Homo Deus
Homo Deus – Eine Geschichte von Morgen (Homo Deus: A Brief History of Tomorrow) ist ein 2015 erschienenes Sachbuch des israelischen Historikers Yuval Noah Harari. Der lateinische Ausdruck Homo Deus bedeutet wörtlich „Mensch-Gott“ oder „göttlicher Mensch“.
Harari verwendet den Begriff als Symbol für eine mögliche Zukunft, in der der Mensch durch Wissenschaft und Technologie seine natürlichen Grenzen überwindet und Fähigkeiten erlangt, die früher allein Gott zugeschrieben wurden: Krankheiten besiegen, das Leben drastisch verlängern, die Intelligenz steigern, den menschlichen Körper optimieren und möglicherweise sogar den Tod überwinden. Harari stellt die These auf, dass die Menschheit ihre Hauptprobleme zunehmend unter Kontrolle bekommt: Hunger, Seuchen und Krieg.
Dadurch entstehen neue Ziele, u.a. will man so die Göttlichkeit des Menschen erreichen. Der Mensch soll sich durch Biotechnologie und künstliche Intelligenz zu einer überlegenen Spezies weiterentwickeln.
Die christliche Sicht
Hier prallen zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen aufeinander:
- Homo Deus: Der Mensch versucht, sich selbst zu erhöhen und gottähnlich zu werden.
- Jesus Christus: Derjenige, der es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, erniedrigte sich selbst und wurde Mensch (Phil 2,5-11).
Während die Vision des Homo Deus auf Selbstoptimierung, Macht und Kontrolle setzt, zeigt das Wort Gottes, dass wahre Größe in Demut, Liebe und Hingabe liegt.
Jesus Christus, Gottes Sohn, stieg herab und machte sich selbst zu nichts. Er ging sogar bis an das Kreuz. Der Mensch versucht seit dem Sündenfall, sich selbst zu erhöhen. Er strebt nach Selbstoptimierung. Bei Christus sehen wir Selbsthingabe. Während der Mensch sagt: „Ich will hinauf.“, sagt Christus: „Ich komme zu euch hinab.“
Nutzen ja, ewige Hoffnung nein
Das bedeutet nicht, dass KI oder technischer Fortschritt grundsätzlich schlecht wären. Sie können wertvolle Werkzeuge sein, um Menschen bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen oder Wissen zugänglich zu machen. Gefährlich wird Technik dort, wo sie zum Heilsversprechen wird – wo der Mensch hofft, durch seine eigene Intelligenz, seine Daten oder seine Maschinen das zu erreichen, was nur Gott schenken kann: ewigen Frieden und ewiges Leben.
Menschen sollten sich davor hüten, mithilfe der KI einen neuen Turm von Babel zu bauen. Die einzige Hoffnung liegt nicht in einer immer intelligenteren Maschine, sondern in einem demütigen Retter sowie dem Anerkennen, dass wir verlorene Menschen sind.
Der Weg Gottes war nicht der Weg des Homo Deus, sondern der Weg des Homo Christus: von oben nach unten. Und gerade weil Jesus Christus sich so tief erniedrigte, hat Ihn der Vater auf den höchsten Platz des Universums gesetzt!
„Der, da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist, und, in seiner Gestalt wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte, indem er gehorsam wurde bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz.“ (Phil 2,6.7)
Quelle: bibelpraxis.de/a10302.html