Am: Di, 28. Juli 2026
Worauf stützt sich der Apostel, wenn er die Kopfbedeckung der Frau fordert? Und was gibt er dieser für einen Rahmen?
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(00:00:00)
Wir haben in dem letzten Podcast über das Thema Kopfbedeckung den Rahmen von 1.
Korinther 11 Vers 2 bis 16 abgesteckt.
Wir kommen jetzt in einem zweiten Schritt dazu, dass wir uns dieses Thema wirklich
Schritt für Schritt anschauen.
Der Apostel Paulus beginnt in 11 Vers 2, weil der erste Vers zu dem vorherigen
Abschnitt gehört: "Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner gedenkt und die
Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet".
Hier finden wir jetzt, dass der göttliche Ordnungsrahmen, der zwischen den Kapiteln
11 bis 14 gespannt wird, mit einzelnen Belehrungen des Apostels gefüllt wird.
Ordnungsrahmen insofern, als wir hier sehen, dass die Schöpfungsordnung am Anfang von
Kapitel 11 und am Ende von Kapitel 14 uns vorgestellt wird.
Das heißt, diese Abschnitte, wo es um die Versammlung Gottes und besonders um die
Zusammenkünfte geht, werden eingeleitet mit der Schöpfungsordnung.
Das ist ja deutlich dann ab Vers 3 und sie werden auch beschlossen mit der (00:01:02)
Schöpfungsordnung, denn in Kapitel 14 ist der Schlussteil gewidmet, wie sich die
Frau verhalten soll, nämlich dass sie schweigen soll in den Versammlungen, Vers 34.
Das heißt, Gott rahmt bemerkenswerterweise diese wichtigen Belehrungen über die
Versammlung Gottes mit, wie wir vielleicht auf den ersten Blick sagen würden,
irdischen Punkten ein, nämlich der Schöpfungsordnung, die hier auf dieser Erde
gilt. Aber Gott möchte eben, dass in diesen geistlichen Zusammenkünften, dass in diesen
Fragen, die besondere geistlicher Natur sind, die Schöpfungsordnung eingehalten
wird. Und der erste Punkt ist, dass ein göttliches Lob.
Das ist großartig, wo der Apostel Paulus in diesem Brief angesichts des Chaos, das
in Korinth herrschte, der ungeistlichen Art und Weise, der kindischen Art und Weise,
der unmoralischen Art und Weise.
1. Konter 15 zeigt auch, der im Gegensatz zur göttlichen Lehre stehenden
Belehrung, die in Korinth gegeben wurde, wo wirklich falsche Lehre angenommen (00:02:06)
wurde und sich verbreiten konnte, dass der Apostel doch einen Punkt hat, wo er sie loben
kann. Und das ist schön, dass er diesen Abschnitt über die Ordnung gerade einleitet
damit, dass er ein Lob, ein göttliches Lob aussprechen kann.
Und er nennt dieses Lob in Verbindung mit den Überlieferungen.
Und damit sehen wir, dass der Apostel hier auch die göttliche Grundlage dessen nennt,
was er den Korinthern vorstellt.
Der ganze Brief ist diese göttliche Grundlage.
Denn diese Überlieferungen, von denen Paulus hier spricht, sind nicht wie an anderer
Stelle, wie in Matthäus 15 oder Markus 7, die Traditionen der Juden oder christliche
Traditionen, Gewohnheiten, Überlieferungen, sondern damit meint er in der Tat das
inspirierte Wort Gottes, wie er es dann in Vers 23 anders nennt:
"Ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe".
Das heißt, die Überlieferungen, von denen Paulus hier spricht, wie auch an anderer Stelle (00:03:04)
2. Thessalonicher 2 Vers 15, meint exakt das göttlich inspirierte Wort.
Und das ist die Grundlage für diese Belehrung, auch für diese Belehrung für euch als
gläubige Frauen, was die Frage der Kopfbedeckung betrifft.
Wir haben dann in Vers 3:
"Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist.
Das Haupt der Frau, aber der Mann, das Haupt des Christus, aber Gott" haben wir die
göttliche Ordnung.
Und wenn Paulus vorher feststellt, dass die Korinther diesen Überlieferungen daran
festhielten, dann zeigt er ihren Gehorsam und möchte jetzt, dass dieser Gehorsam auch
im Blick auf die Schöpfungsordnung Gottes inmitten der Versammlung Gottes von ihnen
in Gehorsam festgehalten wird.
Diese Schöpfungsordnung können wir nennen die göttliche Ordnung.
Der Apostel beschreibt also hier die göttliche Ordnung, die auf der Erde in der
Versammlung gilt. Und dabei ist wichtig, dass wir verstehen, dass Christus das Haupt
jedes Mannes ist. (00:04:02)
Es ist großartig, dass die Schrift uns in siebenfacher Hinsicht, jedenfalls in siebenfacher
Hinsicht, zeigt, dass Christus das Haupt ist.
Er ist hier das Haupt des Mannes.
Wir finden in Epheser 4 Vers 15, dass er das Haupt im Blick auf die Versammlung ist.
Wir finden in Psalm 118 Vers 22 und auch Matthäus 21 Vers 42, dass Christus das Haupt
des Hauses Gottes, nämlich Israels ist.
Wir finden viertens in Apostelgeschichte 4 Vers 11, dass er das Haupt des Hauses Gottes
im Blick auf die Versammlung ist.
Das wird auch noch einmal in 1.
Petrus 2 Vers 7 deutlich gemacht.
Wir finden dann fünftens, dass er das Haupt aller Dinge ist in Epheser 1 Vers 22.
Wir finden sechstens, dass er das Haupt der geistlichen Mächte ist in Kolosser 2 Vers 10.
Und wir finden in Psalm 18 Vers 44 siebtens, dass er das Haupt auch im Blick auf die
Nationen ist. Christus ist wirklich das Haupt in vielfacher Hinsicht.
Und hier finden wir, dass er das Haupt des Mannes ist und zwar eines jeden Mannes.
Das macht deutlich, dass dieser Abschnitt durchaus auch uns Männern etwas zu sagen (00:05:04)
hat. Warum? Weil in dem Moment, wo die Frauen, wo die gläubigen Schwestern eben ihrer
Funktion nicht entsprechen, dass immer damit einhergeht, dass erstens der Mann seine
Funktion, seine Position inmitten des Hauses Gottes nicht einnimmt und zweitens, dass
er der Frau sogar den Platz gibt oder sie sogar ermutigt, so zu handeln, wie sie
handelt. Das gilt insbesondere in der Ehe.
Denn meine Frau wird ja nicht das tun, allein was sie möchte, sondern ich als Mann, der
ich das Haupt in der Ehe bin, der ich das Haupt überhaupt bin.
Ich werde das ja zulassen, werde das vielleicht sogar fördern, werde das vielleicht sogar
gut finden. Das heißt, wenn eine Frau falsch handelt, dann ist das zugleich das Versagen der
Männer. Und der Mann muss dabei zunächst einmal verstehen, dass Christus sein Haupt ist,
dass er nicht nur dem Herrn sich unterordnen muss, sondern dass Christus als derjenige,
der der Inbegriff des Segens Gottes ist, der eben das ganze Wohlgefallen des Vaters (00:06:03)
besitzt, dass er mein Haupt ist, dass ich mich ihm unterordne.
Und wenn ich das verstehe, fällt es einer Frau auch leichter, sich unterzuordnen, wobei eine
Frau sich nicht damit entschuldigen kann, dass der Mann, und hier geht es nicht um den
Ehemann, sondern geht es um den Mann ganz grundsätzlich in der Schöpfungsordnung, geht es
um die Frau ganz grundsätzlich in der Schöpfungsordnung, unabhängig davon, ob sie
verheiratet ist oder nicht, ob sie einen Ehemann hat oder nicht.
Aber es fällt einer Frau leichter, wenn wir als Männer dieser Ordnung auch entsprechen.
Dann heißt es nicht in diesem absoluten Maß, wie das im Blick auf uns, den Mann, genannt
wird, dass der Mann Haupt der Frau ist.
Haupt der Frau aber ist der Mann.
Das heißt, der Mann hat den Charakter der Hauptschaft im Blick auf die Frau nicht in
dieser absoluten Weise, wie das Christus bei dem Mann ist.
Denn wenn wir versagen, dann ist das natürlich auch mit Einschränkungen verbunden.
Und dann wird aber zum Schluss hin zugefügt, das Haupt des Christus aber Gott. (00:07:02)
Und das wird nicht an erste Stelle gestellt, weil es hier um Mann und Frau auf der Erde
gehen soll. Aber es wird doch hinzugefügt, dass wir ein Verständnis haben, dass selbst
Christus, von dem wir wissen, dass er der Sohn Gottes ist, dass er Gott selbst ist, bereit
war, diese Hauptschaft Gottes über sich anzuerkennen, weil er als Mensch, als Christus,
der das ganze Wohlgefallen des Vaters besitzt, hier auf dieser Erde und sogar in Ewigkeit
bereit ist, sich als Mensch Gott unterzuordnen.
Noch einmal, er ist ewiger Sohn und als ewiger Sohn ordnet er sich nicht dem ewigen Vater
unter. Aber weil er Mensch ist, ist er bereit, diesen Platz der Unterordnung einzunehmen.
Wie viel mehr der Mann dem Christus, wie viel mehr die Frau sollte sie bereit sein, die
Hauptschaft des Mannes anzuerkennen und zu akzeptieren, dass Gottes Gedanken ihr, solange
sie auf der Erde ist, einen Platz, eine Stellung gegeben hat unterhalb des Mannes.
Der Apostel begründet das im weiteren Verlauf.
Aber es geht zunächst einmal darum, dass du als Frau akzeptierst, dass das, was in dieser (00:08:03)
Gesellschaft existiert -
und deshalb habe ich beim ersten Podcast auf 2.
Timotheus 3 verwiesen - in der Versammlung Gottes keine Gültigkeit hat.
Hier geht es nicht mehr nur um Emanzipation in dieser Welt, sondern die Frauen übernehmen die
Führung. Die Frauen wollen nicht nur gleichgestellt sein, sondern sie übernehmen die
Führung. Und das ist vollkommen im Widerspruch zu dem, was Gottes Wort über die Stellung der
Frau sagt. Und Gott möchte, dass du akzeptierst, dass hier auf dieser Erde, solange du lebst,
du einen Platz der Unterordnung hast.
Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass in der Versammlung nicht die Frau dem Mann, mit
dem Mann eins ist in Christus und dass es da keine Unterschiede gibt.
Der Galaterbrief macht das ganz deutlich.
Galater 3 Vers 28 und in der neuen Schöpfung 2.
Korinther 5 Vers 17 gibt es das auch nicht mehr.
Aber solange wir auf der Erde sind, solange Menschen hier auf dieser Erde in dieser
Schöpfung, in dieser ersten Schöpfung sind, gilt diese Ordnung übrigens unabhängig davon, ob man (00:09:02)
gläubig ist oder nicht.
Aber diese Ordnung soll umso mehr von uns, die wir gläubig sind, verwirklicht werden und auch von
dir als Frau, dass du das akzeptierst, nicht, dass du weniger wert bist.
Das bist du nämlich nicht als der Mann, aber dass du eine Stellung der Unterordnung einnimmst.
Jetzt nennt der Apostel in den Versen 4 und 5, worum es geht oder dass es um geistliche
Aktivitäten geht.
Da heißt es in Vers 4 "Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er etwas auf dem Haupt hat,
entehrt sein Haupt".
Es geht also um geistliche Aktivitäten, die hier beschrieben werden, also beten oder weissagen.
Ich habe bei dem letzten Podcast schon deutlich gemacht, dass wir es nicht darauf beschränken
können. Das macht der Zusammenhang deutlich.
Das macht die Art und Weise der Belehrung des Apostels deutlich.
Aber ganz gewiss gilt es, wenn ein Mann betet oder weissagt.
Nun ist die Frage, was ist hier gemeint mit beten oder weissagen?
Viele weisen darauf hin, dass weissagen hörbar sein muss und dass deshalb auch das Beten
hörbar gemeint sein muss.
Nun in einer Kette von zwei Gliedern. (00:10:02)
Wenn das zweite Glied etwas Hörbares ist, ist damit nicht automatisch gesagt, dass auch
das erste Glied hörbar in dieser Weise verstanden werden muss.
Natürlich zeigt dieser Abschnitt, das werden wir am Ende noch einmal uns anschauen, dass
es in der Tat ganz besondere Elemente gibt, die wiederholt in unterschiedlicher Hinsicht
gezeigt werden, die das Gemeinsame, das vor dem Anderen, das Miteinander betonen.
Dennoch dürfen wir das darauf nicht beschränken.
Natürlich sollen wir, sagt der Apostel, allezeit im Gebet sein.
Und wenn man den Gedanken vor Augen hat, der mehrfach in den Briefen vorgestellt wird, dann
kann man sagen, dann dürfte sich ein Mann nie bedecken und in Vers 5 müsste sich eine
Frau immer bedecken.
Aber bedenken wir, dass in Matthäus 6 beispielsweise den Jüngern gesagt wird, wenn ein Mann
betet, so gehe er in seine Kammer.
Das macht deutlich, dass es im Neuen Testament durchaus Unterschiede gibt im Blick auf das
Beten, dass es also ein ganz bewusstes Hingehen, um zu beten, gibt, so wie wir das bei (00:11:03)
Daniel finden, der dreimal am Tag betete.
Das heißt ja nicht, dass er an den anderen Stellen nicht gebetet hat.
Aber da hat er ganz besonders eben sich Zeit genommen, um intensiv zu beten, nicht ein
Stoßgebet zu machen, nicht, während er andere Dinge gemacht hat, zu beten, nicht in einer
Gebetshaltung zu sein, innerlich, sondern auch äußerlich eine Haltung einzunehmen.
Und das scheint doch der Kontext auch hier zu sein, dass da, wo ein Mann aktiv wird,
geistlich, wo er tätig wird, sei es von unten nach oben im Gebet oder sei es von oben nach
unten aus der Gegenwart Gottes, in der durch die Weissagung zu jemandem zu reden, dass
Gott dem Mann sagt, dass wenn er etwas auf dem Haupt hat, er sein Haupt entehrt und das
Entehren heißt eigentlich schänden, beschämen, demütigen.
Und das ist schon ein sehr starker Ausdruck, der deutlich macht, wenn ich bewusst irgendwo
hingehe, in meine Kammer zum Beispiel, um zu beten, dann soll ich das nicht mit einer
Kopfbedeckung machen.
Wenn ich zu jemandem gehe, um zu weissagen, um ihm ein Wort von dem Herrn zu geben, dann (00:12:05)
soll ich das nicht als Mann mit einer Kopfbedeckung machen.
Das ist ein Entehren meines Hauptes.
Und damit ist ja nicht mein Kopf gemeint, sondern was ist mein Haupt?
Der Apostel hat das gerade in Vers 3 deutlich gemacht, mein Haupt ist Christus.
Also in dem Moment, wo ich als Mann geistlich tätig bin, wo Christus mein Haupt ist und
ich den Kopf bedecke, wie es später heißt, eine Macht auf dem Kopf habe, dann würde
ich sagen, dass ich Christus eben nicht als mein Haupt akzeptiere, sondern eigenständig
handele.
Und deshalb sagt der Apostel, nein, du entehrst dein Haupt, du entehrst Christus damit.
Was für eine Schande bringe ich auf Christus, wenn ich bewusst in meine Kammer gehe, wenn
ich bewusst bete oder wenn ich zu jemandem ein Wort der Ermunterung, der Ermahnung, des
Trostes sage, 1. Korinther 14, wo das eben so erklärt wird in Vers 3 und das mit einer
Kopfbedeckung tue, dann ist das eine Entehrung für Christus und das wollen wir doch unter (00:13:02)
allen Umständen vermeiden.