Keine Gemeinschaft von Gläubigen mit Ungläubigen

Lesezeit: 2 Min.

Der Herr verwirft an dieser Stelle jede Vermischung von Jüngern mit Gottlosen, von Menschen, die Gott angehören, mit solchen, die Ihn ablehnen. Dadurch gibt man das Heilige, das uns anvertraut worden ist, an Ungläubige, die es in den Dreck ziehen und oft sogar unter den Füßen zertrampeln. Das, was Gott wichtig war, würde von Unheiligen besudelt.

Das Heilige, die Perlen, wird zertreten und seines Wertes beraubt. Die Menschen dieser Welt erkennen, dass wir Gläubige sind, selbst wenn wir noch so fehlerhaft leben. Ihr Urteil wird dann sein: Das Heilige, was diese Menschen ausmacht, steht offenbar in keinem Widerspruch zu dieser Welt und ihrer Atmosphäre. Heiliges wird damit unheilig. Ist uns das klar, wenn wir als Jünger des Herrn gemeinsame Sache mit der Welt machen, sei es die theologische, kulturelle, sportliche, philosophische oder politische Welt?

Wir selbst erleiden Schaden: Die Schweine zerreißen uns. Offenbar spielt der Herr nicht auf das Haustier, sondern auf wilde Schweine an. Sie zerstören das Zeugnis des Gläubigen und zerreißen seinen Glauben. Wie oft ist ein Gläubiger, der angefangen hat, sich mit der Welt einzulassen, geistlich, moralisch, in seinem Glauben zugrunde gegangen. Das heißt nicht (!), dass wir nicht Kontakte mit unseren Nachbarn und Arbeitskollegen etc. pflegen dürften. Das sollen wir sogar tun, denn wir wollen ihnen doch die gute Botschaft weitergeben. Dazu muss man zunächst eine Basis dafür haben, die in vernünftigen Kontakten besteht. Das aber ist keine Gemeinschaft. Gemeinschaft ist, wenn man sich regelmäßig zum Essen, Trinken oder sonstwas trifft. Das passt einfach nicht zu einem erlösten Menschen.

Es gibt eine sehr aktuelle Anwendung dieser Belehrung: In manchen Versammlungen (Gemeinden, Kirchen) werden heute so genannte Gästegottesdienste gefeiert. Ungläubige und Gläubige sollen gemeinsam Gott lobsingen. Wie aber können ungläubige Menschen den Vater anbeten? Sie können mit diesen Perlen nichts anfangen. Letztlich zertreten sie diese Perlen, verachten das Heilige und alles nimmt Schaden.

Beitrag teilen
Stichwörter

Verwandte Artikel

Das Heilige ist für Heilige Manuel Seibel "Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen" (Mt 7,6) - eine kurze Andacht. Artikel lesen
Die Beziehung des Jüngers zur Welt Manuel Seibel "Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen" (Mt 7,6) - eine kurze Andacht. Artikel lesen
Warum wirken Gläubige nicht glücklicher als Ungläubige? Manuel Seibel Eine Umfrage hat ergeben, dass nur jeder vierte Deutscha glaubt, dass Gläubige glücklicher sind als Ungläubige. Woran mag das liegen? Denn eigentlich sollte es doch wohl anders aussehen ... Podcast anhören
Daniel, der Vielgeliebte Manuel Seibel Gott gibt uns in Seinem Wort Auszüge aus dem Leben vieler junger Menschen. Einige sind durchweg dadurch gekennzeichnet, daß sie den Willen Gottes ablehnen. Andere zeigen Höhen und Tiefen. Wenige sind durch ein gleichbleibend gottesfürchtiges ... Artikel lesen
Die „Firewall“ eines Gläubigen (1) – Was ist eine Firewall? Roger Paul Eine „Firewall“ (deutsch: Feuerwand) ist ein Sicherheitssystem in der Computertechnik. Mit ihr ist es möglich, bestimmte Dinge von seinem Computer bzw. einem Netzwerk [1] fern zu halten. (aus: Folge mir nach - Heft 11/2011) Artikel lesen
Die Macht des Unglaubens Manuel Seibel "Die Pharisäer aber sagten: Durch den Fürsten der Dämonen treibt er die Dämonen aus" (Mt 9,34) - eine kurze Andacht. Artikel lesen