Die Taufe Jesu - geöffnete Himmel

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Wir finden in den Evangelien keine Beschreibung der Taufe Jesu. Aber wir lesen den Bericht darüber, wie Gott auf diese demütige Haltung seines Sohnes reagierte, sich auf die Stufe der bußfertigen Übriggebliebenen zu stellen.

Als sich der Sohn so erniedrigte, konnte der Himmel nicht schweigen. Denn Christus steht nicht auf derselben Stufe wie sündige Menschen, so treu sie auch sein mögen.

Hat es das schon einmal gegeben, dass der Geist Gottes auf einen Menschen herniedergefahren ist? Ja, in gewisser Weise gab es das mehrfach im Alten Testament. In 4. Mose 11,25 lesen wir, dass der Geist Gottes auf die 70 Ältesten im Lager kam, oder in 4. Mose 24,2 auf Bileam.

Aber an keiner Stelle war es so, dass der Geist Gottes in Person auf einen Menschen kam – und dort blieb. Hier bei Christus finden wir dagegen, dass der Geist Gottes genau so auf Ihn kam, um dort zu bleiben. Nicht, dass Christus hier schon gekrönt worden wäre. Das wird erst in der Zukunft geschehen. Aber Er wird hier mit dem Geist Gottes gesalbt – wie auch David lange vor dem Antritt des Königtums von Samuel gesalbt wurde.

Hat es das schon einmal gegeben, dass eine Stimme aus den Himmeln erging? Ja, in gewisser Weise hatte Gott mit Mose gesprochen. Er bekannte sich sogar öffentlich zu Mose, als Aaron und Mirjam gegen Mose aufstanden. Auch zu anderen Menschen sprach Gott aus dem Himmel. Aber Gott bezeichnete niemanden als „geliebten Sohn“. Nur zu diesem Einen gab und gibt es diese Beziehung, die einfach einzigartig ist.

Und hat es das schon einmal gegeben, dass Gott jemand auf der Erde seinen Sohn nannte? Ja, in gewisser Weise hatte Gott das Volk Israel als seinen Sohn bezeichnet. Man denke beispielsweise an Hosea 11,1. Aber es gibt nur einen geliebten Sohn. Und es gibt nur Einen, an dem der Vater in dieser absoluten Weise sagen kann, dass Er Wohlgefallen an Ihm gefunden hat. Es gibt nur den Einen, der sich – ewiger Gott seiend – so sehr zu uns Menschen erniedrigte, dass Er sogar unsere Stelle einnahm. Darüber kann Gott, der Vater, nicht schweigen!

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