Am: Di, 1. September 2026
Das Erste, was gläubigen Frauen gesagt wird in 1. Timotheus 2,9 ist, dass sie sich schmücken dürfen. Womit? Mit Bescheidenheit im Äußeren ...
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Nachdem wir uns einleitend den Kontext von 1. Timotheus 2 angeschaut haben, kommen wir
jetzt zu dem Bibeltext.
In 1. Timotheus 2 Vers 8 heißt es: "Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten,
in dem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung".
Das ist die Anweisung, die der Geist Gottes durch den Apostel Paulus an uns Männer richtet.
Ich will nun.
Und wohl uns, wenn wir dieser Aufforderung nachkommen.
Es ist für Frauen keine Begründung, anders zu handeln, als die Versen 9-15 zeigen, wenn
wir Männer nicht diesen Aufforderungen, die Paulus in Vers 8 uns zeigt, nachkommen.
Und dennoch sind wir mitverantwortlich, wenn wir nicht das tun, nämlich an jedem Ort beten,
dass unsere Frauen dem ihren, den Anforderungen, die Gott an sie stellt, auch nicht nachkommen.
Also es ist keine Begründung, aber wir als Männer tragen eine Verantwortung dafür.
Jetzt heißt es weiter in Vers 9: "Ebenso auch, dass die Frauen sich in bescheidenem Äußeren (00:01:02)
mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen
oder kostbarer Kleidung".
Hier geht es also jetzt um Frauen.
Frauen in der Unterscheidung zu Männern.
Nicht geistliche Frauen in der Unterscheidung zu schwachen, ungeistlichen Frauen, sondern
Frauen in der Unterscheidung zu Männern.
Bei den Männern wird ein Artikel benutzt, ich will nun, dass die Männer, das heißt
alle Männer, sind hier aufgefordert, sich so zu verhalten.
Es ist auffallend, dass bei den Frauen der Artikel fällt, ebenso auch, dass Frauen sich
in bescheidenem Äußeren und so weiter.
Das heißt, Frauen werden hier als Frauen gesehen und sollen in ihrer Eigenschaft als
Frauen, weil sie eben Frauen sind, sollen sich so verhalten, wie Paulus das hier vorstellt.
Zweitens, wenn es jetzt hier heißt, ebenso auch, dann will Paulus gerade nicht sagen,
dass sie, wie die Männer, ebenso an jedem Ort beten, sondern er unterscheidet hier die
Frauen von den Männern, sagt aber, so wie ich will, dass die Männer dies tun, will (00:02:04)
ich ebenso auch, dass die Frauen, und wenn wir das mit einem Wort überschreiben, sich
in bescheidenem Äußeren und in bescheidenem Auftreten verhalten.
Wir finden also hier, dass deutlich gemacht wird, dass die Frauen nicht aufgefordert werden,
eben an jedem Ort zu beten, sondern dass die Frauen aufgefordert werden, sich durch ein
Bescheidenes, durch ein Anständiges, durch ein Ehrbares Äußeres prägen zu lassen.
Wir sehen also drittens, dass hier der Apostel Paulus auf das Äußere zu sprechen kommt.
Es ist bemerkenswert und auffallend, dass er in Vers 9 davon spricht, wie sich die Frauen
in ihrem Äußeren verhalten sollen, in Vers 9b, dass er zeigt, was sie nicht tragen sollen,
was sie nicht haben sollen, und in Vers 10, was sie innerlich kennzeichnen sollen.
Das macht deutlich, dass Äußeres und Inneres miteinander verwoben sind, miteinander verbunden (00:03:04)
sind, dass wir eben, wie wir das schon in 1. Samuel 16 gesehen haben, keineswegs sagen
können, das Äußere ist das eine, das Innere ist das andere, und vielleicht gibt es eine
gewisse Verbindung, aber mehr auch nicht.
Nein, Paulus verbindet ausdrücklich das Äußere und das Innere miteinander, und das zeigt,
wie wichtig es ist, dass ihr als Frauen sowohl in eurer Haltung und Gesinnung, als auch in
dem, was ihr dann äußerlich sichtbar macht, in eurem Verhalten, wie auch in eurer Kleidung
oder eben Schmuck, beziehungsweise Nichtschmuck, dass das eben nach Gottes Gedanken miteinander
verbunden ist, und man nicht sagen kann, du schaust ja nur auf das Äußere.
Ja, das ist eine Gefahr bei uns Männern, oder auch bei Frauen, aber das kann ich niemandem
sagen, weil Gott das Äußere mit dem Inneren verbindet.
Jetzt geht es in Vers 9 ebenso, dass die Frauen von Paulus aufgefordert werden, sich in bescheidenem
Äußeren zu schmücken. (00:04:02)
Frauen dürfen es also auf dem Herzen haben, sich zu schmücken, dürfen es auf dem Herzen
haben, schön zu sein.
Die entscheidende Frage ist nur, wodurch ist man schön und für wen ist man schön?
Dass sich eine Ehefrau für ihren Ehemann schmückt, dass sie für ihren Ehemann schön sein möchte,
das ist natürlich.
Aber hier geht es ja, wie wir gesehen haben, um das Verhalten im Haus Gottes, das heißt
um das Verhalten inmitten der Glaubensgeschwister, um das Verhalten, in dem wir sieben Tage in
der Woche, 24 Stunden sind, wir sind immer in dem Haus Gottes, das heißt der Apostel
beschränkt das Verhalten hier durchaus nicht auf die Zusammenkünfte, obwohl sie einen
besonderen Platz haben, sondern er sagt, dass wir uns immer in dem Haus Gottes verhalten.
Ich kann mich also nicht damit herausreden, dass ich sage, naja, das ist aber jetzt, wie
ich mich in dem häuslichen Bereich verhalte und das ist, wie ich mich woanders verhalte.
Auch das eheliche Verhalten, auch das Verhalten in der Ehe ist ein Teil dessen, wo wir in (00:05:04)
dem Haus Gottes sind.
Nun, wenn es um das wo geht, dann sagt Paulus, in dem Haus Gottes, Kapitel 3 Vers 15, das
heißt, wo immer Frauen sind, wo immer Frauen auftreten, da sind sie in dem Haus Gottes.
Es wird hier keine Unterscheidung gemacht zwischen den Zusammenkünften und dem Rest.
Natürlich dürfen wir sagen, dass wir in den Zusammenkünften ganz besonders vor Augen
haben dürfen, dass wir nicht alleine sind, sondern es geht hier egal, wo wir uns verhalten,
wo wir uns aufhalten, darum, dass wir nach diesen Gedanken handeln sollen.
Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht bei den Zusammenkünften ganz besonders daran
denken sollten, uns auch im äußeren Recht zu verhalten.
Denn durch das, was ich tue, durch das Auftreten, auch durch meine äußeren Dinge, kann ich
ja zu einer Ablenkung werden für solche, die in den Zusammenkünften sitzen, sowohl (00:06:02)
für Brüder als auch für Schwestern.
Ja, in den Zusammenkünften darf ich Rücksicht nehmen und das ist keine Heuchelei.
Selbst wenn ich Rücksicht nehme auf andere, selbst wenn ich für mich persönlich vielleicht
Dinge anders sehen mag.
Wir sehen dann, dass bei dem Schmücken weitergesagt wird, womit sich eben eine Frau schmücken
soll.
Sie soll sich schmücken in bescheidenem Äußeren mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit.
Das Äußere, das ist das, was man sehen kann, ist das, was man bemerkt.
Es ist auch das Auftreten.
Das Thema kommt, oder dieses Wort kommt von Kleidung, das, was herunterhängt, aber es
geht über die Kleidung hinaus.
Es ist durchaus auch gemeint, das Auftreten, mit dem wir in der Öffentlichkeit auftreten.
Das Wort selbst kommt von ruhig sein, beruhigen und das ist eigentlich sehr schön.
Ich kann durch mein Äußeres auftreten, ich kann durch meine Kleidung, kann ich beruhigen, (00:07:01)
aber ich kann auch die Herzen und so weiter beunruhigen.
Ich kann sie in Wallung bringen und das ist eben die Frage, was du als Schwester tun möchtest
und was du als Schwester tust.
Paulus spricht also hier von Äußerem und das ist offensichtlich wichtig in dem Zusammenhang
des Hauses Gottes.
Das Äußere soll bescheiden sein, das heißt, es soll anständig sein, es soll ehrbar sein,
es soll nicht auffallend sein.
Auffallen kann ich dadurch, dass ich sehr modern bin, mich kleide kann ich aber auch
dadurch, dass ich sehr alt, altbacken sein.
Es geht also nicht darum, was ich jetzt genau in meinem Äußeren trage, wie ich mich genau
kleide, sondern es soll eben nicht etwas sein, was unbescheiden ist, was auffallend ist,
was in den Blick gerät.
Ich soll nicht jemand sein wollen, der in den Mittelpunkt gerät, durch mein Äußeres,
durch mein Auftreten.
Es soll nicht schlampig sein, es soll nicht Anstoß geben, es soll andere nicht ärgern, (00:08:01)
sondern es soll bescheiden, es soll im Hintergrund sein.
Wollen wir uns fragen, ob das die Realität der Kleidung ist und jetzt mal hier speziell
bei euch als Frauen.
Der Apostel fügt dann hinzu, dass dieses bescheidene Äußere mit Schamhaftigkeit und
Sittsamkeit geschmückt sein soll.
Schamhaftigkeit heißt wieder bescheiden, zurückhaltend, anständig, genügsam sein.
Das heißt eine gewisse Scheu, die mit Furcht verbunden ist, eben nicht grenzenüberschreitend.
Und sittsam heißt sauber, besonnen.
Es ist das Gegenteil von Stolz oder Anmaßung.
Es ist eben, dass man selbstkontrolliert ist, dass man nachgedacht sich kleidet, dass man
sich nicht eitel kleidet.
Das ist das, was hier im Blick auf das Äußere vorgestellt wird.
Das will Paulus, dass die Frauen gerade in dieser Weise auftreten und sich kleiden und
frage dich, ob das wirklich der Fall ist, ob dein Schmuck eben der ist, bescheiden zu
sein im Äußeren, schamhaft, sittsam. (00:09:02)
Ich kann übrigens, wenn ich das mal nebenbei sagen kann, mir einen Rock anziehen, wodurch
ich ja in besonderer Weise die Unterscheidung zum Mann zeigen kann und das aber in einer
völlig schamlosen, in einer unsittlichen Weise tun, die eben geradezu die Blicke auf
mich lenkt und nicht von mir weg lenkt.
Also wir sehen hier, dass das in mehrerlei Hinsicht wirklich von Bedeutung ist, was Paulus
über das Äußere von euch Frauen sagt.
Und schenke Gott, dass wir alle in unserem Äußeren, aber hier besonders ihr, dass nach
diesen Gedanken Gottes, nach dieser Anordnung Gottes auch tut zu seiner Verherrlichung und
damit etwas von der Versammlung Gottes darstellt, Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit zu sein.