Am: Di, 29. September 2026
Das Volk Israel musste in Ägypten durch den Auftritt von Mose und Aaron beim Pharao, dem sie klarmachten, dass Gott sein Volk zu einem Fest in der Wüste haben wollte, umso schlimmer die Herrschaft der Ägypter erleben. Das ist nicht nur Geschichte, sondern das Bild jedes natürlichen Menschen und weist und auch im Blick auf die Befreiung auf einen wichtigen Punkt hin.
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Nachdem Mose und Aaron zu dem Volk gekommen waren und ihnen gezeigt haben,
dass Gott wirklich mit ihnen ist und dass er sich als der Gott der Macht erweisen würde
und sie geglaubt haben, sogar angebetet haben, finden wir jetzt geradezu das Gegenteil in Kapitel 5.
Dort lernen wir, dass Mose und Aaron zum Pharao gehen, Gottes Ansprüche deutlich machen
und der Pharao überhaupt nicht bereit ist, das Volk gehen zu lassen.
Im Gegenteil, jede Anstrengung verschärft und erhöht, das Volk in Sklaverei zu halten
und diese Lasten gegenüber dem Volk zu erhöhen.
Wir erinnern uns an 1. Korinther 10 Vers 6 und Vers 11, wo wir lesen:
"Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen,
damit wir nicht nach bösen Dingen begehren, wie auch jene begehrten".
Und da wird die Geschichte des Volkes Israel herangezogen, auch in Vers 11:
"Alle diese Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden
zu unserer Ermahnung, auf die das Ende der Zeitalter gekommen ist".
Das heißt, wir haben eine Berechtigung aus dem inspirierten Wort,
das nicht nur als eine geschichtliche Darstellung anzusehen,
sondern eben auch als bildhafte Darstellung dessen, (00:01:02)
was uns geschieht, die wir Christen sind oder geworden sind.
Wir sehen hier, wie der Pharao ein Vorbild ist auf den Teufel.
Wir sehen, dass das Volk der Ägypter ein Vorbild ist der Welt heute.
Und wir sehen, dass die Sklaverei ein Hinweis ist auf die Sünde,
die Sünde in der Welt und die Sünde deren Sklave die Ungläubigen, die natürlichen Menschen sind.
Und wir sehen, dass der Pharao dieses Volk Israel nicht ziehen lassen wollte.
Nein, Satan möchte seine Beute nicht einfach gehen lassen.
Gerade in dem Augenblick, wo Gott aktiv wird, wird auch der Teufel, wird hier der Pharao aktiv.
Und wir müssen dabei sehen, dass diese Sklaverei ein Vorbild ist der Sklaverei,
in der jeder natürliche Mensch steht.
Der Mensch ist nämlich Sklave Satans.
Das lernen wir aus Hebräer 2.
In Hebräer 2 Vers 14 sagt der Schreiber:
"Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er, Christus, in gleicher Weise daran teilgenommen,
damit er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel.
Und alle die befreite, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren". (00:02:04)
Der Mensch ist Sklave Satans. Er ist Sklave der Welt.
Und er ist Sklave der Sünde, wie es in Römer 6 heißt, dass wir Sklaven der Sünden waren.
In Titus 3 Vers 3 wird deutlich gemacht, dass wir mancherlei Begierden und Vergnügungen dienten.
Das hört sich ja erst attraktiv an, aber es ist eine Sklaverei, in der der Mensch empfindet,
dass er zwar Vergnügungen hat, aber ihnen ausgeliefert ist und letztlich nicht glücklich wird.
Er ist Sklave.
Und noch einmal, wenn Gott im Begriff steht, den Menschen zu erlösen, ihn zu befreien,
ihn zur Bekehrung zu führen, wird Satan aktiv.
Wenn der Mensch in seinen Sünden lebt und kein Interesse an Gott hat, wird der Teufel nicht aktiv.
Dann lässt er den Menschen.
Aber in dem Augenblick, wo es darum geht, dass Gott an der Seele wirkt eines Menschen,
da kommt Satan und möchte ihn umso tiefer in die Sklaverei, in die Abhängigkeit führen.
Und so wie die Sklaverei hier zunahm, ist es auch Gott wichtig,
dass der Mensch, der sich bekehrt, ein Empfinden der Sünde hat.
Es geht eben nicht darum, einfach Jesus in das Herz hineinzulassen,
wie das manchmal heute vielleicht formuliert wird von Evangelisten, (00:03:01)
die einfach nur eine süße Botschaft weitergeben wollen.
Nein, es muss ein Bewusstsein vorhanden sein.
Und das bewirkt Gott hier durch die Sklaverei bei den Israeliten, was das für eine Last ist.
Und für uns ist es eben eine Sündenlast, unter der wir seufzen.
Zugleich ist dieses Kapitel Teil eines längeren Abschnittes,
der uns zeigt, was Befreiung von der Macht der Sünder bedeutet.
Und da geht es dann nicht um Ungläubige, sondern geht es um Gläubige,
die nach Römer 5 Vers 12 bis zum Ende von Kapitel 8 eben solche sind,
die schon von neuem geborene Menschen sind, die aber immer noch unter der Macht der Sünde stehen.
Und um davon befreit zu werden, ist es notwendig, ein Bewusstsein zu bekommen,
was eigentlich die Sünde wirklich ist, wie sie uns in Sklaverei bringt,
was sie für eine Last ist, damit er uns dann davon befreien kann.
Diese Last wird ganz besonders am Ende von Römer 7 deutlich.
Und nur wenn man diese Last spürt, wenn man versucht, mit allen Mitteln herauszukommen,
wird man erleben, was wahre Befreiung ist, dass wir nämlich selbst nichts dafür tun können.
So wie das Volk Israel sich selbst nicht aus der Macht des Pharao befreien konnte, (00:04:02)
sondern angewiesen war darauf, dass Gott sie befreite.
So wie wir befreit werden, nicht indem wir dem Geist Gottes irgendetwas zulassen,
dass wir dann durch den Geist Gottes irgendwie bessere Christen werden,
sondern indem wir uns allein auf das Werk des Herrn Jesus stützen,
wie wir das dann später in 2. Mose 12 bis 14 kennen.
Interessant ist, dass der Pharao hier sagt, nachdem Mose und Aaron ihm von dem Herrn, dem Gott Israels, sprechen,
da sagt er: "Wer ist der HERR, auf dessen Stimme ich hören soll?"
Ja, es ist interessant. Die Welt kennt alle ihre Götzen, und das sind viele,
aber sie kennt nicht den einen wahren Gott, mit dem hat sie keine Beziehung.
Und wir fragen uns, kennen wir inzwischen vielleicht auch alle Götzen dieser Welt,
die wir in unseren eigenen Häusern und in unseren Herzen versammeln,
aber folgen wir dem Herrn Jesus wirklich?
Wen machen wir eigentlich für unsere Not verantwortlich?
Sind wir auch solche wie das Volk Israel, wo die Vorsteher kommen und zu Mose sagen, Vers 21:
"Der Herr sehe auf euch und richte euch, dass ihr unseren Geruch stinkend gemacht habt vor dem Pharao".
Sind Diener oder ist Gott selbst aus unserer Sicht verantwortlich für unsere Not,
für unsere Verirrung, für die Last, die wir haben, weil wir einfach frei leben wollen (00:05:04)
und merken, dass wir das nicht können, weil Gott das nicht für einen segensreichen Weg uns frei macht,
in dem wir glückselig leben können?
Lasst uns nicht vergessen, dass Gott Ansprüche hat.
Er sagt hier: "Lass mein Volk ziehen, damit sie mir ein Fest halten in der Wüste".
Er fordert auf, wegzuziehen. Er nennt es sein Volk.
Es ist ein Volk in seinen Augen. Er möchte von ihnen ein Fest haben.
Er möchte von ihnen verehrt werden, angebetet werden, und er nennt auch den Ort dazu die Wüste.
Er hat Ansprüche. Der Teufel möchte sie nicht erlauben, aber Gott ist der, der stärker ist.
So wie Johannes das in seinem Brief sagt: "Der in uns ist, ist stärker als der, der in der Welt ist".
Leider lassen sich auch Diener manchmal entmutigen, wie wir das hier in Vers 22 und 23 finden.
Warum doch hast du mich gesandt, ein sechster Einwand?
Wenn kein Erfolg da ist, sagen wir dann auch, ich gebe auf, ich möchte nicht mehr weiter,
so wie Mose das hier sagt, oder sind wir solche, die wie Christus ihm nachfolgend treu sind,
was auch immer der Preis dafür sein mag.