Am: Di, 22. September 2026
In Kapitel 3 lernen wir jetzt, wie Gott Mose nach 40 Jahren Wüstenzeit in Midian dazu beruft, das Volk Israel aus Ägypten zu erretten. Mose wird hier zu einem herausragenden Vorbild auf den Herrn Jesus, den Retter der Welt. Dennoch gibt es natürlich viele Kontraste ...
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In dem dritten Kapitel finden wir die eindrückliche Szene, dass Mose an den Berg Gottes, an den
Horeb kommt und dort den Dornbusch sieht, der im Feuer brennt, aber nicht verzehrt wird.
Gott sichert ihm als Zeichen zu, dass er zusammen mit dem Volk Israel, das Mose aus Ägypten
herausführen sollte, an diesen Berg kommen würde, um auf diesem Berg Gott zu dienen.
Was lernen wir aus diesem Kapitel?
Mose ist der Verworfene.
In Kapitel 2 haben wir gesehen, dass er von dem Pharao verfolgt wurde.
Aus Apostelgeschichte 7, wo Stephanus diese Szene aufnimmt, lernen wir, dass er eben
auch von Seiten seines Volkes der Verworfene war.
Genau das ist die Situation von dem Herrn Jesus heute.
Er ist von dieser Welt verworfen und er ist von seinem eigenen Volk, den Juden, verworfen
worden.
Jetzt ist er nicht in diesem Land, nun ist er nicht in Kanaan, sondern ist verherrlicht
zu Rechten Gottes im Himmel und wartet, bis Gott seine Feinde als Schemel seiner Füße
hinlegen wird.
Aber er wird zurückkommen.
Und ich spreche jetzt nicht von der Entrückung, wo der Herr Jesus selbst kommen wird, sondern
ich spreche davon, dass er sein Volk befreien wird aus der Knechtschaft der Völker und
dass er es zurückbringen wird in das Land in großer Macht und Herrlichkeit. (00:01:04)
Gott wird seinen Sohn wieder einführen in diesen Erdkreis.
Und da wird er es bringen zu diesem Dornbusch, der Dornbusch, der ein Bild von dem Volk Israel
ist.
Schwächlich, keinen Nutzen bringend eigentlich, nichts Attraktives an ihm.
Aber Gott wird sicherstellen, dass dieser Dornbusch, dass Israel nicht vergehen wird,
dass sie nicht in diesen Feuergluten umkommen wird.
Ja, sie sind in dem Feuerofen, davon hatte Gott Abraham gegenüber schon in 1. Mose
15 gesprochen, in Vers 17 und auch in 5. Mose 4 Vers 20 wiederholt er, dass es wie ein Feuerofen
für sie gewesen ist, aber sie werden eben nicht verzehrt und so wird das auch in der
Zukunft sein.
Gott wird sicherstellen, dass sein Volk aus diesem Feuerofen, der Drangsaal, sieben Jahre,
die als Prüfung über diese Erde kommen werden, ganz besonders die letzten dreieinhalb Jahre,
die Drangsaal Jakobs, das Volk Israel wird nicht verzehrt, obwohl vieles an ihnen verzehrt (00:02:01)
werden muss, weil Gott mit ihnen in züchtigender Weise handeln muss.
Das ist eben ganz anders, ein großer Kontrast zu dem Herrn Jesus.
Er konnte sagen, Psalm 17 Vers 3, dass Gott in ihm nichts, aber auch gar nichts gefunden
hatte, was irgendwie im Widerspruch zu Gott war, im Gegenteil, er war immer zur vollkommenen
Verherrlichung Gottes.
Nun, Israel wird durch diese Drangsaal hindurchgehen, das wird wirklich wie so ein Feuer sein, aber
sie werden nicht verzehrt, wie wir das in Jesaja 43 Vers 2 und auch in Jesaja 66 Vers
15 lesen.
Gott ruft dann Christus herbei, er schickt den Herrn Jesus, um sie zu erretten, so wie
er hier Mose bestellt.
Und wir sehen dann, dass Gott das Elend des Volkes gesehen hat und ihr Schreien gehört
hat.
Das wird auch in der Zukunft so sein.
Ihm ist das Elend nicht gleichgültig, im Gegenteil, er hat einen Blick dafür, er hat
ein Herz dafür.
Und er wird sie in das Land zurückbringen.
Er wird sie aus dieser Gefangenschaft, in der sie heute noch sind, wird er sie zurückbringen. (00:03:01)
Sie sind aus eigener Schuld in dieser Gefangenschaft, so wie auch das Volk Israel letztlich durch
das Versagen der Brüder Josephs in diese Situation gekommen ist, aber Gott wird sie in seiner
unendlichen Gnade befreien.
Wir können also, wenn wir dieses Bild hier sehen, können wir sehen, erstens, das Feuer,
das hier über diesem Feuerofen ist, hat derjenige, der als Erretter zu ihnen gesandt wird, der
Herr Jesus selbst erlebt, er ist in dieses Feuer des Gerichtes gegangen, als er hier
auf dieser Erde war.
Zweitens, der Herr Jesus, den Gott benutzt, er ist der Demütige, nicht, dass er die Demut
lernen musste wie Mose, wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe, Vers 11, sondern er war
von Herzen demütig.
Drittens, er ist derjenige, der den Namen Gottes offenbart hat.
Er würde ja hier zu dem Volk gehen und mitteilen, dass Gott der "Ich bin, der ich bin" ist.
Ja, der Herr Jesus, er hat als das Wort Gott sogar als Vater offenbart.
Viertens wissen wir, dass er selbst der Gott der Väter ist, der Gott Abrahams, der Gott (00:04:03)
Isaaks und auch der Gott Jakobs.
Der, der in ihrer Mitte war damals und der, der sie befreien wird, er ist der Gott der
Väter.
Und in der Tat, fünftens wird das Volk jetzt auf ihn hören, wie es in Vers 18 heißt,
sie werden auf deine Stimme hören.
Damals haben sie nicht auf ihn gehört, dann werden sie auf ihn hören.
Dagegen wird Satan, so wie der König von der Ägypter, eben nicht auf ihn hören wollen.
Ich weiß wohl, dass der König von Ägypten euch nicht ziehen lassen will und auch nicht
durch eine starke Hand, so will das Satan auch die Beute nicht freigeben, aber er muss
das tun wie auch der Pharao.
Und dann finden wir, dass Gott diesem Volk Gnade geben wird in den Augen der Ägypter.
Ja, in der Tat, der Herr Jesus wird die Gnade Gottes bringen und wird sie in dieser Gnade
befreien.
Wunderbare Vorbilder, prophetische Bilder, die wir hier sehen.
Ganz praktisch sehen wir hier in diesem Kapitel, dass der Glaube mit Gottes Macht verbunden
wird.
Ja, wir dürfen an die Macht Gottes, dürfen wir glauben, wir dürfen im Glaubensvertrauen (00:05:01)
auf Gott hier leben und dann werden wir die Macht Gottes in dem einen oder anderen Fall
auch heute schon erleben.
Auch wir sind nicht verzehrt worden, obwohl in unserem Fleisch so viel ist, was Anlass
für Gottes Zucht gibt.
Wenn du in schwierigen Lebensumständen bist, vergiss nicht, Gott sieht, Gott hört, Gott
geht an dem Elend niemals einfach vorbei.
Er hat ein Herz auch für deine Lebenssituationen.
Wir fragen uns, ob wir auch wie das Volk Israel damals, das Volk Gottes, den Namen Gottes
überhaupt kennen.
Sie kannten ihn nicht.
Kennen wir den Namen Gottes?
Sind wir solche, die Gemeinschaft mit Gott als Vater suchen?
Und dann wollen wir uns fragen, ob wir uns benutzen lassen von dem Herrn, so wie Mose
oder ob wir wie Mose Einwände haben, dass wir auch nicht von ihm benutzt werden wollen.
Dann wollen wir uns fragen, haben wir ein Bewusstsein der Gnade Gottes?
Es ist nur die Gnade Gottes, dass wir nicht aufgerieben sind.
Das wollen wir nie vergessen.