Am: Do, 13. August 2026
In diesem abschließenden Podcast zum Thema Kopfbedeckung fassen wir noch einmal zusammen, warum diese Hinweise des Apostels zum Thema "Kopfbedeckung" nicht nur im persönlichen Bereich, in dem persönlichen Dienst Anwendung finden, sondern auch vom Apostel für die Zusammenkünfte von Gläubigen zu einem geistlichen Zweck, seien sie im Namen des Herrn oder nicht, aufgeschrieben wurden.
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(00:00:00)
Mit diesem Podcast wollen wir dann das Thema 1. Korinther 11 Verse 2 bis 16 abschließen.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal vorstellen, warum dieser Abschnitt sich nicht nur auf
den persönlichen Bereich beziehen kann.
Erstens wollen wir daran denken, dass es einen Rahmen gibt, den wir hier haben.
In 1. Korinther 10 finden wir den Tisch des Herrn.
In 1. Korinther 11 Vers 23, eigentlich schon vorher, Vers 17 finden wir das Mahl des Herrn
vorgestellt.
Und genau in die Mitte davon wird die Belehrung über die Kopfbedeckung und über die Schöpfungsordnung
gestellt.
Warum?
Weil gerade in Verbindung mit dem Tisch des Herrn und dem Mahl des Herrn diese Schöpfungsordnung
in den Zusammenkünften auch ausgelebt werden soll.
Das passt eben auch dazu, zweite Begründung, dass wir als Thema in dem ersten Korintherbrief
die Ordnung im Haus Gottes haben.
Und das Haus Gottes ist natürlich mehr als nur die Zusammenkünfte, aber das Haus Gottes
ist die Versammlung und zu der Versammlung Gottes gehört auch zu dem Haus Gottes natürlich, (00:01:06)
dass die Versammlung zusammenkommt, dass das sichtbar wird am Tisch des Herrn, beim Mahl
des Herrn.
Drittens dürfen wir nicht vergessen, dass die Belehrungen der Kapitel 11 bis 14 einen
Abschnitt bilden.
Nachdem zuvor bis Kapitel 10 es eigentlich um das Haus Gottes ging, geht es jetzt um
den Leib Christi und wie er sichtbar wird durch das eine Brot in den Zusammenkünften
und wie diese Versammlung eben als Leib Christi funktioniert, auch gerade in den Zusammenkünften,
wo die Gaben ausgeübt werden.
Und der Einstieg in dieses Thema ist die Schöpfungsordnung.
Und der Schlussteil dieses Themas ist erneut die Schöpfungsordnung, wenn ab Vers 34 von
Kapitel 14 ausdrücklich gesagt wird, dass die Frauen schweigen sollen.
Das heißt, die Zusammenkünfte und das, was mit den Zusammenkünften zusammenhängt,
wird geradezu eingeschlossen in diese Rahmenbedingung, dass es eben die Schöpfungsordnung gibt, die (00:02:01)
in den Zusammenkünften, in der Versammlung auch bewahrt werden soll.
Natürlich, wie wir gesehen haben, in Christus gibt es diese Unterschiede zwischen Mann und
Frau, soziale Unterschiede und so weiter nicht mehr.
Aber solange wir auf der Erde sind, solange die Schöpfungsordnung für uns, die wir zu
der ersten Schöpfung gehören, auch zu der neuen Schöpfung als Erlöste, aber die wir
mit unserem Körper noch zu der ersten Schöpfung gehören, soll diese Schöpfungsordnung verwirklicht
werden.
Dann haben wir viertens, dass das typische Kennzeichen der Versammlung ist, dass sie
eine betende und eine weissagende Gesellschaft ist.
Dass sie eine betende Gesellschaft ist, finden wir, da gibt es zwar die Versammlung Gottes
noch nicht, aber in Apostelgeschichte 1 sozusagen als Ausdruck, wo dann hingeleitet wird zu
der Versammlung, heißt es in Vers 14, diese alle verharrten einmütig im Gebet mit einigen
Frauen und so weiter.
Das finden wir dann auch in Kapitel 4 Vers 24, wo es diese Versammlung gibt, sie aber
als sie es hörten, nämlich die dort Versammelten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und (00:03:04)
sprachen.
Das heißt, wir finden hier das Gebet.
Das Gleiche finden wir dann auch in Apostelgeschichte 12 noch einmal, als Petrus ins Gefängnis
geführt wurde und die Gefahr bestand, dass er umgebracht wurde.
Da heißt es in Apostelgeschichte 12 Vers 5, aber von der Versammlung wurde anhaltend
für ihn zu Gott gebetet.
Also in wunderbarer Weise finden wir, dass die Versammlung eine betende Versammlung ist
und die Frauen eben auch die Schwestern beten, nicht indem sie hörbar ihre Stimme erheben,
aber beten sie nicht?
Es ist eine betende Versammlung.
Und es ist eine weissagende Versammlung, denn der Apostel möchte in 1. Korinther 14 Vers 1:
"Strebt nach der Liebe, eifert aber nach den geistlichen Gaben, vielmehr aber, dass ihr weissagt".
Ihr, die Korinther, natürlich ist das Aussprechen der Weissagung durch die Brüder dort vorgenommen
worden, aber ihr, die Korinther, ihr sollt eine weissagende Versammlung sein, das soll
euer Anliegen sein für die Zusammenkünfte. (00:04:01)
Also auch da finden wir, dass die Zusammenkünfte im Fokus stehen.
Fünftens, gerade da, wo nach Galater 3 Vers 28, wir in Christus sind, wo also die Schwestern
ein Bewusstsein haben dürfen und haben sollen, in Christus gibt es keinen Unterschied, in
der Wertigkeit gibt es keinen Unterschied, gerade da sollen sie, solange wir auf der
Erde sind, solange wir auf der Erde wohnen, sollen sie deutlich machen, dass sie aber
akzeptieren, dass nach der Ordnung Gottes für diese Erde, in der Schöpfung, sie eben eine
andere Aufgabe, eine andere Funktion wahrnehmen.
Sechstens, haben wir in dem Abschnitt gesehen, dass mehrfach von Unehre und von Schändlichkeit
die Rede ist.
Schändlich, Unehre, Herrlichkeit, Bildsein, das ist doch etwas, was nach außen hin, in
der Öffentlichkeit sichtbar wird und wo mehr als in den Zusammenkünften.
Gerade da wird sichtbar, sind wir zur Ehre oder sind wir zur Unehre?
Haben wir das Haupt bedeckt oder haben wir es nicht bedeckt? (00:05:01)
Sind wir damit zur Ehre des Hauptes jeweils oder zur Unehre?
Dazu kommt siebtens, dass in Vers 16 davon die Rede ist, dass es solche Gewohnheiten nicht in den
Versammlungen Gottes gibt.
Das macht deutlich, dass der Apostel überhaupt keinen Zweifel daran lässt, dass es ihm nicht
nur um ein persönliches, privates Agieren geht, sondern dass es um die Versammlungen
Gottes geht.
Wo werden denn die Versammlungen Gottes sichtbar?
Die werden ja nicht im Alltag sichtbar, sondern sie werden sichtbar in den Zusammenkünften
und gerade da soll es eine falsche Gewohnheit im Blick auf die Kopfbedeckung nicht geben.
Achtens, gerade in den Zusammenkünften soll eben diese Schöpfungsordnung sichtbar werden,
da wo der höchste Ausdruck dessen ist, was es auf der Erde geben kann, nämlich Einssein
in Christus, in dem Miteinander.
Und vergessen wir nicht, dass hier Christus immer wieder genannt wird, nicht nur der Herr,
es kommt einmal auch der Herr vor in seiner Autorität, aber gerade die Verbindung zur
Versammlung ist, dass er der Christus ist. (00:06:02)
Der Christus ist das Haupt des Leibes, nicht der Herr ist das Haupt des Leibes, sondern
der Christus.
Und gerade in diesem höchsten Ausdruck dessen, was wir auf der Erde sein können, soll, solange
wir auf der Erde sind, die Schöpfungsordnung sichtbar sein.
Dann ist von den Engeln die Rede hier in Vers 10, dass die Frau die Macht auf dem Kopf haben
soll, um der Engel willen.
Und das ist sehr bemerkenswert, dass gerade im Blick auf die Versammlung, ich sage nicht
die Zusammenkünfte, aber im Blick auf die Versammlung in Epheser 3 Vers 10 gesagt wird,
damit jetzt, jetzt, nicht in der Zukunft, nicht im tausendjährigen Reich, sondern "damit
jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung
kundgetan werde, die mannigfaltige Weisheit Gottes".
Und das ist eben gerade in der Versammlung kommt die Weisheit Gottes in dem Miteinander,
aber auch in der Unterordnung unter das, was der Herr gesagt hat, hervor.
Und dann zehntens ist der Ausgangspunkt in Vers 2, dass Paulus die Korinther loben kann,
dass sie die Überlieferungen festgehalten haben, wie er sie ihnen überliefert, wie (00:07:06)
er sie unterwiesen hatte.
Und es ist doch überaus bemerkenswert, dass gerade im Blick auf das Mahl des Herrn dann
in Vers 23 davon die Rede ist: "Ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert
habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm".
Das heißt, wenn sie gelobt werden, die Überlieferung festzuhalten, dann nennt er gleich im Anschluss
eine Überlieferung und wo sie jetzt beweisen können, dass sie wirklich daran festhielten,
was der Apostel Paulus ihnen jetzt in den ersten 16 Versen vorgestellt hat.
Also wir können daraus erkennen, selbst wenn man der Auffassung wäre, dass diese Verse
2 bis 16 im ersten Sinn, im ersten Belehrungshorizont nichts mit den Zusammenkünften zu tun haben,
gibt es doch eine ganze Anzahl von Belegen, dass es anders ist.
Und ich habe bei dem ersten Podcast schon darauf hingewiesen, dass in 1.
Korinther 8 zu 1. (00:08:02)
Korinther 10 in einer zusätzlichen Belehrung zunächst der Eindruck vermittelt werden
könnte, der entstehen könnte, dass die Gläubigen ja in die Götzentempel gehen konnten, aber
Paulus dann in der weiteren Belehrung deutlich macht, nein, das ist undenkbar, weil man damit
Gemeinschaft mit dem Tisch der Dämonen hat.
So auch hier könnte man den Eindruck haben, ja, das kann sich ja nicht auf die Zusammenkünfte
beziehen, weil hier davon die Rede ist, dass Frauen weissagen und beten, das können
sie in den Zusammenkünften nicht, aber diesen zusätzlichen Punkt, den stellt Paulus eben
nicht in 1.
Korinther 11, sondern erst in 1.
Korinther 14 vor.
Wenn es darum geht, was ist jetzt beten und weissagen, dann können wir sagen, erstens,
natürlich, weissagen ist hörbar und es gibt ein hörbares Gebet der Frau, z.B. wenn
sie mit ihren Kindern betet, z.B. wenn sie mit Schwestern zusammen ist, dann kann sie
hörbar beten.
Im Gegenteil von einem Mann finden wir weder ein Beispiel, noch irgendwie eine Ermutigung
dazu, im Gegenteil finden wir, dass da wo Männer sind, nach 1. (00:09:02)
Timotheus 2 der Mann beten soll und die Frau gerade nicht dazu aufgefordert wird, sondern
zurückhaltend zu sein, also da wo Frauen mit Frauen zusammen sind, wo eine Mutter mit
ihren Kindern ist, mit kleinen Kindern, da wird sie z.B. beten.
Eine Frau kann weissagen, wenn sie einer Schwester etwas weissagt, sie wird das nicht
von Männern tun, wir finden das erstaunliche Beispiel in Apostelgeschichte 21, dass Paulus
zu Philippus kam und Gott ihm eine Weissagung geben wollte und da waren vier Töchter von
Philippus, die weissagten, aber Gott benutzt sie nicht, sondern lässt extra jemanden aus
Jerusalem kommen, Agabus, um das zu tun.
Das ist in Übereinstimmung mit 1.
Timotheus 2, wo wir finden, dass eine Frau eben keine Autorität über einen Mann ausüben
soll.
Nein, wenn es um beten und weissagen einer Frau geht, dann ist es im Blick auf Frauen,
Schwestern oder kleine Kinder.
Zweitens können wir grundsätzlich daran denken, beten und weissagen, das ist die
geistliche Aktivität auch einer Schwester und es ist großartig, dass Gott ihr diesen (00:10:04)
Platz gibt, dass er nicht sagt, der Schöpfungsordnung, sie darf überhaupt nichts in dieser Hinsicht
tun.
Nein, sie darf, sie soll beten und sie darf und sie soll weissagen, wenn sie eben das
in dem Rahmen tut, über den wir gesprochen haben.
Drittens denken wir daran, dass Paulus hier eine Belehrung über die Schöpfungsordnung
gibt und ausdrücklich sagt, dass der Mann Haupt der Frau ist.
Das lässt daran denken, dass die Frau, wenn es um die Kopfbedeckung geht, sie gerade dann
tragen soll, wenn sie an die Stelle des Mannes tritt, also gerade dann, wenn typischerweise
der Mann betet, wenn typischerweise der Mann die Aufgabe hat, eben zu weissagen.
Wir finden im Neuen Testament, dass es von Propheten, dass von Propheten die Rede ist
und dass es im Blick auf die Männer gesagt wird, die Brüder, sie waren die Propheten,
die das Neue Testament vollendet haben, zusammen mit den Aposteln.
In 1.
Korinther 14 von den Propheten ist die Rede, das waren immer Brüder, aber wenn eine Schwester
weissagt in dem ihr von Gott gegebenen Rahmen, dann nimmt sie dort den Platz des Mannes ein (00:11:06)
und da soll sie sich bedecken.
Und dann haben wir eben viertens gesehen, dass das auch in den Zusammenkünften gilt,
in dieser betenden und weissagenden Versammlung.
Zusammenkünfte, das sind nicht nur die Zusammenkünfte als Versammlung, sondern es ist immer da,
wo Brüder und Schwestern zu einem geistlichen Zweck versammelt sind, da, wo nach außen
hin eigentlich in Christus kein Unterschied ist.
Da wird sich eine Frau bedecken, also seien es die Zusammenkünfte als Versammlung, seien
es Konferenzen, seien es geistliche Feierstunden, wie bei einer Beerdigung, wo man in einer
gemeinsamen Andacht Gottes Wort hört oder sei es in einer Feierstunde, anlässlich einer
Hochzeit, wo Gottes Wort gepredigt wird, da, wo man in geistlicher Weise zusammenkommt,
da, wo Mann und Frau in Christus keinen Unterschied haben, aber da, wo eben diese Schöpfungsordnung
verwirklicht werden soll, nach Gottes Gedanken, da werden sich Schwestern bedecken, wenn
sie eben den Herrn ehren wollen und nicht zur Unehre ihres Hauptes, des Mannes sein (00:12:06)
wollen.
Umgekehrt, die Männer werden sich dort nicht bedecken, weil sie Christus, ihr Haupt, nicht
verunehren wollen.