauen befinden, kaum nachvollziehen. Und es ist auch vollkommen deplatziert, solche Frauen auf die Stufe der Nazis zu stellen, wie es zum Teil geschehen ist. Aber Mord an einem Menschen bleibt Mord – wenn vielleicht nicht mehr in den Augen von Menschen, dann in denen Gottes allemal. Gott ist kein Gott der Strafe – jedenfalls heute nicht. Und doch ist es eigentümlich, dass die beiden interviewten Frauen mit außerordentlich schwerwiegenden Krankheiten zu kämpfen haben. Gott lässt sich nicht spotten! Von niemand.

In Römer 1,9 schreibt der Apostel Paulus, dass das Kennzeichen der gottlosen Heiden war: „voll von ... Mord“. Heute ist es das Kennzeichen einer Christenheit, die sich dem Namen nach noch nach Christus nennt, nicht aber der Moral und Ethik nach. Und auch wir, die wir wirklich an den Herrn Jesus Christus glauben, stehen in Gefahr, die biblischen Werte aufzugeben. „Man muss ja verstehen ...“.

Nein, wenn es um das Leben geht, dann wollen wir uns erinnern, was Gott geboten hat, längst bevor das Gesetz gegeben worden ist: „Wer Menschenblut vergießt, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden; denn im Bild Gottes hat er den Menschen gemacht“ (1. Mo 9,6). Während sich die „Kirchen“ viel zu Politik äußern – zu diesem Thema hört man (fast) gar nichts von ihnen. Mögen wir als erlöste Christen noch die Stimme erheben für das Leben, das Gott geschenkt hat und das allein Ihm gehört. Wir sind nicht aufgerufen, Demonstrationszüge zu veranstalten. Aber da, wo wir wohnen und arbeiten, wird es immer mal wieder dazu kommen, dass ein solches Thema aufkommt. Dann lasst uns treue Zeugen für Christus und sein Recht über das Leben sein.

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