Fallen lassen

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„Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden“ (Philipperbrief, Kapitel 4, Vers 6).

Ein kleines Kätzchen war in einen Brunnenschacht gefallen. Auf das klägliche Miauen hin war der Bauer herbeigeeilt. Inzwischen war es dem Tier gelungen, aus dem Wasser herauszuklettern und sich an einem Vorsprung im Mauerwerk festzuhalten.

Der Bauer ließ vorsichtig einen Eimer an einem Seil in den Schacht hinunter bis unterhalb des Mauervorsprungs, an dem das Kätzchen hing. Er versuchte, das Tier dahin zu bringen, sich in den Eimer fallen zu lassen. Das Kätzchen streckte zwar ein paar Mal seine Pfoten nach dem Eimer aus, zog sie aber schnell wieder zurück.

Immer kläglicher klangen die Miau-Rufe. Alle Bemühungen des Bauern schienen vergeblich. Das Kätzchen konnte nicht gerettet werden, solange es nicht den Mauervorsprung losließ und die Hilfe seines Herrn annahm. Der Kampf dauerte geraume Zeit, bis das Tier schließlich so erschöpft war, dass es sich nicht länger festhalten konnte. Dann erst ließ es sich in den Eimer fallen. Jetzt war es ein Kleines, es sicher nach oben zu ziehen.

Vielleicht lächeln wir über diese Geschichte. Aber verhalten wir uns nicht manchmal ähnlich? Wie lange schleppen wir oft unsere Sorgen und Probleme mit uns herum und lassen zu, dass sie unser Gemüt bedrücken. Aber unser Gott und Vater wartete darauf, dass wir uns in seine Arme fallen lassen, dass wir Ihm alles sagen, was uns beschwert. Er will uns helfen, und Er wird uns helfen - zumindest dadurch, dass unser Herz ruhig wird in seinem Frieden:

„Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus“ (Philipperbrief, Kapitel 4, Vers 7).

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