Wenn die (christliche) Welt euch hasst …

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Der Herr Jesus hat in seiner Abschlussrede an seine Jünger, nur wenige Stunden vor seinem Kreuzestod, gesagt: „Wenn die Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt das Ihre lieb haben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst euch die Welt. Erinnert euch an das Wort, das ich euch gesagt habe: „Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“ (Joh 15,18–29).

Viele von uns sind nicht mehr gewöhnt, richtig abgelehnt zu werden. Aber immer wieder treffen wir auf Christen, die sich – wie man manchmal sagt – aus der Welt zu Christus bekehrt haben. Der Herr Jesus hat in ihr Leben in einer ganz bestimmten Situation hineingeredet – vielleicht durch eine Krankheit, einen Unfall oder furchtbare Erlebnisse. Und dann haben sie ernst gemacht und Jesus Christus ihre Sünden bekannt.

Gerade sie brauchen die moralische und tatkräftige Unterstützung von Gläubigen, die schon länger bekehrt sind. Warum? Weil sie oft in ihrer nächsten Umgebung – von Verwandten und (ehemaligen) Freunden angegriffen werden. Das können auch solche sein, die sich Kirchenchristen nennen. Es mag sein, dass sie über Jahre nicht „in die Kirche“ gegangen sind. Aber auf einmal erinnern sie sich, dass sie römisch-katholisch sind. Und dann zählt eine kirchliche Tradition mehr als Gottes Wort. So verwenden sie die Kirche dazu, wahre Christen zu drangsalieren, ihnen Dinge um die Ohren zu hauen und sie zu diskriminieren, wie man es nicht für möglich hält.

Gerade in solchen Umständen ist unser Gebet äußerst wichtig. Aber nicht nur das – auch die Gemeinschaft bewährt sich. Das mag Zeit und Energie kosten. Aber das ist es, was die praktische Konsequenz des „einen Leibes“ und der Einheit der Kinder Gottes ausmacht.

Wenn wir hier nicht zeitlich und innerlich zur Verfügung stehen, können wir uns sogar mitschuldig machen, wenn solche Gläubige nicht durchhalten und wieder „zurück“ gehen, da sie die Ausgrenzung aus Familie und Umfeld nicht ertragen können.

Wir wollen dankbar sein, dass man in Deutschland im Allgemeinen kaum etwas von Verachtung und Verwerfung von außen kennt. Aber das sollte nicht unsere Augen davor verschließen, dass gerade diejenigen, die wir uns so sehnlich wünschen – Menschen, die als Erwachsene den Weg zu Jesus Christus finden – in große Not geraten können. Und das nicht nur von der moralisch bösen Welt, sondern wie zu Zeiten des Herrn Jesus, als die Pharisäer, die höchste Klasse der Juden, Christus und die Seinen beschimpften, von den sogenannten Kirchen und ihren Mitgliedern.

Daher wollen wir solchen Christen Mut machen und Mut zusprechen. Der Herr sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit Dir!“ Daran darfst Du immer festhalten.

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