Jesus, der Sohn Abrahams

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In dieser Begebenheit lesen wir davon, dass ein Hauptmann heidnischen Ursprungs den Glauben hat, dass der Herr Jesus in der Lage ist, seinen Knecht zu heilen, ohne diesen zu sehen oder berühren zu müssen. Der Herr Jesus besaß diese Macht und handelte nach dem Glauben dieses Mannes. Bei Juden fand Er nicht so viel Vertrauen wie bei diesem Menschen.

Wir werden bei diesem Wunder an den ersten Vers dieses Evangeliums erinnert: „Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.“ Hier steht zunächst Abraham vor uns. Der Segen Gottes für Abraham war, dass durch ihn alle Nationen gesegnet werden sollten (vgl. 1. Mo 12,3; 18,18; 22,18). Das finden wir hier. Der Segen Jesu reicht weit über die Grenzen der Juden und Israeliten hinaus. Hier ist es ein heidnischer Hauptmann und dessen Knecht, die den Segen des Herrn Jesus erfahren. Sie sind nur ein Symbol für die vielen anderen Heiden, die durch Christus gesegnet werden: „Ich sage euch aber, dass viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reich der Himmel“ (Mt 8,11). So finden wir hier eine Erfüllung der Weissagung Jakobs an Joseph: „Die Schösslinge treiben über die Mauer“ (1. Mo 49,22).

Der Sohn Abrahams ist zugleich Gott, der Herr. Bei Ihm war keine Anwesenheit notwendig, um heilen zu können. Er brauchte nur ein Wort auszusprechen, und es geschah. Gott kann nicht dadurch eingeschränkt werden, dass Er sich an einem bestimmten Ort aufhält. Sein Wort reicht aus, um alles das zu tun, was es zu tun gibt.

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