Der Irankrieg und die Meinung von Theologen dazu

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(00:00:00) In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung las ich einen Artikel, der überschrieben war mit »Der Angriff auf den Iran ist nicht zu rechtfertigen.« Das ist ein Gastbeitrag von zwei Theologen, Friederike Krippner und Rainer Anselm, die sich darauf beziehen, dass das, was Amerika und Israel im Blick auf den Iran getan haben, nicht zu rechtfertigen sei. Sie sprechen davon, dass sich ein Politiker als Gott darstellt, der Papst ihn rügt und dass das zu einem Hin und Her führt. Ich greife sechs Thesen oder sechs Aspekte aus diesem Artikel einmal auf. Er nimmt Bezug auf die 2025 erschienene Denkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland »Welt in Unordnung, gerechter Friede im Blick« und will Orientierung bieten, diese Denkschrift. Und darauf beziehen sich die beiden Autoren. Diese Denkschrift erinnere daran, dass ein gerechter Frieden vier Dimensionen umfasse. Den Schutz von Gewalt, vor Gewalt, die Förderung von Freiheit, den Abbau von Ungleichheiten und einen friedensfördernden Umgang mit Pluralität. (00:01:03) Was auch immer Pluralität meint, muss man mal überlegen. Vorweg, man muss heute erst einmal feststellen, dass die evangelische Theologie vielfach zu einem linksgrünen Bündnis geworden ist, in dem Leben und biblische Ethik oftmals keine Rolle mehr spielen. Man denke an das Thema Abtreibung. Wenn es also um Leben und Lebenserhaltung geht, kein Thema mehr. Homosexualität, wenn es um Moral geht, wenn es um Umgang mit Pluralität geht, vielleicht ist das ja auch gemeint. Wenn man an Drag Queens denkt und an diese ganzen Themen der Identitätsverschiebungen, da hat die evangelische Kirche jedenfalls den biblischen Kompass verloren. Sie hat einen eigenen Kompass, der in alle Richtungen zeigt und damit keine Orientierung mehr gibt. Aber wie ist das mit dem gerechten Frieden? Nun, in einer Welt, in der wir leben, in der heutigen Welt, nämlich der Sünde, gibt es keinen gerechten Frieden. Wie kann es den auch geben? Es gibt das Tausendjährige Reich, von dem der Herr Jesus spricht, von dem das Wort Gottes immer wieder spricht (00:02:02) und wo es in der Tat einen gerechten Frieden geben wird. Warum? Weil der Regent, der da sein wird, der Herr Jesus selbst ist, der als der wahre Melchisedek, der König von Salem, dort regieren wird. Melchisedek, König der Gerechtigkeit. König von Salem, König des Friedens. Da wird in der Tat Friede mit Gerechtigkeit verbunden. Aber das ist eben heute nicht der Fall. Diese beiden Merkmale, die für den Menschen erst einmal widersprüchlich sind und widersprüchlich zu sein scheinen, die sind ja nur auf der Grundlage des Werkes des Herrn Jesus wirklich miteinander vereinbar. Nur dadurch, dass der Herr Jesus gestorben ist, dass er am Kreuz von Golgatha gestorben ist, sind sich Güte und Wahrheit begegnet. Gerechtigkeit und Friede haben sich geküsst. Psalm 85 Vers 11. Das ist eben in einer Welt der Torheit, in einer Welt der Ungerechtigkeit, in einer Welt, in der Menschen regieren, die sich selbst suchen, (00:03:01) in der Theologen regieren, die ihre eigenen Vorstellungen machen, gibt es keinen gerechten Frieden. Es gibt manchmal Frieden, aber der ist nicht gerecht. Es gibt manchmal eine gewisse Gerechtigkeit, aber ohne wahren Frieden. Gerechten Frieden kann es heute nicht geben, weil diese Welt durch einen Herrscher geprägt ist, der Teufel, der regiert und der alles andere als Frieden möchte und der alles andere als Gerechtigkeit möchte. Also das ist eine Fantasievorstellung von gewissen Theologen, mal abgesehen davon, dass der Schutz vor Gewalt auch im tausendjährigen Reich wird es Gewalt geben. Da werden solche jeden Morgen nach Psalm 101 getötet werden, die sich öffentlich gegen Christus aufstellen werden. Förderung von Freiheit. Ja, was ist denn Freiheit? Freiheit, das zu tun und zu lassen, was ich möchte? Oder ist Freiheit, wahre Freiheit, von Herzen Gott gehorsam zu sein? Abbau von Ungleichheiten. Ja, heute gibt es viele Ungleichheiten. Wird es sie im tausendjährigen Reich nicht geben, wenn der Herr Jesus regieren wird? (00:04:01) Und Pluralität, was ist denn damit gemeint? Moralische, ethische Pluralität? Ein zweiter Punkt, der in diesem Artikel aufgegriffen wird, es gebe gute theologische Gründe, die völkerrechtliche Perspektive zu stärken. Ja, wer gestaltet denn die völkerrechtliche Perspektive? Nochmal, es ist eine Welt unter der Herrschaft des Teufels. Es ist eine Welt, die unter dem Gerichtsurteil Gottes steht. Johannes 16 Vers 8 bis 11 macht ganz deutlich, seit dem Zeitpunkt, dass der Heilige Geist auf diese Erde gekommen ist, nämlich nach der Verherrlichung des Herrn Jesus nach vollbrachtem Werk, ist klar, dass diese Welt gerichtet werden wird. Warum wird diese Welt gerichtet? Weil sie unverbesserlich ist. Warum ist sie unverbesserlich? Weil sie das gezeigt hat, indem sie den wahren Gott, den Gott des Himmels, der auf diese Erde gekommen ist, als Mensch, Jesus Christus, weil sie ihn an das Kreuz gebracht hat, und zwar in der Vereinigung von Juden und Heiden, von Nationen und dem Volk Israel. Und deshalb ist diese Welt, die jetzt ein System des Teufels ist, zu dem, die alle Menschen gehören, die Ungläubigen, (00:05:03) zu dem übrigens auch die sogenannten Kirchen gehören, die sich ja ganz im Widerspruch zu Gottes Wort bewegen. Gottes Wort spricht von der einen Kirche, zu der alle Gläubigen gehören. Sie spricht nicht von kirchlichen Organisationen, von kirchlichen Gebäuden, sondern sie spricht von einem lebendigen Organismus. Und das, was in diesen Kirchen los ist, in der evangelischen Kirche, wo es praktisch keine Unwahrheit, keine Unmoral gibt, die nicht auch vertreten wird und die akzeptiert wird, da sind eben die Kirchen Teil dieser Herrschaft. Und deshalb, völkerrechtliche Perspektive, das ist eine Perspektive, die durch Sünde geprägt ist. Und wahrscheinlich meinen, ohne das zu nennen, die Autoren, auch die UNO, wenn man das sieht, wie sich die UNO auf die Seite der Hamas und dieser palästinensischen Gebiete gestellt hat, auch mit Antisemitismus, da braucht man sich ja nicht zu wundern, dass eben viele diese sogenannte völkerrechtliche Perspektive überhaupt nicht sehen wollen und akzeptieren wollen. Also noch einmal, diese völkerrechtliche Perspektive (00:06:02) ist erstellt worden von einer Welt unter der Herrschaft des Teufels. Das soll dann gerecht sein, das soll einen gerechten Frieden bewirken. Drittens ist davon die Rede, dass es keine historischen Belege dafür gäbe, dass ein Angriffskrieg einen dauerhaften, dem gerechten Frieden dienenden Regimewechsel irgendwie dienen könnte. Ja, ein Angriffskrieg, da muss man Folgendes einmal bedenken. Die Politik kann sich nicht auf die Bibel berufen. Viele tun das in Verbindung mit der Bergpredigt, aber die Bergpredigt richtet sich nicht an Herrscher, sie richtet sich nicht an Regierungen, sondern sie richtet sich an uns als Einzelpersonen. Sonst würde ja diese Bergpredigt bedeuten, dass man das Böse einfach durchlaufen lassen soll. Wenn dich jemand auf den rechten Wange schlägt, dann halt ihm auch die linke hin. Also das ist ja absolut offensichtlich, dass das nicht meint, wie sich Regierungen verhalten sollen. Nein, Regierungen sind Teil dieser Welt. Die Obrigkeit, das heißt Autorität als solche, die kommt von Gott. (00:07:03) Aber die Regierungen sind Teil dieser Welt unter der Herrschaft des Teufels. Und die Politik kann sich nicht auf die Bibel berufen, weil die Bibel keine Lehre der Regierungen abgibt. Sie zeigt uns, unter was für einem Maßstab der Herr Jesus regieren wird. Aber das ist heute unmöglich. Warum? Weil es eine Welt des Bösen ist. Und wenn der Herr Jesus wiederkommen wird, wird die Drangsalzzeit hinter uns liegen. Wir werden vorher entrückt werden, alle, die wir an den Herrn Jesus glauben. Aber die Menschen werden in die Drangsalzzeit dann kommen, die eben nicht mit entrückt worden sind. Und da wird Gott durch den Herrn Jesus und durch Engel diese Welt reinigen. Und da wird es eine gereinigte Welt und eine gereinigte Erde sein, die eben nicht mehr unter der Herrschaft des Teufels steht, der im tausendjährigen Reich ohnehin gebunden sein wird, wie wir das in Offenbarung 20 lesen. Dann ist viertens davon die Rede, dass es Entscheidungen gibt, die auf jeden Fall ein Übel darstellen, bei denen aber das geringere Übel, das Minusmalum, zu wählen ist. Ist das in Übereinstimmung mit Gottes Wort? Das sagen hier Theologen, die sich angeblich auf die Bibel berufen, (00:08:02) obwohl hier keine einzige Bibelstelle erwähnt wird. Nein, es gibt Entscheidungen, die wir treffen. Und wir sollen als Christen nur Entscheidungen treffen, die kein Übel sind. Wer nach Gottes Wort entscheidet, der hat nicht mit einem Übel zu tun, sondern der entscheidet auf der Grundlage des Wortes Gottes, das Gott verherrlicht, was den Herrn Jesus verherrlicht. Das heißt, wir müssen nicht zwischen zwei negativen Punkten entscheiden, sondern als Christen entscheiden wir das, was Gott verherrlicht. Aber das macht eben deutlich, dass Gläubige sich natürlich deshalb nicht an einer Regierung beteiligen werden, weil in der Tat Regierungen, seien es absolute, die es gibt, oder seien es in sogenannten Demokratien, abgeleitete durch Koalitionen, muss man immer Kompromisse eingehen. Aber wir sollen uns ja gerade von der Welt und von dem, was unter der Herrschaft des Teufels steht, absondern. Und wenn wir das tun, dann brauchen wir eben solche faulen Kompromisse, wie Regierungen sie immer eingehen müssen, um ihre Wählerschichten oder ihre Anhänger irgendwie zu ködern. (00:09:01) Brauchen wir dann nicht einzugehen. Aber wenn ich natürlich diese Welt als einen Bereich ansehe, in dem ich auch theologisch arbeiten kann, dann komme ich natürlich zu solchen Fehlschlüssen. 15. ist davon die Rede, die Tötung eines Menschen kann nie eine ethisch rechtfertigbare Tat sein, sondern allenfalls als kleineres Übel ertragen werden. Nun, wenn man die Bibel kennt, dann sieht man sofort, dass diese Aussage schlicht unbiblisch ist. Die Tötung des Menschen ist nach Römer 13 in der Tat das Recht einer Regierung. Die Regierung trägt das Schwert nicht umsonst, sagt der Apostel Paulus dort. Und damit ist offensichtlich und eindeutig auch das Gericht, auch das Tötungsgericht eingeschlossen, das nach 1. Mose 9, nur bevor das Gesetz für das Volk Israel gegeben wurde, übertragen worden ist. Natürlich ist das mit einer Gefahr verbunden, weil eine solche Entscheidung irreversibel ist. Aber grundsätzlich hat die Regierung das Recht und sogar die Pflicht, nicht nur zu verurteilen, sondern entsprechend der Tat zu verurteilen. Wer Menschenblut vergießt, (00:10:01) dessen Blut soll durch einen Menschen vergossen werden, sagt Gott zur Noah. Und diese Regierungsform existiert auch heute noch. Das heißt also, persönlich darf ich natürlich nicht jemanden töten. Das ist Matthäus 5. Das ist auch, was das Gesetz schon dem Volk Israel sagte, das unter Gesetz stand. Und wo wir eben durch das Neue Testament auch klar finden, dass das auch für uns als Christen aus den Nationen gilt. Aber hier geht es ja um die Tötung durch Regierungen. Und da ist Gottes Wort völlig klar, dass das nicht ein Recht, sondern eine Pflicht eigentlich ist, von Regierungen mit dem Schwert zu handeln. Aber natürlich auf der Grundlage von wahrer Gerechtigkeit. Und dann heißt es 6. Nun, das ist ein Punkt, der jetzt im Prinzip zusammenfasst, was wir schon gesehen haben. Diese regelbasierte Ordnung, ja, wer hat sie denn erstellt? Die UNO? Darüber haben wir auch schon gesprochen. Unmoral, Unethik, Antisemitismus und was alles dort einen Teil, eine Rolle spielt. Ein Sammelsurium von unbiblischen Dingen (00:11:01) auf eine solche regelbasierte Ordnung der Unordnung, der Unethik, der Unmoral, darauf sollen wir uns stützen. Diese regelbasierte Ordnung, egal wo, ist durch Ungläubige erfolgt, ist durch Ungläubige erstellt worden. Es ist also eine böse, eine unbiblische, eine ungöttliche Ordnung. Das alles zeigt, die Theologie kann viel versuchen. Sie bleibt in der Theorie hängen. Was können wir als Christen tun? Wir brauchen uns nicht mit Regierungshandeln zu beschäftigen, außer dass wir nach Römer 13 der Regierung untertan sein sollen und gehorchen sollen. Wir sollen einen klaren Blick haben, dass diese Welt böse ist, dass sie erst dann gereinigt wird, wenn wir nicht mehr, die wir an den Herrn Jesus glauben, auf dieser Erde sind, sondern entrückt sind nach 1. Thessalonicher 4. Und dass dann Gott reinigen wird und dass Gott dann durch den Herrn Jesus regieren wird, das muss eine wunderbare Regierung sein, weil das erste Mal und auf Dauer, 1000 Jahre, wird es dann eine Regierung geben in echter Gerechtigkeit, die wahren Frieden bewirkt, und zwar Friede, der kein fauler Kompromiss ist, der nicht einfach nur nicht Krieg ist, (00:12:02) sondern echter Friede ist. Und das eben auf der Grundlage des Wortes Gottes, wahrer Gerechtigkeit.
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