Am: Do, 24. September 2026
In diesem Kapitel lernen wir weiter, die Gott sein "Instrument", um das Volk Gottes zu führen, zubereitet. Leider setzt Mose seine Einwände fort, die bis zu echtem Widerstand fortschreiten. Wie groß wird uns Gott, der trotzdem mit seinem Knecht weitermacht und ihm sogar drei Zeichen zur Bestätigung zeigt.
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In Kapitel 4 finden wir die Fortsetzung sowohl des Gesprächs Gottes mit Mose,
als auch der Vorbereitung Moses, um diesen Dienst als Führer des Volkes Gottes auszuüben.
Zunächst haben wir wieder seine Einwände.
Seine Einwände, die uns einerseits zeigen, was gut ist, nämlich dass ein Diener nicht viel von sich hält.
Was aber andererseits nicht gut ist, wenn es nämlich dazu führt,
dass man sich gegen Gottes Aufträge wehrt.
Und das sollte ein Diener des Herrn nie tun.
Wir haben bei dem ersten Einwand, Kapitel 3 Vers 11 gesehen, dass er seine persönliche Unfähigkeit zeigte.
Recht so.
Wir haben in dem Vers 13 gesehen, dass er als zweiten Einwand die Unwissenheit über Gott benannte,
des Volkes, nämlich über den, der ihn gesandt hätte, Mose gesandt hätte.
Nun, dem konnte man Abhilfe verschaffen.
In Kapitel 4 Vers 1 spricht er nun davon,
sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören,
denn sie werden sagen, der Herr ist dir nicht erschienen.
Das ist ein Unglaube wegen fehlender Autorität.
Der begegnet der Herr mit drei Zeichen.
Darauf komme ich gleich zurück.
Der vierte Einwand von ihm ist, dass er nicht ausreichende Rhetorik besäße. (00:01:04)
Das ist in Vers 10.
Ich bin kein Mann der Rede.
Das ist überhaupt kein Argument, denn es geht niemals in dem Werk des Herrn um Rhetorik.
Der fünfte Einwand dann in Vers 13.
Herr, sende doch, durch wen du senden willst.
Das ist seine fehlende Verantwortungsbereitschaft.
Und das ist praktisch ein Wehren überhaupt gegen diesen Auftrag,
weswegen dann der Zorn des Herrn gegen ihn entbrannte.
Aber Gott ihn trotzdem nicht aufgab.
Das ist die großartige Gnade Gottes.
Vielmehr weist er darauf hin, dass er zum Pharao gehen sollte,
weil die Männer, die ihm damals nach dem Leben trachteten, Vers 19, nicht mehr da waren.
Und er sich bewusst sein sollte, dass ja, der Pharao nicht hören würde,
weil Gott sein Herz verharten würde, aber dass Gott Gericht üben würde,
so wie er seinen erstgeborenen Sohn, das finden wir das erste Mal hier, Israel,
aus Ägypten herausholen wollte und würde.
Und wenn der Pharao das nicht akzeptieren würde, so würde seine Erstgeburt unter das Gericht kommen.
Das heißt, so wie das Volk Israel von Gott befreit würde,
würde das Volk der Ägypter unter dieses Gericht gebracht werden. (00:02:03)
Nun finden wir als Nächstes, dass diese drei Zeichen uns gezeigt werden.
Das heißt, Mose bekommt drei Zeichen, mit denen er das Volk von seiner Autorität überzeugen sollte.
Erstens einen Stab. Der Stab spricht von Autorität. Die hat Gott ihm übergeben.
Zweitens finden wir, dass er die Hand in den Gewandbusch legen sollte.
Das spricht von der moralischen Beschaffenheit.
Und dann finden wir als drittes Zeichen, wenn sie auch nicht hören würden,
auf diese beiden Zeichen, dann sollte er dann das Wasser des Stromes gießen,
auf das Trockene gießen und es würde zu Blut werden.
Das heißt, das ist eine Gerichtsankündigung.
Diese drei Zeichen für Israel, das heißt, um das Volk Israel dazu zu bringen,
Moses Autorität anzuerkennen, werden später in anderer Weise für den Pharao vorgestellt.
Wenn wir kurz über die Zeichen nachdenken, dann ist das bei dem Stab so,
dass wir wohl eine praktische Belehrung finden.
Das Stützen auf den Herrn, nämlich das Festhalten an diesem Stab, das bringt Schutz.
Wenn man den Stab hinwirft, wenn man sich nicht mehr auf den Herrn stützt,
wird man hilflos gegenüber Satan. (00:03:02)
Lehrmäßig kann man sagen, Psalm 2 zeigt uns, dass dieser Stab von der Autorität des Herrn Jesus spricht,
der diesen Stab in seiner Hand halten wird.
Diese Autorität des Herrn oder die Autorität Gottes, die hat er an Menschen delegiert. An Adam zum Beispiel, an Nebukadnezar:
Sie wurden direkt und als Personen von Gott als Herrscher eingesetzt - im Unterschied zu den meisten anderen Regenten, die Teil der von Gott gegebenen Obrigkeit sind,
als Personen aber nicht direkt von Ihm eingesetzt wurden. Und was ist durch Gottes Delegieren der Autorität passiert?
Sie ist letztlich die Autorität in die Hand von Satan gekommen. Und erst wenn der Herr sie wieder an sich zieht, erst dann wird diese Autorität zum Segen sein.
Drittens finden wir, dass durch dieses Zeichen die Beweiskraft gezeigt wird,
dass Mose wirklich von Gott gesandt war, dass Gott ihm in übernatürlicher Weise zur Seite stehen würde
und dass er mächtig sein würde, sogar über Satan.
Evangelistisch können wir dieses Zeichen anwenden, dass unter der Macht Satans der Mensch steht
und dass der Mensch dem Teufel ausgeliefert ist.
Aber dass es einen gibt, den Mittler, Christus Jesus, vorgebildet durch Mose,
der uns von dieser Macht retten kann und auch gerettet hat durch sein Werk auf Golgatha.
Wir haben fünftens eine historische Bedeutung.
Von Abraham bis Josef waren die Völker oder waren die Menschen in der Hand Gottes. (00:04:01)
Aber nun war ein König in 2. Mose 1 aufgestanden, der Josef nicht kannte
und der wie die Schlange regierte und agierte.
Bis eben Mose jetzt kam und diese Dinge durch Gottes Hilfe in seine Hand nahm.
Sechstens finden wir, dass hier eine dispensationale Lehre uns gezeigt wird.
Nebukadnezar war an der Macht.
Er hatte diese Macht an sich gerissen und er war wie diese Schlange.
Aber das würde ein Ende haben, wenn nämlich der Herr Jesus kommen wird auf diese Erde
und Satan überwinden wird in seiner Herrschaft.
Und dann siebtens haben wir hier auch eine vorbildliche Bedeutung.
Das ist Christus, der in der Herrlichkeit war, der hier auf diese Erde kam,
auf diesen Platz des Fluches und sogar an das Fluchholz gegangen ist
und wo Satan ihm den Fuß zermalmt hat.
Aber der Herr Jesus wird im tausendjährigen Reich wiederkommen
und dann wird er die Herrschaft antreten zur Verherrlichung Gottes
und dann wird Satan der besiegte Feind sein.
Was die Hand im Gewandbausch betrifft, ist es ein Hinweis darauf,
dass sowohl die Diener als auch das Volk Israel unrein waren.
Das sollten sie nie vergessen. (00:05:02)
Aber wer eben die Hand wieder in den Gewandbausch nahm,
der wusste, dass Gott Rettung bringt, dass Gott auch Reinigung bringt,
der hatte wieder eine gereinigte Hand.
Dann als letztes noch, dass Gott Mose anfiel.
Das zeigt uns etwas davon, dass Gott Ehre auf Mose warf, ihn in Ehre brachte,
aber dieser Gott nicht geehrt hatte, indem dass er eben ungehorsam war,
was die Beschneidung betraf.
Er musste lernen, dass das Urteil Gottes über die Sünde,
das Mose im Blick auf die Ägypter, aber auch auf Israel richten musste
und wo er seine Macht ausüben musste, dass er aber versäumt hatte,
das in seinem eigenen Haus zu tun und zu verwirklichen.
Und das musste er jetzt lernen.
Auch offenbar hatte seine Frau dabei einen Anteil
und jetzt musste eben der Sohn beschnitten werden,
damit gezeigt wird, dass auch in dem eigenen Haus
Maßstäbe Gottes angewendet wurden.