Christus bringt das Heil zu den Heiden

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Der Herr Jesus hatte seinem Volk gezeigt, was Er für sie hätte tun können, wenn sie – wie der Aussätzige, den Er geheilt hat – zu Ihm gekommen wären. Aber Israel war sich seines Aussatzes, seiner Sünde, nicht bewusst, es wollte sich nicht eingestehen, wie sein Zustand war. Nicht nur das: Es lehnte den eigenen Herrn ab, der zu ihm gekommen war, nicht nur „obwohl“ Er Gott war, sondern gerade weil Er göttlicher Natur war. Wenn aber das Volk Israel den Messias ablehnte, dann ist der Fall Israels der Anlass zum Heil der Nationen (vgl. Röm 11,11). So auch hier.

Wir finden hier also einen Wechsel im Handeln Gottes mit Menschen: das Abschneiden des fleischlichen Samens Israels wegen seines Unglaubens und die Einführung von zahlreichen Gläubigen aus den Nationen im Namen des Herrn. Sie werden hier durch den heidnischen Hauptmann repräsentiert. Während das Kennzeichen des Volkes Israel war, dass Christus den Aussätzigen anrührte – die jüdische Religion war auf das Sichtbare, Anfassbare ausgerichtet – so finden wir hier als große Tatsache den Glauben dieses Mannes. Ihm genügte das gesprochene Wort Gottes vonseiten des Herrn. Das ist das Kennzeichen unserer heutigen Zeit. Wir sehen nicht und dennoch glauben wir (vgl. 1. Pet 1,8). So stellt diese Begebenheit bildlich die heutige Zeit der Gnade dar, geprägt durch den Glauben an den Unsichtbaren. Der Herr führt etwas Neues ein: Wenn das Volk Israel vollkommen versagte, öffnete Gott die Tür für die Heiden. Auch die Heiden waren, was ihren Zustand betrifft, „krank“. Sie waren gelähmt und damit nicht in der Lage, Gott zu dienen. Aber Christus kam, um uns aus diesem Zustand zu befreien.

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