Salz der Erde (2)

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Christen leben auf der Erde in irdischen Beziehungen. Bis heute gibt es noch Ehe, Familie, Arbeitsverhältnisse, Nachbarschaften, ein Leben in der Schöpfung Gottes. Das sind unsere irdischen Umstände. Hier sollen wir Salz sein.

Salz zu sein bezieht sich nicht allein auf unsere Worte, sondern auf unser ganzes Leben. Salz ist ein Bild der bewahrenden Kraft Gottes, die in uns wirksam sein soll. In einer Gesellschaft, in der christliche und erst recht biblische Werte zunehmend abgebaut und zerstört werden, können Jünger bewahrend wirken. Wenn sie zeigen, dass eine auf biblischen Grundsätzen geführte Ehe wahres Glück bedeutet, wenn eine Familie, deren Mittelpunkt Gott selbst ist, Zufriedenheit und Frieden ausstrahlt, wenn ein Arbeitnehmer, der auch in schwierigen Zeiten nicht nachtragend und doppelbödig wird, wenn ein Schüler auch in schweren Klassenarbeiten nicht schummelt, wenn man auch in einer Gesellschaft voller Egoismus dem Nachbarn hilft, dann kann man andere dazu bringen, diese irdischen Verhältnisse im Sinne Gottes zu gestalten und zu bewahren.

Was aber, wenn die Jünger vor den Augen und Ohren der Welt Ehestreitigkeiten austragen, ja sich sogar trennen und die Ehe scheiden? Was, wenn die Eltern keine Beziehungen mehr zu ihren Kindern pflegen und die Kinder kein Vertrauen zu ihren Eltern haben? Was, wenn einem Christen, der Christus im Herzen haben sollte, nichts wichtiger ist als seine Karriere? Wenn Christen durch Betrügen auffallen? Wenn wir in der Nachbarschaft als Kritiker und Nörgler bekannt sind? Dann sind wir kraftlos und nutzlose Jünger geworden.

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