Der Wert gläubiger Frauen in Gottes Wort (78): eine Bibelstudie zu 1. Timotheus 2,9-15 - nicht lehren, sondern unterordnen (V. 11-15)


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(00:00:00) Wir haben gesehen, dass Frauen ein weites Aufgabenfeld für gute Werke besitzen, in der Ehe, in der Familie, unter Schwestern, inmitten von Familien und auch in der Versammlung Gottes. Natürlich nicht in der Öffentlichkeit oder in den Zusammenkünften. Aber inmitten der Gläubigen gibt es viele Aufgabe, wo gläubige Schwestern gute Werke vollbringen können. Aber bei dieser Frage der Kleidung, des Schmuckes und der guten Werke bleibt der Apostel in diesem Abschnitt nicht stehen. In den Versen 11 bis 15 geht er noch weiter. Versen 9 und 10 machen deutlich, was der ausdrückliche Wille Gottes im Blick auf die Schwestern ist. Jetzt folgt in Vers 11, dass die Frau aufgefordert wird zu lernen. Es wird erklärt, wo und wie. Und dann finden wir in den Versen 12 bis 15, dass der Apostel einen dritten Punkt anspricht, was ihnen nicht erlaubt ist. Zuerst zu Vers 11. Paulus möchte, dass die Schwestern lernen, geistlich zu wachsen. Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterordnung. Wo soll sie lernen? In der Stille, in der Ruhe, nicht in der Öffentlichkeit, sondern im Verborgenen. Vorausgehen aus dem Haus? Natürlich! Aber im geistlichen Bereich gilt für sie, dass sie nicht in der Öffentlichkeit auftritt. (00:01:01) Das heißt, so etwas wie Frauenkonferenzen sind geradezu das Gegenteil von dieser Stille zum Lernen. Sollen Schwestern dann den Zusammenkünften und Konferenzen fernbleiben, wo Brüder das Wort predigen? Nein! Denn da kommen die Diener dem Auftrag des Wortes Gottes nach und Frauen dürfen die Ausübung der Gnadengaben, die der Herr Frauen gerade nicht gegeben hat, zum Segen für ihr eigenes Wohl nutzen. Die Frau lehrt auch nicht in der Stille. Nein, da kann man nicht lehren, denn da ist man still. Und lehren soll sie ohnehin nicht. Es ist interessant, dass wir ein zweites Beispiel dafür haben, dass die Frauen lernen sollen. Auch da heißt es, dass sie zu Hause lernen sollen. In 1. Korinther 14 wird ausdrücklich gesagt, dass sie schweigen sollen in den Versammlungen. Ihnen ist nicht erlaubt zu reden. Und dann heißt es in Vers 35, wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen. Das heißt, auch da soll in der Stille, soll zu Hause gelernt werden. Nicht bei einer Schwesternkonferenz oder Schwesternstunde, sondern bei dem Ehemann bzw. dem Vater zu Hause. Aber Brüder können sich doch gar nicht in die Gefühle der Schwestern hineinversetzen, könnte man dem entgegenhalten. (00:02:01) Vielfach gehen, meinen manche, die Belehrungen an der Lebenswirklichkeit der Frauen vorbei. Das ist leider sogar möglich. Aber wer weiß dies besser als wir alle? Gott! Dennoch hat er der Frau den Platz in der Stille gegeben. Warum? Die Begründung finden wir in unserem Abschnitt. Und wer meint es besser zu wissen als Gott? Ist letztlich hochmütig und anmaßend. Nein! Wir sollen bei dem bleiben, was Gott sagt. Und Brüder sollen sich die Mühe machen, etwas über die wahren geistlichen Bedürfnisse der Frauen zu erfahren. Das ist doch normal für verheiratete Männer. Und die Frauen können zu Hause ihre Männer auf Mängel hinweisen. Dort hat Gott ihnen gerade diese Möglichkeit gegeben. Wie soll die Frau jetzt lernen? In Unterordnung. Ausdrücklich heißt es hier, sie lerne in der Stille, in aller Unterordnung. Siebenmal im Neuen Testament finden wir, dass die Frau im Blick auf den Mann zur Unterordnung ermahnt wird. Bemerkenswerterweise gleich zweimal in der Parallelstelle in 1. Petrus 3. Unter wem ist sie untergeordnet oder unter wen soll sie sich unterordnen? Erstens unter Gott und Christus. Zweitens unter sein Wort. Das heißt, sie zeigt ihre Unterordnung gerade dadurch, dass sie das tut, (00:03:03) was zum Beispiel in diesem Abschnitt im Blick auf ihr Äußeres, im Blick auf ihr Verhalten und jetzt im Blick auf den geistlichen Bereich im Haus Gottes gezeigt wird. Drittens ordnet sie sich dem Mann unter. Das mag in der heutigen Gesellschaft verpönt sein. Und wir sind Kinder unserer Zeit. Aber es ist Gottes Wille. Im Blick auf den Ehemann sagt Gott das an anderer Stelle ausdrücklich. Wenn eine Schwester noch zu Hause ist, gilt das im Blick auf die Eltern, den Vater. Und sonst sind es die Brüder inmitten der Versammlung Gottes. Wie zeigt eine Frau, dass sie dazu bereit ist? Im geistlichen Umfeld durch das Tragen einer Kopfbedeckung. Dazu gibt es auf dieser Seite ja einige Podcasts. Es geht um ihr Herz, um die Motivation, um ihre Gesinnung. Dass sie wirklich bereit ist, sich unterzuordnen. Das ist eine Voraussetzung, um Vers 12 zu verstehen. In diesem dritten Teil sagt Paulus nun, was einer Frau nicht erlaubt ist. Zu lehren und über den Mann zu herrschen. Jetzt ist es hilfreich, den Grundtext vor Augen zu haben, denn dort steht Folgendes. (00:04:03) So wird klar, dass der Apostel das Verbot des Lehrens nicht auf die Gegenwart von Männern bezieht. Die Frau darf überhaupt nicht lehren. Darüber hinaus wird ihr untersagt, über den Mann zu herrschen. Das heißt, auch wenn nur Schwestern anwesend sind, darf eine Frau nicht lehren. Das macht schon deutlich, dass eine Schwesternkonferenz nicht nach Gottes Gedanken ist. Eine klare Anordnung. Der Ausdruck nicht erlaubt wird interessanterweise noch einmal erwähnt in 1. Korinther 14 Vers 34. Da sagt der Apostel, es ist den Frauen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen. Also wird der Frau zweimal eine Aktivität untersagt. In unserem Vers bezieht sich Paulus grundsätzlich auf die Tätigkeit des Lehrens. Der zweite Teil bezieht sich auf ihre Beziehung zu Männern. Sie darf nicht über einen Mann herrschen. Hier ist nicht von ihrem Ehemann die Rede, sondern vom Mann allgemein. Beides wird hier unterschieden. Sowohl die Tätigkeit des Lehrens, als auch das Üben von Autorität über einen Mann. Sie soll sich unterordnen. Was bedeutet Lehren? Lehren bedeutet unterweisen, belehren. Das muss nicht vor einer großen Menge von Menschen sein. Auch in Synagogen, die klein sein konnten, wurde gelehrt. (00:05:01) Es geht also nicht nur um eine mehr oder weniger große Öffentlichkeit. Lehren bedeutet, das Wort Gottes zu erklären. Die Botschaft des Wortes Gottes anderen gegenüber vorzustellen. Es handelt sich sowohl um den mündlichen, als auch um den schriftlichen Bereich. Und das schließt auch ein, dass eine Schwester nicht den Auftrag hat, zu predigen. Die fünf Bibelstellen im Neuen Testament, wo beides miteinander verbunden wird, zeigen, dass Lehren der allgemeinere Begriff ist und dass Predigen vor allem eine Konkretisierung des Lehrens darstellt. Paulus verbietet somit nicht nur, dass sich eine Schwester in lehrmäßiger Weise vor andere hinstellt, sondern auch das Predigen und Verkündigen. Es geht natürlich nicht darum, dass man sich nicht über Gottes Wort unterhalten könnte. In der Familie, in der Ehe, auch unter den Geschwistern, wenn Schwestern dabei sind. Nein, es ist normal, dass man das tut. Aber eine Frau darf nicht auftreten, um Gottes Wort auszulegen, zu erklären oder vorzustellen. Zum Beispiel auf einer Konferenz oder in den Zusammenkünften. Dieses Verbot bezieht sich nicht nur auf die Zusammenkünfte als Gemeinde, als Versammlung. Es betrifft ebenfalls Konferenzen und so weiter. Das Wort, das hier für Lehren benutzt wird, ist ein anderes als das, was wir in Titus 2 finden, (00:06:05) wo es um die praktische Unterweisung jüngerer Schwestern durch ältere Frauen geht. Da wird den alten Frauen ausdrücklich gesagt, die jungen Frauen zu unterweisen, das heißt anzuleiten, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben und so weiter. Das geschieht dadurch, dass sie ein Beispiel sind, die älteren Frauen es in der Praxis vorleben und auch mündlich weitergeben. Wenn sie sehen, dass jüngere Schwestern, statt zu Hause zu sein und für ihren Mann und für die Kinder und den Haushalt da zu sein, einer Arbeit nachgehen, dann sind es die alten Frauen, die solche jüngeren anleiten sollen durch Wort und Tat. Lehren aber ist der Schwester nicht erlaubt. Dann wird der Frau untersagt, Autorität über den Mann auszuüben. Er ist nach 1. Korinther 11 Vers 3 das Haupt und das soll sie anerkennen. Das gilt im Blick auf Geist, Seele und Körper. Natürlich nicht, indem der Mann ein Anrecht hätte, als Despot über seine Frau zu herrschen. Nein, er soll seine Frau lieben. Und doch hat er diese Autorität und die Frau eben nicht. Im Zusammenhang von 1. Timotheus 2 geht es dem Apostel um den geistlichen Bereich. (00:07:01) Aber es ist ein Grundsatz mit allgemeiner Gültigkeit. Sie soll nicht über ihn herrschen, sondern still sein in der Stille vor Gott. Das heißt natürlich nicht, dass sie den ganzen Tag lang schweigen soll oder im Gegenwart des Mannes nichts mehr sagen darf. Das wird so nur ausdrücklich im Blick auf die Zusammenkünfte gesagt. Aber in der Stille heißt eben, dass sie nicht die Öffentlichkeit suchen soll. Dass sie nicht versuchen soll, geistlich tätig zu werden inmitten von vielen. Sowohl hier als auch in 1. Korinther 14 wird ihr das als Konsequenz des Nicht-Lehrens, des Nicht-Herrschens und des Schweigens in den Zusammenkünften ausdrücklich auferlegt. Also nicht die Aktivität einer Schwesternstunde oder Konferenz suchen. Nicht eine Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit zu entfalten, sondern still zu sein. Das ist eine eindeutige Aussage des Apostels. Die Frau soll also nicht versuchen, ihre Gedanken auf einen bestimmten Weg zu verbreiten. Ob in mündlicher oder in Buchform. Sie soll nicht versuchen, andere zu belehren. Nein, sie soll nicht nur nicht lehren, sondern sie soll ausdrücklich in der Stille bereit sein, ihr Leben zu führen. Still zu sein, daheim den Mann zu fragen, eben nicht belehren, nicht reformieren, nicht aktivieren. Noch einmal, sie darf, ja soll nach Titus 2 ein gutes Beispiel sein. (00:08:04) So wirkt sie im Guten mit nützlichen Auswirkungen und einem persönlichen Dienst in den Häusern für andere Schwestern. Das ist sehr wertvoll. Jetzt wird in Vers 13 und 14 diese Anordnung und dieses Verbot begründet. Begründung 1 in Vers 13. Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Mit anderen Worten, die Schöpfungsordnung in ihrer zeitlichen und sachlichen Abfolge. Begründung 2 in Vers 14. Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung. Das heißt, Eva hat, obwohl sie nicht als Erste und deren Mann nicht um ihret Willen, sondern sie um des Mannes Willen geschaffen wurde, den Platz der Unterordnung nicht bewahrt. Das hatte zwei Folgen. Erstens, sie wurde betrogen. Sie wurde betrogen, weil sie sich nicht unter den Mann geordnet hat und diesen nicht gefragt hat, bevor sie in das Gespräch mit dem Teufel einstieg und sie hat auch nicht auf ihn gewartet. Sie hat das Gebot zweitens, das Gebot Gottes, übertreten. Es war nicht Adam, der sich die Frucht nahm, sondern sie. Diese beiden Gründe, sowohl die zeitliche Schöpfungsordnung als auch die Tatsache, dass die erste Sünde durch die Frau begangen wurde, weil sie den Platz der Unterordnung verließ, sind also die Begründung, warum sie im christlichen Bereich den Platz der Unterordnung einhalten und bewahren soll. (00:09:14) Damit schließt der Apostelesen Abschnitt aber nicht ab, sondern setzt einen wunderbaren, segensreichen Schlusspunkt. Sie wird aber gerettet werden beim Kindergebären, wenn sie bleiben in Glaube und Liebe und Heiligkeit mit Sitzsamkeit. Am liebsten würde ich an diesem Vers vorbeigehen. Er ist nämlich alles andere als einfach. Erster Punkt. Was müssen wir unter dieser Errettung verstehen? Gute Bibelausleger zeigen uns, dass sich die Rettung beim Kindergebären an dieser Stelle nicht auf die ewige Rettung beziehen kann. Das ist völlig klar. Wenn es heißt, wenn sie bleiben in Glaube, Liebe und Heiligkeit, wird als Voraussetzung für diese Errettung ein gottwohlgefälliges, praktisches Leben genannt. Das ist ja nur möglich für jemanden, der bekehrt ist, also die ewige Errettung geschenkt bekommen hat. Zweitens kann man nicht durch eigenes Tun gerettet werden, sondern allein durch das Werk des Herrn Jesus. Eine zweite Schwierigkeit. (00:10:01) Normalerweise drückt der Apostel mit der Präposition durch, im griechischen Dia, das Mittel oder Werkzeug der Errettung aus, durch das Mittel des Kindergebärens. Vertrauenswürdige Bibelausleger, die wir schätzen, schlagen allerdings vor, wofür es auch andere Beispiele im Neuen Testament gibt, diese Genetivkonstruktion aufzulösen als Beschreibung eines begleitenden Umstands. Die Frau wird gerettet werden in dem Zustand von Kindergebären. Römer 4 Vers 11 ist ein anderes Beispiel dafür. Mit anderen Worten, Gott verheißt einer Frau in den Umständen, die durch den Sündenfall, von dem ja gerade die Rede war, mit Mühsal und Not verbunden sind, dass sie dort gerettet wird. Dass, wenn sie in Glauben, Liebe und Heiligkeit bleibt, ihr Leben also nach Gottes Wort führt, die wir in diesem Abschnitt finden, die Belehrungen aus dem Wort Gottes, weil der Geburt körperlich bewahrt wird. Sie bleibt am Leben. Diese Auslegung lässt bei mir allerdings Fragen zurück. Das hat mit zwei Aspekten zu tun. Ist es wirklich typisch christlich, und dieser Brief ist das, dass Gott uns etwas im Blick auf das Äußere verheißt? (00:11:02) Schon in der Zeit des Alten Testamentes sind manche gottesfürchtigen Mütter bei Geburten gestorben. Ein Beispiel für einen solchen Tod finden wir zum Beispiel in Rahel. Und das hat sich alles bis heute nicht geändert. In vielen Ländern der Welt sterben Mütter bei der Geburt. Ja, der Apostel hat dem Gefängniswärter in der christlichen Zeit verheißen, Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet werden, du und dein Haus. Und wir machen uns das gerne zu eigen. Aber im Unterschied zu unserem Vers ist das eine persönliche Ansprache, eine persönliche Verheißung für diesen einen Mann. Ist es wirklich die Gottesfurcht, die den Unterschied zwischen äußerer Rettung und Sterben macht? Es scheint mir fraglich zu sein, ob wir hier eine grundsätzliche Verheißung wie im Buch der Sprüche haben, die im Einzelfall oder in vielen Fällen anders ausfallen kann. Das ist aber nicht die einzige Frage, die mir bei dieser Auslegung kommt. Die zweite, vielleicht noch bedeutenderer ist, die Folge des Sündenfalls in 1. Mose 3 ist ja nicht das Sterben, sondern unter anderem Mühsal in der Schwangerschaft und Schmerzen bei der Geburt. Weder das eine noch das andere hat sich bis heute geändert, abgesehen von technischen Möglichkeiten, die mit Gottesfurcht ja nichts zu tun haben. (00:12:07) Geht es dem Apostel wirklich darum? Liegt es nicht mindestens ebenso nahe an das Bewahrtwerden vor dem Aufgeben der göttlich verordneten Pflichten und Haltung zu denken? Wir denken an 1. Timotheus 5 Vers 14. Er will nun, dass die jüngeren Witwen heiraten, Kinder gebären, technogoneo, das zugehörige Verb zu technogonia, also Kinder gebären in unserem Abschnitt. Beide Worte findet man jeweils nur an dieser einen Stelle im Neuen Testament. Also Kinder gebären, den Haushalt führen, dem Widersacher keinen Anlass der Schmähung wegen geben. Und so auch hier in unserem Abschnitt, indem die gläubige Frau die ihr zugedachte Stellung einnimmt, Paulus nennt beispielhaft das Kindergebären, wird sie ganz natürlich davor bewahrt bleiben, die Aufgaben des Mannes übernehmen zu wollen. Warum kann man zudem nicht die hier vorhandene Konstruktion mit durch in der normalen Art und Weise erklären? Durch das Mittel des Kindergebärens. Gott hat durch den Sündenfall einer Frau als Zucht übertragen, dass sie in Not Kinder gebärt. (00:13:01) Aber wenn sie im Glauben lebt, zu dem durch Liebe und Heiligkeit mit Sitzsamkeit geprägt ist, benutzt Gott gerade diese Not des Kindergebärens, um sie zu retten. Das heißt, er bewahrt sie so, in der richtigen Gesinnung und in der richtigen Stellung vor ihm zu leben. So schenkt er ihr Segen, weil sie gerade durch die Kinder, die als notvolle Geburt eine Folge des Sündenfalls sind, davor bewahrt wird, ihre Stellung aufzugeben oder zu verlassen. Eine Frau, die unverheiratet ist, steht in der Gefahr, eben keine Aufgabe zu Hause zu haben und zu meinen, andere belehren zu sollen. Eine Schwester, die keine Kinder bekommt und daher viel Zeit hat, könnte denken, ja, dann kann ich ja andere belehren. Aber wenn sie Kinder bekommt und ihre Zeit dadurch beansprucht wird, sich um die Kinder zu kümmern, bewahrt es sie davor, den von Gott gegebenen Platz zu verlassen. Und genau das ist Rettung. Natürlich kann ich dennoch mit meinen Kindern prahlen, meine Pflichten vernachlässigen, meine Aufgabenfelder woanders suchen und so weiter. Daher die vom Apostel genannte Bedingung, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sitzsamkeit. Da stellt sich die Frage, auf wen bezieht sich das Sie in Mehrzahl? (00:14:04) Mein Eindruck ist, Paulus geht hier ab Vers 9 auf die Frauen ein, Vers 10, was Frauen ziert und wendet sich hier erneut an die Frauen. Er erwähnt nicht von ungefähr, die Sitzsamkeit. Wenn Frauen in praktischem Glauben bleiben und wirklich durch praktische Liebe geprägt sind, ihr Leben äußerlich und innerlich in Heiligkeit führen mit Sitzsamkeit, dann sind sie besonnen, dann sind sie keusch, rein und zwar auf diese gesunde Weise. So werden Kinder, die als Folge des Sündenfalls mit Schmerzen verbunden sind, zu einem Punkt des Segens. Rettung ist Segen. Gottes Wort spricht an verschiedenen Stellen von Rettung und das auch in unterschiedlicher Bedeutung. Hier in diesem Brief heißt es in 1. Timotheus 4 Vers 16 zu Timotheus, Ähnlich spricht der Apostel Paulus beim Schiffbruch in Apostelgeschichte 17 Vers 20 von äußerer Rettung. (00:15:03) Und hier ist es bei der Frau ebenfalls möglich. Sie wird durch Kinder davor bewahrt, das zu tun, was Eva getan hat und den Platz des Mannes einzunehmen, weil sie mit der notvollen, tagfüllenden Aufgabe beschäftigt ist, sich um die Kinder zu kümmern. Wenn man das so vor Augen hat, dann zeigt der Apostel uns, dass die Frau einen Platz des Segens hat, wenn sie sich so verhält, wie Gott ihr diesen Platz gegeben hat. Jede Einschränkung von Gott ist nicht zum Schaden, sondern zum Segen. Hier bei der Frau zum Segen für andere Glaubensschwestern, für ihren Ehemann, wenn sie verheiratet ist und auch für die Geschwister insgesamt. Genau das möchtest du doch sein zum Segen. Und das wünsche ich dir und das wünsche ich euch von ganzem Herzen.
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Artikelreihe: Der Wert gläubiger Frauen für Gott und Menschen

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