Am: Di, 11. August 2026
Gottes Wort hat Autorität über uns, auch in dieser äußeren Frage der Kopfbedeckung. Bemerkenswert, dass sich der Apostel dennoch eine derartige Mühe macht und auch von Anstand und natürlichem Empfinden spricht. Der Schluss: In den Versammlungen Gottes wird die Kopfbedeckung praktiziert.
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(00:00:00)
Nachdem der Apostel die göttliche Ausgewogenheit und göttliche Abhängigkeiten vorgestellt
hat, kommt es jetzt in Vers 13 zu einem bemerkenswerten weiteren Argument:
"Urteilt bei euch selbst, ist es anständig, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet?"
Jetzt kommt ein Punkt hinzu, der den Anstand betrifft.
Wir könnten vielleicht denken, ja, aber der Anstand, der ist doch von Gesellschaft zu
Gesellschaft, von Kultur zu Kultur, von Zeit zu Zeit veränderbar.
Aber der Geist Gottes inspiriert hier den Apostel Paulus, über göttlichen Anstand zu
sprechen.
Anstand, der natürlich hier auf der Erde stattfindet oder gelebt werden muss, der aber
seinen Ursprung in Gott hat.
Denn Gott hat dem Menschen ein Empfinden gegeben, was anständig ist und was nicht anständig
ist.
Wenn eine Frau unbedeckt zu Gott betet und damit ihren Mann entehrt und damit sozusagen
die Herrlichkeit des Mannes groß machen möchte, dann sagt Gott, das ist unanständig. (00:01:02)
Das heißt, wir brauchen einen richtigen Begriff davon, was eigentlich anständig ist, wie
wir uns als Menschen Gott gegenüber und auch vor anderen anständig benehmen.
Und dieser Anstand muss eben geprägt sein durch Gottes Wort.
Und hier zeigt der Apostel, dass es für eine Frau eben nicht anständig ist, wenn sie unbedeckt
zu Gott betet.
Und das hätte sie bei sich selbst, das hätten die Korinther bei sich selbst urteilen können.
Und es ist bemerkenswert auch an dieser Stelle, dass der Apostel sich nicht nur auf die Frauen
bezieht.
Urteilt bei euch selbst.
Nicht die Frauen sollen bei sich selbst urteilen, sondern die Korinther.
Das heißt, der Apostel macht die Korinther insgesamt verantwortlich für das, was die
Frauen beim Beten und Weissagen in den Zusammenkünften, wie wir gesehen haben in dem ersten Podcast
zu diesem Thema tun.
Und da ist eben die Frage, haben wir da noch dieses Auge, haben wir noch dieses rechte
Anstandsempfinden, dass eine Frau unbedeckt zu Gott eben unanständig ist?
Vers 14 fügt dann hinzu: "Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass wenn ein Mann (00:02:04)
langes Haar hat, es eine Unehre für ihn ist, wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine
Ehre für sie ist, weil das Haar ihr anstelle eines Schleiers gegeben ist".
Also wenn es um Anstand geht, dann nimmt der Apostel den Punkt des Bedeckten, Bedeckens
oder Unbedeckens.
Wenn es um natürliches Empfinden geht, dann sagt der Apostel, dass eigentlich die natürlichen
Empfindungen dem Mann deutlich machen, langes Haar ist eine Unehre, mit anderen Worten eine
Schande für ihn.
Das ist in unserer Gesellschaft heute ganz anders.
Aber so wie wir in dem Buch des Predigers lesen, dass Gott den Menschen und das galt
eben nicht nur für 1. Mose 1 vor dem Sündenfall, sondern auch nach dem Sündenfall,
dass er ihn aufrichtig erschaffen hat und dass von dieser Aufrichtigkeit noch etwas
auch empfunden wird und zu sehen ist, so hat Gott uns ein natürliches Empfinden gegeben.
Ein natürliches Empfinden zum Beispiel, dass Gottes Schöpfungsordnung ist Mann und Frau, (00:03:01)
dass Gottes Schöpfungsordnung ist, dass ein Mann eine Frau heiratet und nicht ein Mann
einen Mann, eine Frau eine Frau, dass das eben wieder natürlich nach Gottes Wort, nach
Gottes Gedanken ist.
Und so ist es eben auch hier, dass es ein natürliches Empfinden bis heute gibt, dass
ein Mann kurzes Haar trägt.
In den meisten Kulturen ist das auch bis heute so, ist dieses Empfinden noch vorhanden.
Nur in dem ehemals christlichen Abendland, da hat man sich so weit von Gott entfernt,
Römer 1, dass es wieder natürlich geworden ist, nicht nur in den Beziehungen, sondern
eben auch in dem Verhalten, dass die Männer ständig langes Haar tragen und dass die Frauen
ständig kurzes Haar tragen.
Es ist aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar hat, weil Gott ihr das Haar
anstelle eines Schleiers gegeben hat.
Das heißt, nicht nur das, was die Frau tut, soll den Gedanken Gottes entsprechen, sondern
Gott hat in die Natur gelegt, dass die Frau langes Haar hat, nämlich wie ein göttliches
Gegenstück für einen Schleier und ein Schleier heißt sich verbergen, ein Schleier heißt (00:04:02)
die Position der Unterordnung einnehmen.
Das hat Gott auf natürliche Weise der Frau gegeben.
Das macht nochmal deutlich, wenn eine Frau, egal ob es eben scheren oder abschneiden ist,
ein Mittel benutzt, diesen Schleier wegzutun, dann macht sie damit deutlich, dass von der
Gott auf natürliche Weise gegebenen, dem natürlich auf natürliche Weise gegebenen
langen Haar als Schleier, sie eben diese Position nicht einnehmen möchte und da ist es natürlich
konsequent, sich auch nicht zu bedecken, obwohl Gott das eben ausdrücklich sagt.
Es wird deutlich, dass Gott jetzt hier nicht meint, dass der Frau das lange Haar anstatt
eines Schleiers gegeben ist und dass sie deshalb sich nicht bedecken muss, dann würden ja
die ganzen Aufforderungen, sich zu bedecken, keinen Sinn ergeben, sondern Gott möchte
hier deutlich machen, dass es zwei Ebenen gibt.
Auf der natürlichen Ebene hat Gott der Frau schon das lange Haar gegeben und ihr damit
vermittelt auf natürliche Weise, und das empfindet die Frau, dass sie eine Stellung
der Unterordnung hat. (00:05:02)
Deshalb rebelliert man ja auch sehr dagegen heute.
Und die Frau soll nun, angesichts dessen, was Gott in der Natur gegeben hat, auch aktiv
in ihrem Leben deutlich machen, dass sie diese Stellung akzeptiert, indem sie über das,
was Gott in der Natur gegeben hat, eben eine Kopfbedeckung trägt.
Vers 16 schließt dann diesen Abschnitt ab und der Apostel sagt: "Wenn es aber jemand
für gut hält, streitsüchtig zu sein", kann das jemand für gut halten?
Das kann doch unmöglich sein, dass wir etwas gut finden, was Streit bedeutet, was Streit
auslöst, streitsüchtig zu sein.
Nein.
Paulus fügt hinzu "so haben wir solch eine Gewohnheit nicht".
Viele beziehen das darauf, dass Paulus und seine Mitarbeiter diese Gewohnheit des Streitens
nicht haben.
Aber kann das überhaupt in Frage kommen, eine Gewohnheit des Streitens?
Die kann es, die darf es unter Gläubigen nicht geben.
Bezieht sich Paulus nicht durch diesen Hinweis auf die Gewohnheit vielmehr darauf, dass eben (00:06:01)
die Gewohnheit, jetzt etwas Neues einzuführen, dass die Frau sich nicht bedeckt, dass die
Frau kurzes Haar hat, dass der Mann sich bedeckt, dass der Mann langes Haar hat, dass solche
Innovationen, solche menschlichen Neuausrichtungen, dass sie eben von dem Apostel Paulus abgelehnt
werden.
Diese Gewohnheit haben wir nicht.
Wir, die wir eben von Gott jetzt inspiriert sind, das aufzuschreiben, wir, die wir von
Gott belehrt sind, wir wollen diese Neuerungen nicht einführen.
Bedauerlich, dass sie unter Gläubigen, auch unter solchen, die bekennen, im Namen des
Herrn zusammenzukommen, leider mehr und mehr die Regel geworden sind.
Aber Paulus fügt dann bemerkenswerterweise hinzu, dass es auch nicht die Gewohnheiten
der Versammlungen Gottes sind.
Und er hatte immer wieder in diesem Brief darauf verwiesen, dass das, was er lehrte,
er in allen Versammlungen lehrte.
Dass das, was er deutlich machte, nicht etwas speziell für Korinth war, weil ja eben die
Bibelkritiker oft sagen, das war in Korinth, das war irgendeine spezielle Situation. (00:07:03)
Nein, sagt Paulus, sondern das ist in allen Versammlungen so.
Es geht also nicht nur um Korinth, wo viel Chaos, viel Verkehrtes war, sondern diese
Gewohnheit eben sich nicht zu bedecken, die Gewohnheit, dass der Mann sich bedeckt und
mit den Haaren und so weiter, das ist in allen Versammlungen nicht üblich.
Und das macht noch einmal deutlich, dass es dem Apostel keineswegs nur um das persönliche
Beten und Weissagen, ob allein oder eben bei anderen mit anderen geht, sondern dass es
ihm auch um die Versammlungen geht.
Das heißt, dass auch dieser Abschnitt eine direkte Auswirkung haben soll auf die Versammlungen
und damit natürlich auch auf die Zusammenkünfte.
Dieses Thema möchte ich bei dem nächsten Mal noch einmal aufgreifen.
Vielleicht zum Schluss dieses Podcastes noch einmal die grundsätzlichen Argumente, die
Paulus hier vorbringt.
In Vers 3 führt er die Ordnung an, die Gott gegeben hat in der Schöpfung, nämlich, dass
der Mann das Haupt der Frau, die Frau sich dem Mann unterordnen soll, so wie Christus (00:08:04)
das Haupt jedes Mannes ist.
Zweitens in Vers 5 zeigt er, dass es eine moralische Schande ist, unbedeckt zu beten
oder zu weissagen, weil es eben eine Entehrung ist des Hauptes.
Drittens zeigt der Apostel, dass es nach Gottes Gedanken die richtige Funktion ist,
wenn der Mann sich nicht bedeckt, weil er Gottes Bild ist.
Dann finden wir viertens, dass Gott in der Schöpfung das schon so hineingelegt hat, indem
er die Frau von dem Mann gemacht hat und nicht den Mann von der Frau, dass er die Frau um
des Mannes geschaffen hat, nicht die Frau um des Mannes willen.
Dann haben wir fünftens gesehen in Vers 13, dass es einen Anstand gibt, einen Anstand
hier auf dieser Erde, der durch Gott gegeben ist, der eine Frau sich nicht unbedeckt zu
Gott nähern lässt.
Dann haben wir sechstens gesehen in Vers 14, dass es ein natürliches Empfinden gibt, dass (00:09:03)
Gott das in die Natur des Menschen hineingelegt hat.
Und dann haben wir jetzt siebtens gesehen in Vers 16, dass es auch göttliche Gewohnheiten
gibt oder Nichtgewohnheiten, denen wir uns aussetzen sollen, gute Gewohnheiten, die etwas
recht machen, wenn wir sie mit dem Herzen für den Herrn tun und negative Gewohnheiten,
wenn wir eben Neues einführen wollen und natürlich erst recht, wenn wir streiten wollen.
Wollen wir uns noch nach Gottes Gedanken ausrichten, wollen wir uns verhalten, wie Gott uns das
in seinem Wort zeigt, dann haben wir hier die Gelegenheit dazu.