Der Wert gläubiger Frauen in Gottes Wort (77): Eine Bibelstudie zu 1. Timotheus 2,9-15 - nicht äußerer Schmuck, sondern gute Werke (V. 9.10)


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(00:00:00) Wir haben in Vers 9 gesehen, dass der Apostel deutlich macht, dass eine Frau sich schmücken darf. Aber es wird auch der Rahmen dieses Schmucks genannt, nämlich in bescheidenem Äußeren. Sowohl das Auftreten, als auch die Kleidung, als auch das Äußere insgesamt soll bescheiden sein. Eben nicht mit äußerem Schmuck, sondern bescheiden, schamhaft, sitzam. Jetzt kommt als zweiter Teil, womit eine Frau sich nicht schmücken soll. Nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung. Und dann kommt als drittes in Vers 10, wodurch sie sich schmücken darf. Nämlich durch gute Werke, was geziemend ist für solche, die sich zur Gottesfurcht bekennen. Nun ist die Frage, was ist mit nicht, sondern gemeint? Meint das, dass die guten Werke im Vordergrund stehen sollen? Dass sozusagen das im Mittelpunkt steht? Dass es aber eben nicht bedeutet, dass man nicht auch einen gewissen Schmuck tragen darf? Oder meint das, dass wir anstelle dessen, was äußerer Schmuck ist, gute Werke als einen inneren Schmuck gewissermaßen tragen sollen? Schauen wir uns die Konstruktion an, die der Apostel hier wählt. Nicht ist im Griechischen me und sondern heißt alla. (00:01:02) Und diese Zusammenstellung, nicht sondern, kommt eine ganze Anzahl von Fällen im Neuen Testament vor. Wir nehmen uns ein paar davon, um zu sehen, was die Bedeutung ist. Das erste Mal, worauf ich hinweisen möchte, ist in Matthäus 5 in Vers 17. Der Herr Jesus spricht dort über seine Beziehung zum Alten Testament. Er sagt, ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Das heißt, das Gesetz zur vollen Geltung zu bringen. Der Jesus kam, um das Gesetz zu erfüllen, um deutlich zu machen, als Erfüller des Gesetzes, was das Gesetz eigentlich bedeutet. Heißt es dann, wenn er nicht gekommen war, aufzulösen, dass er es ein bisschen auflöst, solange diese Auflösung nicht im Mittelpunkt steht? Nein, wir verstehen sofort, es ist anstelle der Auflösung, war er der Erfüller. Er hat überhaupt nichts aufgelöst von diesem Gesetz. Vers 39 widersteht nicht dem Bösen, sondern wer dich auf deine rechte Wange schlägt, dem halte auch die andere hin. Will der Jesus damit sagen, es ist richtig, wenn dich jemand schlägt, auch die andere, die linke Wange, hinzuhalten. Aber das heißt nicht, dass du dem Bösen nicht widerstehen darfst, jedenfalls nicht vollständig. (00:02:01) So ein bisschen darfst du das. Nein, wir verstehen sofort, es meint, wir sollen dem Bösen überhaupt nicht widerstehen. Und anstelle dessen sollen wir eben bereit sein, sogar die andere Wange, wenn er mich geschlagen hat, hinzuhalten. Eine dritte Stelle, Markus 13 Vers 11. Da sagt der Herr Jesus, wenn sie euch hinführen, um euch zu überliefern, so sorgt euch vorher nicht, was ihr reden sollt, sondern, was irgend euch in jener Stunde gegeben wird, das redet. Das heißt, sie würden verfolgt werden und sie brauchten sich darauf nicht vorzubereiten. Das wäre manchmal in einer so kurzfristigen Zeit, dass sie sich gar nicht vorbereiten könnten, sondern es würde ihnen, wie es an anderer Stelle heißt, durch den Heiligen Geist, durch Gott selbst gegeben werden, was sie reden sollten. Wenn es jetzt hier heißt, sorgt euch vorher nicht, was ihr reden sollt, ist damit gemeint, sie sollten im Wesentlichen auf die Führung des Heiligen Geistes vertrauen, aber so ein bisschen könnten sie sich schon vorbereiten. Wir verstehen sofort, nein, sie hatten keine Zeit dazu. Sie brauchten das auch nicht. Gott würde ihnen zur Seite stehen und würde ihnen helfen. Das heißt, anstelle des sich Vorbereitens, meint es, dass Gott ihnen zur Seite stünde. Ganz bedeutsam ist Johannes 3 Vers 15 und 16, sehr bekannte Verse, (00:03:04) in der Jesus sagt, dass der Sohn des Menschen erhöht werden wird, damit jeder, der an ihn glaubt, an den Sohn des Menschen, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Wir verstehen, jemand, der an den Herrn Jesus glaubt, der bekommt ewiges Leben geschenkt. Wunderbare Tatsache. Heißt das nun, dass man nur ein bisschen verloren geht? Nein, wir verstehen sofort, der geht überhaupt nicht verloren. Nicht verloren, entweder geht man verloren oder man bekommt ewiges Leben geschenkt. Derjenige, der an den Herrn Jesus glaubt, bekommt ewiges Leben geschenkt und geht deshalb überhaupt nicht verloren. Also wir verstehen, dass es hier heißt, statt A, B. Paulus meint also nicht, wenn materieller Schmuck nicht im Vordergrund steht, dann kann man eben auch ein bisschen Schmuck tragen. Nein, sondern Schmuck ist gar nicht richtig. Schmuck ist nur dann richtig, wenn er, wie wir gesehen haben, Bescheidenheit, Besonnenheit, (00:04:03) Kleidung ist, die eben nicht in den Mittelpunkt geht, Kleidung, die zurückhaltend ist, Bescheidenes Äußeres. Wenn es zweitens, Vers 9b, keine Schmuckstücke materieller Art sind, sondern drittens anstelle von Schmuckstücken angemessene Werke. Das heißt, Paulus macht deutlich, entweder wir schmücken uns oder wir sind geprägt durch gute Werke. Eine Vermischung in dieser Weise ist nach seinen Worten nicht möglich. Es ist auch interessant, dass wenn er jetzt hier sagt, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung, man an eine Stelle denkt in den Propheten Jesaja. In Jesaja 3 Vers 18 spricht der Geist Gottes über das, was damals Schmuck war. An jenem Tag wird der Herr den Schmuck der Fußspangen und der Stirnbänder und der Halbmonde wegnehmen, die Ohrgehänge und die Armketten und die Schleier, die Kopfbunde und die Schrittkettchen und die Gürtel und die Riechfläschchen und die Amulette, die Fingerringe und die Nasenringe, (00:05:02) die Prachtkleider und die Mäntel und die Umhänge und die Beutel, die Handspiegel und die Hemden und die Turbane und die Schleier. Und es wird geschehen, statt des Wohlgeruchs wird Moder sein, statt des Gürtels ein Strick und so weiter. Das heißt das Gericht. Hier sehen wir, wie Gott im Blick auf Israel wirklich diesen Schmuck ihnen wegreißen wird. Also unabhängig, ob es jetzt um Schmuck um den Hals geht, um Schmuck in den Haaren geht, um Schmuck an den Ohren geht, an den Armen oder an den Beinen. Wir sehen hier, eine gläubige Frau soll statt dieses Schmuckes durch gute Werke geprägt sein. Was nimmt nun der Geist Gottes hier für Schmuckstücke? Er spricht von Haarflechten und Goldperlen kostbarer Kleidung. Er zeigt also, dass sowohl auf dem Kopf als auch, wo auch immer diese Dinge wie Goldperlen und kostbare Kleidung getragen wird, das alles soll eine Frau eben nicht tragen. Sie soll nicht nur nicht dadurch gekennzeichnet sein, sondern das soll nicht an ihr gefunden werden. Flechten, was meint das jetzt? Manche haben gesagt Haarflechten, das heißt also, dass ich mir auch keinen Zopf flechten kann. (00:06:02) Nun, dieses Haarflechten ist eine kunstvolle Form der Haarzubereitung. Es geht dem Geist Gottes also hier nicht, und das meint das Wort nicht, dass man das Haar in einer ordentlichen Weise zusammenbindet, sondern es meint, dass man ein Kunstwerk aus den Haaren macht durch Flechten, das alle darauf sehen. Es ist übrigens bemerkenswert, dass es ja nur an dieser Stelle, dass dieses Wort Haarflechten vorkommt im Neuen Testament, dass aber das dazugehörende Verb flechten dreimal vorkommt. Und alle drei Male sind verbunden mit der Dornenkrone, die dem Herrn Jesus geflochten wurde. Also aus den Haaren soll kein Kunstwerk gemacht werden, dass die Haare eben angeschaut werden, sondern die Haare sollen in bescheidenem Äußeren getragen werden, in bescheidener Art und Weise auftreten. Gold, auch hier ist jetzt nützlich zu erkennen, dass der Geist Gottes uns hier nicht eine vollständige Liste alles dessen geben möchte, was Schmuck ist. Das wäre alttestamentlich, das wäre gesetzlich gedacht. Im Gesetz wurde für jede Einzelheit eine Vorschrift gegeben. Und wenn dann eine fehlte und das Volk Israel nicht wusste, was es zu tun, gingen sie zu Mose oder zu späteren Priestern oder Königen und haben gefragt, was ist da jetzt zu tun? (00:07:08) Und dann hat Gott eine neue Antwort, ein neues Detail gegeben. Das Neue Testament, oder wir können ganz allgemein sagen, die Schrift für uns Christen dagegen, gibt uns Grundsätze. Und diese Grundsätze, sie wollen uns lehren, was der Geist Gottes möchte. Wenn er also hier von Gold spricht, dann meint der Apostel Paulus nicht, aber Silber und Kupfer und sonst an Edelmetallen oder sonst was an Schmuck könnt ihr tragen. Sondern das Gold steht Pas Prototo als ein Beispiel für diese Metalle, Edelmetalle, diese Schmuckstücke. Genauso die Perlen, egal ob sie nun als Kette an den Ohren oder sonst wo getragen werden. Es geht nicht um den Ort, sondern es geht um die Sache. Auch Perlen nicht, kostbare Kleidung, damit ist eben nicht gemeint. Das haben manche so verstehen wollen dann, wir müssen uns doch kleiden. Natürlich sollen wir uns kleiden und wir sollen auch anständig gekleidet werden. Wir haben beim letzten Mal gesehen, ich kann auch dadurch, dass ich besonders alt backen oder eine besonders alte Form nehme, auch dadurch bin ich nicht bescheiden. (00:08:01) Auch das ist eine Art Schmuck in einer eben anderen Richtung dann. Nein, es geht darum, dass ich nicht kostbare, übrigens ein Wort, was öfter auch mit sehr kostbar übersetzt wird, eine sehr kostbare Kleidung trage, wo eben deutlich wird, das ist jetzt etwas Besonderes. Das ist eben eine Rolex, das ist eben etwas, was einzigartig ist. Wir sehen daran auch, dass es natürlich schwierig ist und wir auch in diesem Punkt ausgewogen sein müssen. Schmuck hier ist ein Schmuck, der außer dem Schmuck keine Funktion hat, nicht ganz. Deshalb wird von sehr kostbarer Kleidung gesprochen. Natürlich dürfen wir Kleidung tragen und die Frage ist, was ist das für eine Kleidung? Gott sagt auch nicht, wir müssen das Billigste tragen, aber ist das Schmuck? Und das ist jetzt eine Frage, die unser Herz betrifft, wie wir beim ersten Podcast gesehen haben, wo ich vielleicht das Gleiche tragen kann wie ein anderer, aber in meinem Herzen ist das etwas, womit ich mich schmücken möchte und bei dem anderen ist das vielleicht, weil er vermögend ist, ist das ganz anders geartet. Wir wollen uns also fragen, ist das etwas Schmuckhaftes? (00:09:02) Ich kann eine Uhr, die eine Funktion hat, die also als solche kein Schmuck ist, kann ich aber wie Kleidung zu einem Schmuck machen. Wie ich als Mann auch sehr auf Autos fixiert sein kann und wir brauchen heute Autos. Die meisten kommen von uns ohne Autos nicht klar, aber ich kann aus dem Auto ein Schmuckstück machen. Und das wollen wir uns fragen, ob wir daraus vielleicht Schmuckstücke machen. Also insofern wollen wir gerade als Männer, es geht hier um Frauen, wollen wir vorsichtig sein, weil wir selber Schmuck tragen können und heute oftmals Männer noch mehr aus sich machen als Frauen. Also wir sehen, dass hier deutlich gemacht wird, nein, kein Schmuck. Wir haben gesehen in Vers 9, dass die Kleidung ordentlich bescheiden, wir können sagen, nicht körperbetont sein soll. Das ist bescheiden, dass eben nicht mein Körper in den Vordergrund gerät, dass ich nicht die Sinne irgendwie anspreche. Vers 9b zeigt, dass ich nicht durch an mir tragende Dinge wie besondere Kleidung, wie Schmuckstücke, dass ich dadurch mich nicht schmücken soll. Es soll alles anständig, gebührend und passend sein. (00:10:05) Und dann heißt es, sondern, was ich geziemt für Frauen, die sich zur Gottesfurcht bekenne, durch gute Werke. Das heißt, es reicht nicht nur, gottesfürchtig zu sein, sondern ich soll dem, was in der Gottesfurcht liegt, auch mein Leben bestimmen lassen durch gute Werke. Gute Werke hier sind Werke, es gibt zwei Ausdrücke im Griechischen besonders, die für gute verwendet werden. Werke, die zum Nutzen, zum Segen sind für andere. Das heißt, die auch zur Hilfe sind für andere. Das soll das Augenmerk sein, dass ich zum Segen bin für andere und nicht zum Schaden. Nicht, dass sie auf mich sehen, sondern dass ich auf sie sehe, um ihnen eine Hilfe zu sein, durch gute, hilfreiche, nützliche Werke. Und das gilt für solche, die sich zur Gottesfurcht bekennen. Das sind doch gläubige Frauen, die bekennen sich doch zur Gottesfurcht. Sie wollen nicht sich bekennen dazu, dass sie im Mittelpunkt stehen. Sie wollen sich nicht dazu bekennen, dass an ihnen etwas gesehen wird. Und das ist Schmuck. Schmuck wird gesehen. Und darauf soll nicht gesehen werden, sondern Gott möchte, dass an die Stelle des Schmuckes eben das gerät, was wirklich zum Segen ist, (00:11:07) was anständig ist, was gebührend ist, was passend ist für eine Frau. Es ist eigentlich nicht so schwer. Ja, die geistlichen Strömungen oder die Zeitströmungen in dieser Welt gehen dahin, dass sich der Mensch schmückt, äußerlich schmückt. Und Gott möchte das nicht. Gott möchte, dass wir durch gute Werke geprägt sind und dass diese guten Werke an die Stelle, nicht in die Ergänzung, sondern auch nicht dominierend allein sind, sondern an die Stelle von dem treten, was Schmuck ist. Sind wir dazu noch bereit? Sind wir bereit, dem Wort Gottes gehorsam zu sein? Es gibt heute so viele Argumente, die wir anführen, um zum Beispiel Ohrringe zu rechtfertigen. Ich habe das gehört, das ist etwas, was den Blutfluss anregt. Ich kann es nicht beurteilen, das mag sogar sein. Aber wusste das Gott nicht auch? Und doch sagt Gott, kein Schmuck. Wir können von Herzen gehorsam sein. Das ist die Frage. Das ist tatsächlich eine Frage der Herzenshaltung. Brauche ich Schmuck? Keiner von uns braucht Schmuck. Das heißt, Schmuck hat immer eine Zielsetzung, die etwas beinhaltet, was nicht nötig ist für mich (00:12:09) und was einem anderen sogar zum Schaden sein kann. Ich weiß, dass mein Großvater meiner Mutter einmal gesagt hat, wenn du eine Kette anziehst, ziehen deine Töchter drei Ketten an. Auch das ist etwas, was man mal bedenken kann. Aber wir brauchen nicht menschliche Ratschläge. Gottes Wort ist klar und Gottes Wort ist immer zum Segen. Das heißt, hier ist die Frage, wollen wir ein segensreiches Leben führen, dann werden wir uns ganz schlicht dem anschließen, was Gottes Wort hier sagt. Wir haben hier nicht einen Punkt, wo wir jetzt irgendjemanden verurteilen müssen, wo wir irgendwie gegen jemanden vorgehen wollen oder sollen. Aber wir wollen doch das Wort Gottes nicht nur in seiner Gänze, sondern auch in seinen einzelnen Teilen zu uns reden lassen. Und hier redet das Wort Gottes zu uns, hier besonders zu euch als gläubige Frauen. Aber ich habe schon gesagt, die Männer heute, wie man so schön sagt, haben so viele weibliche Anteile inzwischen in unserer Gesellschaft, dass wir uns fragen wollen, ob das nicht zugleich inzwischen auch eine Ansprache an uns Männer ist.
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Artikelreihe: Der Wert gläubiger Frauen für Gott und Menschen

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