Ein Forschungsauftrag

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„Forscht nach im Buch des Herrn und lest! Es fehlt nicht eins von diesen, keins vermisst das andere. Denn mein Mund, er hat es geboten; und sein Geist, er hat sie zusammengebracht;“ (Jes 34,16)

Drei Wege des Lernens

Wir können wenigstens auf drei verschiedenen Wegen lernen:

  • durch eigene Erfahrungen
  • durch die Erfahrungen anderer
  • durch Gottes Wort

Die ersten beiden Wege prägen uns, aber der dritte Weg ist der richtige, ohne dass wir eigene Erfahrungen als Hilfestellung verurteilen. Eigene Wege sind oft teure Lehrer, die Lektionen anderer sind hilfreich; doch das Wort Gottes gibt allein Licht für meinen Weg.

Drei Arten des Aufnehmens

Das bringt uns zu der Frage, wie wir Gottes Wort aufnehmen:

  • mit dem Ohr (Neh 8,1)?
  • mit dem Verstand (Neh 8,8)?
  • mit dem Herzen (1. Mo 50,21; 2. Chr 30,22 ff; 32,6 ff; Apg 16,14)?

Der Gläubige sollte das Wort Gottes über das Ohr durch seinen Verstand in sein Herz aufnehmen. Das geht so weit, das Christus selbst im Herzen wohnt (Eph 3,14 ff).

Drei Zustände des Menschen

Auch hier können wir wieder drei Zustände unterscheiden:

  • Der natürliche Mensch (1. Kor 2,14)

Der natürliche Mensch kennt Gott nicht. Er kann Gottes Wort nicht verstehen, weil ihm der Heilige Geist fehlt. Er mag klug und gebildet sein – doch ohne Gottes Geist bleiben ihm die Tiefen des Wortes Gottes verschlossen. Wer sich aber demütig dem Wort Gottes nähert, wer fragt und ehrlich sucht, dem bleibt Gott nicht fern. Wenn ein Mensch erkennt, dass er vor Gott nicht bestehen kann, wendet Er sich ihm in Gnade zu.

  • Der geistliche Mensch (1. Kor 2,15)

Der geistliche Mensch lebt in Gemeinschaft mit dem Herrn. Er hört nicht nur mit dem Ohr, sondern mit dem Herzen. Er liest nicht nur, um zu wissen, sondern um zu gehorchen. Für ihn ist Gottes Wort kein bloßes Lehrbuch, sondern Nahrung für jeden Tag.

  • Der fleischliche Mensch (1. Kor 3,1)

Der fleischliche Mensch ist ein wiedergeborener Christ, aber er lässt sich nicht vom Heiligen Geist leiten, sondern von der alten Natur. Er hat ewiges Leben aus Gott empfangen, aber er nährt sich von dem, was ihn wieder nach unten zieht. Lot war ein gerechter Mann, aber er quälte seine Seele. So kann auch ein Christ leben, wenn er nicht in der Nähe Gottes bleibt.

Schlusswort

Nehme ich als Christ Gottes Wort gern auf? Mit dem Wunsch, recht zu behalten, oder mit der Bereitschaft, in Seiner Gemeinschaft zu leben? „Forscht im Buch des Herrn und lest.“ Nicht oberflächlich, sondern erwartungsvoll. Nicht flüchtig, sondern demütig. Nicht nur mit dem Verstand, sondern mit einem Herzen, das hören will.

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