Durch die enge Pforte gehen

Lesezeit: 2 Min.
Der Herr Jesus wollte Er verhindern, dass die Jünger falsche Vorstellungen haben, was die Echtheit und Falschheit von Jüngern betrifft. Ihnen soll bewusst sein, es wahre und falsche Jünger gibt, solche, welche die richtige, die enge Pforte gewählt haben, und solche, die sich für den breiten Weg und die breite Pforte entschieden haben.

Zunächst spricht Jesus davon, dass es nur zwei Pforten gibt. Seine Sprache ist hier schwarz-weiß, Er stellt also Gegensätze dar. Eine schmale Tür führt über einen Weg zum Leben – nicht zum Himmel, darum geht es in der Bergpredigt nicht. Eine andere Tür ist weit und führt über einen breiten Weg direkt zum Verderben. Auf dem breiten Weg befinden sich viele Menschen, auf dem anderen dagegen nur wenige.

Die beiden Pforten zeigen, dass man eine Entscheidung für den Lebensweg am Anfang trifft, nicht am Ende. Die enge Pforte zeigt den Charakter der Nachfolge. Am Anfang steht eine Entscheidung für den Meister. Das ist die Pforte. Es gibt nur diesen einen Weg, Nachfolger des Herrn Jesus zu werden: zu erkennen, dass man nicht fähig ist, in eigener Kraft dem Herrn Jesus nachzufolgen, so dass man eine Bekehrung, wahre Umkehr und Sinnesänderung, nötig hat.

Eng ist die Pforte deshalb, weil man auf den Ruf des Meisters angewiesen ist. Das Fleisch, das eigene Ich, muss praktischerweise verleugnet werden; in eigener Werk-Gerechtigkeit kann man dem Herrn Jesus nicht gefallen. Zudem handelt es sich um eine Pforte des Selbstgerichts – durch diese Pforte passt nur ein Mensch hindurch, der nichts von sich selbst mitnehmen will.

Beitrag teilen
Stichwörter

Verwandte Artikel

Die Jünger waren nicht besser als das übrige Volk Manuel Seibel "Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern, und sie konnten ihn nicht heilen." (Mt 17,16) - eine kurze Andacht. Artikel lesen
Echt stark! – Ratgeber für Jungen von Peter & Alexandra P. König – eine Buchbesprechung Manuel Seibel Jugendliche wachsen heute in einer Zeit auf, in der die biblischen Maßstäbe auf den Kopf gestellt werden. Da ist es gut, wenn ihnen noch einmal gezeigt wird, was für einen segensreichen Lebensweg Gott für sie hat. Artikel lesen
Voraussetzungen zur Jüngerschaft (6) - eine Andacht Christian Achenbach „So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein.“ (Lukas 14,33) Artikel lesen
Glaube für Jungbekehrte (6): Kann man das Essen „segnen“? (FMN) Manuel Seibel Die Artikelserie „Glaube für Jungbekehrte“ richtet sich an Christen, die sich erst vor kurzer Zeit bekehrt haben. Das können Kinder und Jugendliche sein, oder auch schon etwas ältere Menschen. Für sie wollen wir in unregelmäßiger Folge ... Artikel lesen
Engel und Christus Michael Hopp Der Herr war auch der Herr über die Engel. Denn Er ist ihr Schöpfer. In bestimmten Situationen durften sie nicht eingreifen, obwohl sie zum Teil Macht gehabt hätten, Feindseligkeiten zu beenden. Aber der Herr war bereit zu leiden ... Artikel lesen
Glaube für Jungbekehrte (10): Sind wir von Geburt an böse? (FMN) Manuel Seibel Die Artikelserie „Glaube für Jungbekehrte“ richtet sich an Christen, die sich erst vor kurzer Zeit bekehrt haben. Das können Kinder und Jugendliche sein, oder auch schon etwas ältere Menschen. Für sie wollen wir in unregelmäßiger Folge ... Artikel lesen