Lesezeit: 3 Min.
Wir sollten der Treue Gottes zutrauen, dass Er die Seinen bewahren wird.

Er wird uns nicht immer zu allem gebrauchen, Er wird aber immer sein eigenes Werk tun, und wir können oder sollten Ihm hierin vertrauen.

Geduld ist oft ein großes Heilmittel, weil ein Gott da ist, der handelt. Es gibt Fälle, in denen wir Gott allein alles tun lassen müssen.

Zweifle nicht an seiner Treue. O, wie undankbar wäre ich, wenn ich seiner Treue nicht Zeugnis gäbe und seiner großen, zarten und kostbaren Geduld mit seinem armen Knecht!

Ich fühle, dass wir bloße Angriffe gegen uns nicht erwidern sollten. Wenn wir gefehlt haben, so lasst es uns anerkennen; wenn nicht, sollten wir es dem Herrn überlassen.

„Du wirst antworten, Herr, mein Gott“ (Psalm 38,16). – Ob man nun mit einem Schornsteinfeger streitet oder ob man ihn umarmt – man wird in beiden Fällen schmutzig. Unsere Sache ist es, erhaben über diesen Dinge zu leben und nicht an die Angriffe zu denken, sondern an die Seelen.

Wenn Gott am Werk ist, können wir vollkommene Ergebnissen erwarten.

Ich habe beständig erfahren, dass wir etwas am besten tun können, wenn wir es wirklich zu Gott bringen.

Seine Liebe und Gnade versagen nie. Wären wir allein in der Welt, seine Gnade würde genügen und, gepriesen sei sein Name!, uns ständig begleiten.

Paulus vermochte alles durch Den, der ihn kräftigte. Süße und kostbare Erfahrung! – nicht nur, weil sie die Fähigkeit gibt, allen Umständen zu begegnen, was von großem Wert ist, sondern weil der Herr erkannt wird, der beständige, treue, mächtige Freund des Herzens. Es heißt nicht: „Ich vermag alles“, sondern: „Ich vermag alles durch den, der mich kräftigt.“ Es ist eine Kraft, die beständig aus einer Beziehung mit Christus hervorfließt, eine im Herzen aufrecht erhaltene Verbindung mit Ihm. Es heißt auch nicht nur: „Man vermag alles.“ Dies ist wahr; aber Paulus hatte es praktisch gelernt. Er wusste, worauf er rechnen konnte. Christus hatte ihm immer die Treue gehalten, hatte ihn durch so manche Schwierigkeiten hindurch gebracht und durch so manche Zeiten der Erfolge, dass er gelernt hatte, auf Ihn zu vertrauen und nicht auf die Umstände. Und Christus war immer derselbe.

Das Herz des Paulus ruhte in Gott; seine Zuversicht in Bezug auf die Philipper drückt das aus. „Mein Gott“, sagt er, „wird euch alles Nötige geben.“ Er drückt nicht einen Wunsch aus, dass Gott es tun möge. Er hatte aus eigener Erfahrung gelernt, was sein Gott war. Mein Gott, sagt er – Er, den ich kennen gelernt habe in all den Umständen, durch die ich gegangen bin –, wird euch mit allem Guten füllen. Er wendet seine eigene Erfahrung von dem, was Gott ihm war, und seine Erfahrung von der Treue Christi auf die Philipper an.

Möge die Gegenwart dieses treuen und gütigen Jesus euch aufrecht erhalten und euer Herz erfreuen.

Beitrag teilen
Stichwörter

Verwandte Artikel

Der Schlüssel zu einem glücklichen Glaubensleben mit Gott (3) - ein Leben in der Gnade Manuel Seibel Um glücklich als Christ zu leben, reicht es nicht, den Herrn Jesus zu kennen und zu achten sowie durch Gottesfurcht geprägt zu sein. Wie leicht lassen wir uns ein gesetzliches Leben aufdrängen. Nein - nur auf der Grundlage der Gnade werden wir ... Podcast anhören
Der Schlüssel zu einem glücklichen Glaubensleben mit Gott (2) - Gottesfurcht Manuel Seibel Wer die richtige Beziehung in Ehrfurcht zu dem Herrn und seinem Wort pflegt, hat eine gute Basis, um wirklich glücklich und zur Ehre des Herrn zu leben. Ein zweiter wichtiger Baustein ist Gottesfurcht. Was bedeutet die Furcht des Herrn und was ... Podcast anhören
Der Schlüssel zu einem glücklichen Glaubensleben mit Gott (7) - das Fleisch und die neue Stellung des Christen Manuel Seibel Das Fleisch hat im Neuen Testament nicht nur eine Bedeutung, sondern gleich mehrere. "Das Wort wurde Fleisch" - der Sohn Gottes wurde Mensch (nicht Körper) und wohnte inmitten der Menschen - wunderbare Perspektive auf "Fleisch", wie es nach Gottes ... Podcast anhören
Glaube und ein gutes Gewissen Charles H. Mackintosh „...indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, welches etliche von sich gestoßen und so, was den Glauben betrifft, Schiffbruch gelitten haben" (1. Timotheus 1,19). Artikel lesen
Josia - Eifer für Gott Manuel Seibel Wir finden im Alten Testament viele Lebensbeschreibungen. Manche sind kurz, andere sehr ausführlich. Nie ähneln sie den uns geläufigen Lebensbildern - Biographien aus Menschenhand. Artikel lesen
Der Schlüssel zu einem glücklichen Glaubensleben mit Gott (1) - die Person des Herrn Jesus, Gott und sein Wort Manuel Seibel Was ist der Schlüssel, um glücklich und zu Gottes Ehre zu leben? Zuerst einmal, dass man den Herrn Jesus kennt und dann in der richtigen Art und Weise eine Beziehung mit Ihm pflegt - auch mit Gott und in Ehrerbietung seinem Wort gegenüber. Das ... Podcast anhören